Asenblut - Berserker

Review

Galerie mit 12 Bildern: Asenblut - Wolfsfesttour 2022 in München

Der ASENBLUT-Auftritt auf dem Rockharz Open Air 2016 war schon ein Methorn voll bittersüßer Peinlichkeit, und diese Tradition setzen die Göttinger Melo Deather auch auf ihrem dritten Album „Berserker“ fort. Darauf treffen Riffs, für die Olavi Mikkonen im AMON AMARTH-Proberaum ausgelacht würde, auf deutschsprachige Heroen- und Kampfeslyrik sowie cheesy Eingängigkeit, damit auch die VARG-Fans abgegriffen werden, die von den Modern-Metal-Ausflügen auf deren neueren Alben enttäuscht sind.

Auf „Berserker“ treffen mittelmäßige Musik und peinliche Texte aufeinander

Wo AMON AMARTH aber nicht nur bessere Songs schreiben, sondern wissen, wie Dynamik geht, und wo VARG Anfang des Jahres auf „Das Ende aller Lügen“ wussten, nach paarunddreißig Minuten reicht’s auch, da geben sich ASENBLUT gar keine Blöße und blähen „Berserker“ auf eine knappe Stunde Spielzeit. Für ein Album dieses Formats ist das viel zu lang – wobei, vielleicht wäre das alles auch halb so schlimm, wenn die irgendwo okaye, durchschnittliche Musik nicht ständig von textlichen und gesanglichen Peinlichkeiten („Was kannst du schon tuuuuuhuuun?“) durchzogen wäre. Da wird mal den Fantasy-Zwergen gehuldigt (eher Heitz als Tolkien, für J.R.R. hats nicht gereicht), dann beklagt sich Frontpumper Tetzel in „Offenbarung 23“ über Illuminaten, Rosenkreuzer und andere Verschwörer, in „Berserkerzorn“ und „Berserkers Ruhmeserinnerungen“ läuft das nASENBLUT und auch der arme Mr. Lovecraft („Schatten über Arkham“) ist nicht vor der Band sicher.

Rein mathematisch betrachtet liefern ASENBLUT Rohstoffverschwendung ab

Gehen wir einfach mal mathematisch vor: eine knappe Stunde AMON AMARTH-Riffs in schlechter + VARG-, MINAS MORGUL- und WOLFCHANT-Anleihen (und was sich noch so im unguten deutschen Pagan Metal herumtreibt) + ganz witziger Texte, die aber gar nicht witzig sein wollen … ergibt was? Richtig: eine knappe Stunde Rohstoffverschwendung. Für die musikalischen Bemühungen hätte es vielleicht noch vier oder fünf Punkte gegeben, denn wie gesagt: Mittelmäßig ist das, rein instrumental betrachtet, eigentlich schon. Einen Punkt Abzug gibt es aber für die Texte und für den furchtbaren Plastiksound, den uns ASENBLUT wohl als „wuchtig“ verkaufen wollen.

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16.09.2016

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Asenblut auf Tour

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19 Kommentare zu Asenblut - Berserker

  1. antiWelt sagt:

    Ich muss zugeben, dass ich Asenblut live gar nicht so übel finde. Ok, Tetzel war damals noch fett und ich noch jung, aber es war auf keinen Fall peinlicher als beim Rest der so im deutschen Pagan Metal Sektor unterwegs ist.

  2. Marco sagt:

    Der sogenannte „Plastiksound“ steckt sogar das aktuelle Amon Amarth Album in den schatten. Die Texte befinden sich (meistens) Meilenweit vom Genre Einheitsbrei entfernt. Und der Auftritt auf dem Rockharz hat den meisten Zuschauern gefallen. Die Stimmung war bombig! Ich weiß nicht wie man dieses überdurchschnittlich gute Album so durch den Dreck ziehen kann. Ich bin froh das es Asenblut gibt und Sie frischen wind ins eingeschlafene Genre bringen. Für mich ein super Album!

    9/10
  3. Chris fehn sagt:

    Geschmetterter heidenstahl dem amon amarth in niçhts nachstellt. Der opener berserkerzorn ist einer meiner lieblingssongs. Tetzels stimme ist total gut.auch hymen wie Drachenborn ist auch bombe.kaufen. LG chris

    9/10
    1. Wolfrune sagt:

      Auf dem Album sind nicht wirklich „hymen“ drauf?….das ist ja ekelhaft!

  4. Sebastian sagt:

    Zugegen, von einem Mottoalbum „Berserker“ kann man aufgrund der stark unterschiedlichen Themengebiete der Songs wohl nicht sprechen, aber der Titel „Berserkerzorn“ ist der absolute Wahnsinn. Das stimmt alles, Stimme, Sound und Text. Eine Schande, dass dieses Werk hier völlig zu Unrecht so verrissen wird!

    8/10
  5. Gorgorkok sagt:

    Ich kann die Wertung von Stephan nicht nachvollziehen. Klar, Musik ist immer Geschmackssache, aber 3/10 heißt im Klartext: das Album ist absolute Scheiße. Ich habe mir die Tracks ein paar Mal durchgehört, und mich unterhält es. Schöne Riffs, Solos und der Gesang ist meiner Meinung nach auch klasse. Ich bin keiner der die Musik wissenschaftliche durchleuchtet. Mir ists ziemlich egal was Ammon Amarth macht, wenn ich Asenblut höre. Ich kann für meinen Teil sagen, dass mir die Musik sehr gut gefällt.

    Gute Riffs, schönes Solos und guter Gesang = I LIKE ;D

    9/10
  6. Fortenhell sagt:

    Ich finde zwei der Songs richtig scheiße…und einen weiteren so lala…trotzdem gebe ich 9/10 Punkte, weil dafür sehr viele Songs richtig durchscheinen.
    Drachenborn ist GUT episch und den Text finde ich wirklich geil. Und vielen vielen Bands habe ich es zu verdanken, dass episch für mich ein Schimpfwort geworden ist, weil der Einheitsbrei einfach nur noch nach She Ra klingt (nichts gegen die Serie, aber diese Mucke…das darf es heute nicht mehr geben).
    Des Alchemisten Elixier fängt mit einem der brutalsten Nackenbrechern an…ich wünschte echt, mehr Bands würden sich solcher Riffs bedienen! Dabei ist das nicht mal schwer…vielleicht liegt’s daran?
    Die Highlights sind Berserkers Ruhmeserinnerungen Schatten über Arkham und Horizonte. Die hauen mich total um und toppen mMn das beste, was Amon Amarth jemals vorgelegt hat.

    9/10
  7. Sarwolf sagt:

    Der Autor soll mal sein Testosteron Level checken. Metal + Kraftsport = Perfekt!

    9/10
    1. asapor sagt:

      Der Autor hat nen Problem mit guter Musik ! 😉

      10/10
      1. Winterpercht sagt:

        Das kann sein, aber was hat jetzt „gute Musik“ mit Asenblut zu tun??

      2. SaGi sagt:

        Nichts, aber andere Bands in dem Genre haben ja auch Erfolg. Ein Trauerspiel!

        3/10
  8. Johannes sagt:

    Das Album ist gut zu hören.
    Sag das in’s Tetzels Augen.
    Das ist ein Berserker

    9/10
    1. Wayne sagt:

      Fanboy-Alarm! *popcorn einschmeiß*

      3/10
  9. Ratrick Peiser sagt:

    Finde das aktuelle Taylor-Swift-Album besser. Für mich klingt jedes Lied auf dem Album gleich.

    2/10
  10. Hypnos sagt:

    1 Punkt aus Mitleid + 1 Punkt für den Witzfaktor

    2/10
    1. DieBlindeGardine sagt:

      Da kriegt der zwei Jahre alte Gammelschinken ja nochmal richtig Aufmerksamkeit. Musikalisch ist das zwar nicht komplett unhörbar, dafür aber vollkommen belanglos und lyrisch würde das sogar Onkelz-Paganisten wie Varg sichtbar (!) die Schamesröte ins Gesicht treiben. Von Asenblut kommt mir Nasenblut.

      3/10
  11. ApeX sagt:

    Hier wird das Album ja ganz schön durch den Dreck gezogen.
    Der liebe Autor hat hier ziemlich viel seiner eigenen Meinung einfließen lassen (+Beleidigungen), finde ich ziemlich kacke für ein Format von welchem man ein Stück weit seriöse Bewertungen erwartet.
    Berserker ist musikalisch gut und die Lyrics sind halt so naja…
    Ich sehe nichts desto trotz viel Potenzial in Asenblut und hoffe da kommt noch einiges 😉
    Live sind sie übrigens der Hammer und machen gut Stimmung.

    7/10
  12. Ansuz sagt:

    Auch wenn es schon ein wenig her ist, aber aus Anlass des erneuten Verisses des aktuellen Albums „Die Wilde Jagd“: Berserker war und ist ein echt gutes Album. Sei auf jeden Fall jedem empfohlen, der Amon Amarth mag.

    9/10
  13. Inkuhbathor sagt:

    Das Album ist wirklich nicht schlecht und besitzt so manche Perle. Dennoch finde ich die Produktion, Gesang und Songs mehr auf dem oberen Mittelfeld.

    Die Steigerung der Band erfährt man erst mit dem Nachfolger „Die wilde Jagd“. Dort Reihen sich die Nackenbrecher und man benötigt mehrere gefüllte Methörner beim Anhören. Gesangstechnisch hat sich der Sänger enorm verbessert sowie die Technik der anderen Bandmitglieder.

    7/10