Wolfwolf - Homo Homini Lupus

Review

WOLFWOLF heißt der Interpret und wer hätte bei Songtiteln wie „The Wolves Are Coming“, „Hungry Like A Wolf“, „The Day Of The Wolf“ oder auch „Where Is The Werewolf“ ahnen können, dass es auf der Platte „Homo Homini Lupus“ nur um Wölfe geht. Und zwar nur um Wölfe…

Beim Genuss von „Homo Homini Lupus“ treffen zwei Dinge aufeinander, die äußerst zu bewerten subjektiv sind. Musik an sich ist schon ein beliebtes Streitthema, da Emotionen im Spiel sind. Noch schlimmer ist es eigentlich nur mit Humor, denn was der eine zum Brüllen komisch findet, verfehlt das Humorzentrum des anderen komplett. So geht es mir mit WOLFWOLF, ich finde es einfach nicht lustig. Textzeilen wie „Where is the werewolf? Where? Where? Where?“ sind noch nicht mal albern, sondern einfach nur peinlich. Die mangelnden lyrischen Fähigkeiten werden mit spitzen „wolfsähnlichen“ (ich entschuldige mich hiermit bei jedem richtigen Wolf!) Schreien und Heulversuchen gespickt, die es nicht besser sondern schlimmer machen. Um das Niveau etwas zu heben sei hier erwähnt, dass es sich beim Albumtitel um ein Zitat des römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus handelt. Damit das Niveau dann doch nicht zu hoch ist, alle beide Teile des Schweizer Duos WOLFWOLF nennen sich Mr. Wolf, Brüller…

Die schnell gespielten Blues-Rhythmen (da kann man auch immer mal kurz Pause machen, um einen neuen Griff anzusetzen) unterhalten mich in Kombination mit dem Gesang, der klingt als ob jemand in eine Brottüte singt aber charmant retro sein soll, überhaupt nicht und die angepriesenen 80er Jahre Punk Rock-Sounds kann ich leider nur erahnen… WOLFWOLF haben sich immerhin „Pet Sematary“ der RAMONES ausgesucht und ihre eigene Version daraus gemacht, die ansprechende Einfachheit der RAMONES wird dabei leider nicht erreicht.

Das „Konzept“, nur Wolf ist eigentlich kein Konzept, erschließt sich mir überhaupt nicht und es wäre nett gewesen, wenn der Verfasser konsequenterweise die Rauschmittel mitgeliefert hätte, die bei der Entstehung sicherlich eine Rolle gespielt haben. Ansonsten fühlt man sich wie der einzige Gast im 3-D-Kino, der keine Brille mehr abgekriegt hat. Mir fällt keine Antwort ein, auf die Frage: Wer soll diese Platte gezielt auflegen, wenn es drölfmillionen andere bessere Platten gibt? Wahrscheinlich Die-hard-Wolf-Fans oder Leute, die einfach einen komplett anderen Humor und musikalischen Anspruch haben, als ich… also einige. Natürlich kann ich auch nicht ausschließen, dass WOLFWOLF live etwas besser rüberkommen…

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30.05.2014

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