Emergency Gate
World Infected Tourblog Teil 2 (Beijing, Shanghai, Zhengjiang, Shanghai)

Special

Emergency Gate

World Infected Tourblog Teil 1 (Mons, Moskau)

„Gan bei“ (China)

Nach knapp 8 Stunden Flug in der etwas klapprigen „Air China“ Maschine landen wir endlich in Shanghai, ziemlich genau ein Jahr nach unserem ersten Auftritt dort. Unser Freund Yang, der uns schon im vorherigen Jahr nach China geholt hat, holt uns vom Flughafen ab und bringt uns in unser erstes Hotel. Das Hotel liegt in der Shanghaier Innenstadt und sieht von aussen leider schon ein bisschen sehr nach chinesischer Jugendherberge aus. Inzwischen ist es 10 Uhr früh und wir sind todmüde, können aber leider noch nicht einchecken. Aus der Not eine Tugend gemacht, lassen wir unsere Koffer im Hotel und gehen mit Yang essen. 10:30 Mittagessen auch nicht schlecht. Die anderen bestellen sich lustiges Fleisch und ich bekomme einen gusseisernen Topf mit chinesischen Auberginen, das Ding glüht und spritzt die nächsten 20min den ganzen Tisch mit kochend heissem Fett an. Aber unfassbar gutes Essen, kaltes Bier, alle glücklich.

Zurück im Hotel checken wir endlich ein. Nach dem Duschen merken wir aber, dass wir Masterplan das Hotel wahrscheinlich nicht zumuten können. Ich mein wir machen alles mit: Im Bus schlafen, im Zelt aufm Festival schlafen, zu dritt in einem Einzelzimmer schlafen, am Flughafen schlafen, gar nicht schlafen. Aber die Masterplan-Jungs sind dann doch schon länger im Geschäft. Also klärt Yang für unsere Freunde ein anderes Hotel, in das wir dann auch selber am nächsten Tag wechseln. Naja egal, wir sind tot und gehen bis Abends pennen. Später kommt Van, der uns im vorherigen Jahr schon als Tourguide zur Verfügung stand, und geht mit uns Yaxiu und Baoxi essen (chinesische Teigtaschen und naja Dampfnudeln). Danach gehen wir noch auf ein Bier (oder eher fünf) in Vans Kneipe; DasCangku, eine coole kleine Rockbar direkt um die Ecke von dem Restaurant.

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Am nächsten Morgen checken wir in unser neues Hotel ein. Endlich ordentlicher Standard für unsere Freunde, gescheites Wlan und saubere Wasserkocher für uns. Viel Zeit für Lobby-Party haben wir aber nicht denn gegen Mittag geht es mit unserem Barmädchen und Tourguide Van Gao zur Chinesischen Mauer nach Badaling, klugerweise der größte Touristenpunkt an den gut 21.000 km. Unser Zeitplan ist etwas knapp gewählt denn Roland und Martin von Masterplan haben am Nachmittag noch eine Guitar/Drum-Clinic in einer Musikschule in Shanghai. So stehen wir gute 2,5 Stunden mit 20.000 Touristen für den Skilift (es ist ein fucking Skilift, seien wir ehrlich und kein neuer) an, um anschließend 45min Selfies und Gruppenbilder zu knipsen. Der Smog ist leider auch so dicht das mit Aussicht eher Sense ist.

Am nächsten Tag geht’s zusammen nach Shanghai, mit dem Zug. Lange Fahrt aber viel Platz und billiges Bier. In Shanghai angekommen werden wir von Van Gap und Yang zu unserem Hotel gebracht. Irgendwann war es vielleicht mal ein Parteihotel aber inzwischen hat es eher Jugendherbergencharakter. Nachdem noch 12 Zimmer wegen der Baustelle nebenan gewechselt werden, sind wir alle verstaut. Obwohl das Hotel echt eher ranzig ist, haben wir doch jeden Abend eine Menge Spass in der Lobby da alle anderen Bands vom MIDI-Festival Shanghai mit uns untergebracht sind.

Am Tag darauf haben wir ein bisschen Zeit für die Stadt und fahren am Nachmittag auf das Festivalgelände, um einen ausführlichen Soundcheck machen zu können. Das Festival ist dieses Jahr wirklich direkt neben dem Flughafengelände und die Flugzeuge kommen nur ein Paar Meter über der Bühne runter. Gut das wir am Nachmittag spielen, die Gefahr dass die Lasershow den ein oder anderen A380 runterholt scheint ziemlich real. Am nächsten Tag geht es für uns nach Zhenjang um ein anderes Festival zu spielen. Wir werden mit dem Bus abgeholt und haben eine unfassbar lustige Fahrt mit den Taiwanesen von Anthelion, die wir spontan mit bayerischen Namen (Franz, Gustl, Herbert, Angie und Hibert) ausstatten und ihnen „Meiohmeihohmeih“ beibringen: „Whats thats guys name?“, „Franz“, „Meihohmeihohmeih“. In Zhenjang wird unser Mischer angerufen, dass ein Techniker seine ganzen Einstellungen gelöscht hat. Er nimmt es mit Fassung, zurück zu Null, dann doch nur kurzer Line-Check in Shanghai. Rock’n’Roll.

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Aber erstmal das „Metal Battle Festival“. Von Wacken initiiert mit einer echt geilen Idee: 2 Tage, 8 Chinesische Bands, 2 Internationale Headliner (wir und die Band um Franz den taiwanischen Schlagzeuger). Die Chinesen spielen quasi um die Wette und die „beste“ Band wird nach Wacken eingeladen. Die Location ist unfassbar: Eine renovierte Altstadt mit Tempel, Luxus-Hotel, Marktplatz und Paulaner Biergarten (Bavarian Beer Bitches). Das Konzert ist sehr feucht, windig, macht aber ordentlich was her. Danach wurden wir noch auf eine Maß ins Paulaner eingeladen und hatten noch einen echt netten Abend mit der philippinischen Coverband (6 Tage die Woche, 4 Sets den Abend, 45min das Set… Alter). Zwar nur vier Stunden Schlaf aber das beste Hotel ever, wirklich, period. Früh raus, kurzes aber unfassbar gutes Frühstück (es stehen tatsächlich 4 Köche um 6:00 in der Früh da und braten Eier oder was auch immer wenn man es ihnen sagt).

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Danach direkt zurück nach Shanghai, diesmal mit dem Zug, bisschen entspannter und schneller aber nicht so lustig. Als wir auf dem Festival ankommen regnet es schon ein bisschen, scheint aber noch machbar also bauen wir unser Zeug auf. Mir kommen die ersten Zweifel als es während dem Aufbau eine Lichttrasse über uns zerreißt und die LED-Leinwand hinter uns ausfällt, aber gut: A bissal Schwund is immer. Ich frage nach einem trockenen Platz für meinen Laptop und werde neben den Monitormischer verwiesen. Als ich den Laptop abstellen will reißt die Plane über dem Tisch und 20L Wasser knallen nach unten. Maybe not. Ich schnapp mir eine Plastikplane und Gaffer meinen Laptop auf einen Amp. Los geht’s.

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Die Bühne ist der Swimmingpool das Infield ein Schlammbad. Trotzdem drehen die Chinesen vollkommen am Rad: Circle Pits um die Bengalo-Fackel und die Welt ist wieder gut zu uns.

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Wir bummeln noch ein bisschen durch den Schlamm und sehen einen Stand an dem: „German Squsage“ und „Germany Kink Cakes“ verkauft werden. Das letztere sind tatsächlich Brezen. Mit leichtem Heimweh im Magen machen wir uns aus dem Staub (eher Schlamm). Im Hotel wird dann erstmal mit Schuhen geduscht und unsere Sachen in die Wäsche geschmissen. Kaputt aber recht glücklich hauen wir uns mit den Australiern von Truth Corroded das ein oder andere Bier ins Gesicht, schließlich haben wir den nächsten Tag frei.

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Galerie mit 28 Bildern: Emergency Gate - Rockharz Open Air 2013
06.05.2014

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