EMP
4 Decades Of Passion Teil 3

Special

Vom Selbstdruck zum Siebdruck

Auf die Frage, welche Shirt-Entwürfe noch im DIY-Verfahren von der Band selbst auf den Markt gebracht worden sind, bis zum allerersten Artwork, dass im EMP-Katalog landete, hat Gerre keine Antwort. „Woah, da kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern. Es müsste wohl „Chemical Invasion“ gewesen sein. Ich glaube, dass kann man auch gar nicht mehr recherchieren. Dafür müsste man sich ja alle Kataloge der letzten 40 Jahre vornehmen.“

Nach kurzem Überlegen setzt er mit „gibt es überhaupt noch Kataloge oder läuft das alles nur noch online?“ nach.

„Aber an unsere ersten Shirts kann ich mich erinnern. Da war so ein spuckender Typ drauf, der ausgesehen hat wie ein Skinhead, dem Krauselhaare aufgemalt worden sind (lacht). Und es gab ein weißes Shirt mit „Zombie Attack“, auf dem man ein Skelett sehen konnte. An diese 1986er Anfangszeiten kann ich mich schon noch gut erinnern. Und weil ich so ein Messie bin, habe ich kistenweise Shirts im Keller. Ich glaube allerdings nicht, dass ich es in diesem Leben noch einmal schaffe, die alle zu sortieren. Die Shirts muss ich wohl dem Fanclub vermachen, das ist ja klar… Oje, jetzt reden wir schon über mein Testament…“

Gerre ist sichtbar verbunden mit seiner Band TANKARD und der Musik, denn jedes offizielle Shirt, das erscheint, das brauche er. „Ich bin dann auch so ein Typ, der sich anstellt und Festival-Shirts kauft, wo wir spielen. Ein paar Bootleg-Shirts und Raritäten habe ich bestimmt.“

Kuriositäten und Liebingsmerch

Wir unterhalten uns über die gute alte Zeit, als TANKARD auf „Stone Cold Sober“ den J.-GEILS-BAND-Klassiker „Centerfold“ coverten und die Konzertsäle auf der anschließenden Tour während des Stücks dem Implodieren nah waren und warum sich die Band bewusst entschieden hat, nicht in die 100 %ige Professionalität zu wechseln und sich damit ein Stück Unabhängigkeit zu bewahren.

Von einem Geschäftsmodell, eine reine Liveband zu betreiben, die nur noch Best-Of-Sets spielt, will Gerre allerdings nichts wissen, auch wenn er eingesteht, dass es wirtschaftlich gesehen nicht unbedingt rentabel ist, neue Musik auf Tonträgern zu veröffentlichen. Mittlerweile würden Bands eben von der Gage nach Konzerten und dem Merchverkauf leben. Das sei die wohl eindringlichste Entwicklung in den letzten 40 Jahren gewesen. „Heute spielst du live um eine Platte zu promoten und früher was es genau umgekehrt.“

Konzertfoto von Tankard - Tour 2025/2026

Tankard – Tour 2025/2026

Am Ende dieses, nach Nostalgie duftenden Gesprächs, wollen wir es aber noch einmal genau wissen und fragen Gerre nach seinem liebsten, dem abgedrehtesten und dem am häufigsten benutzten Merchartikel in seinem Kleiderschrank.

„Also am häufigsten benutzte ich wirklich Beanies. Auch Zipper trage ich sehr gerne, allerdings ohne Kapuze. Von TANKARD gab es tatsächlich mal Bettwäsche mit „Hair Of The Dog“ drauf, die war sehr geil. Was ich in Mexiko oder Russland an TANKARD-Bootlegs gesehen habe, war teilweise schon sehr skurril. Puzzles mit unseren Covers könnte ich mir auch gut vorstellen. TANKARD-Bier gab es auch schon in kleinen Auflagen.“

(Auf der nächsten Seite weiterlesen!)

Seiten in diesem Artikel

123456
25.09.2026

Left Hand Path

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38795 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare