EMP
4 Decades Of Passion Teil 3

Special

Dokus, Papierkosten und die Post

Philipp Gunnemann, Content Marketing Manager bei EMP erinnert sich an die Anfangszeit, als das EMP Magazin aus den Startlöchern ins Rennen geschickt wurde:

„Der Grund das wir das Magazin verschickt haben ist, dass du bei der Post einen anderen Preis zahlen musst, als für den Versand eines Warenkatalogs. Das war also schon immer zweigleisig, weil wir als EMP zu diesen endlosen CD-Listen auch noch eine Empfehlung mitgeben wollten, welches Album sich wirklich lohnt. Um aber ein Magazin versenden und Geld sparen zu können, muss man einen bestimmten Anteil an Content mit redaktionellen Inhalten – wie es die Deutsche Post nennt – im Katalog haben.“

Der Spatenstich für das automatische Kartonlager im Jahr 2008

Auf die Frage, wie sich der damalige, redaktionelle Inhalt auf das heutige, digitale Format entwickelt hat, erzählt Philipp weiter: „Wir haben festgestellt, dass der Katalog auf das ganze Jahr gesehen, gar nicht mehr den krassen Impact hatte wie in der Anfangsphase. Als ich bei EMP angefangen habe, gab es noch gar keine Marketing-Abteilung und der Katalog wurde zusammen mit unserer Inhouse-Agentur gelayoutet sowie der Druck und Versand organisiert. Befüllt wurde der Katalog allerdings aus Sicht des Einkaufsteams. Gleichzeitig hatten wir eine Webshop-Abteilung, die einmal wöchentlich den Newsletter programmiert hat.“

Philipp formt mit den Händen eine Entwicklungskurve, die einer Berg- und Talfahrt ähnelt und beschreibt damit die Relevanz des früheren Katalogs, der immer nur dann einen Peak erreicht hat, wenn er jeweils, vierteljährlich herausgegeben wurde und damit aus unternehmerischer Sicht immer uninteressanter wurde.

„Dann kam nach Corona diese Phase wo Druck- und Papierkosten extrem angestiegen sind“, fährt Gunnemann fort. „Schweren Herzens haben wir uns dann entschieden, damit aufzuhören.“ Die Entscheidung sei insbesondere deshalb nicht leicht gewesen, weil natürlich auch allen Mitarbeitenden von EMP bewusst gewesen ist, dass der Katalog und das Magazin stets eine direkte Verbindung zwischen der Szene und dem Unternehmen hergestellt haben.

Der Webshop im Jahr 2008

„Damit ist uns dieses große Medium mit Inhalten aber verloren gegangen. Und dafür brauchten wir einen Ersatz, weil EMP eben nicht nur für Merch stehen möchte, sondern ebenfalls für die Szene. Und als Fans, die wir ja selber sind, wollen wir auch gerne darüber sprechen, was wir gut finden. Also wollten wir das, was wir bisher im Katalog gemacht haben, irgendwie im Onlineshop einbinden.“

Philipp ist stolz auf die Entwicklung der redaktionellen Arbeit und das dafür verantwortliche Team. Augenzwinkernd erwähnt er, dass er in seiner Anfangszeit nicht damit gerechnet hätte, dass EMP einmal eine „Galileo-artige Kurzdoku über IRON MAIDEN in Gelsenkirchen“ produzieren würde.

Im vierten und letzten Teil der „4 Decades Of Passion“ beschäftigen wir uns mit der Zeit von 2010 bis heute und folgen den Schlagwörtern „Relaunch“, „Reboot“ und „Re-Release“.

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25.09.2026

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