Prophecy Productions
Der größt Erfolg ist die Tatsache, dass es uns stets gelungen ist, die Veröffentlichungsqualität über einen solch langen Zeitraum auf konstant hohem Niveau zu halten.

Special

Dieses Jahr wird Prophecy Productions sein zehnjähriges Jubiläum feiern (zu diesem Anlass wird am 21. Oktober in Zeltingen-Rachtig ein Prophecy-Festival veranstaltet, mehr auf www.prophecy.cd). Dies hielt ich für einen guten Zeitpunkt, um hinter die Kulissen zu blicken und um Euch das Label aus verschiedenen Blickwinkeln etwas näher zu bringen.

Martin Koller (Chef) über Prophecy:

Martin, wann und warum wurde Prophecy Productions gegründet? Wie sah der „Entstehungsprozess“ aus? Und was hast Du davor gemacht?

Das Label Prophecy wurde von mir 1996 ins Leben gerufen, allerdings benutzte ich bereits seit 1993 den Namen für meinen kleinen Versandhandel. Als eigentliche Geburtsstunde sehe ich aber die erste Veröffentlichung – das Debütalbum „A Wintersunset…“ von EMPYRIUM.

Ursprünglich war dies auch die einzige Veröffentlichung, die ich für Prophecy geplant hatte. Ich hatte schließlich keine Ahnung von dem Musikgeschäft und allem, was dahinter steckte. Ein paar Jahre Tapetrader-Dasein, ein Mini-Versandhandel und ein meiner Meinung nach guter Musikgeschmack waren alles, was ich vorzuweisen hatte. Außerdem ging ich noch zur Schule und steckte in diese Veröffentlichung meine ganzen Ersparnisse sowie Geld, das ich mir bei Freunden lieh.

Meine kommerziellen Erwartungen waren niedrig, ich dachte, das investierte Geld nie wieder zurück zu bekommen und ich war einfach nur stolz, so ein schönes Musikalbum veröffentlicht zu haben. Dass es danach weiterging, verdanke ich einer Kombination aus dem Glück, dass meine Erstveröffentlichung sofort sehr guten Absatz fand, und auch der investierten Leidenschaft.

Was ist die Labelphilosophie?

Grundidee ist es, hochwertige „unheimlich-emotionale Musik“ ästhetisch zu veröffentlichen.

Wir möchten mit schönen Produkten, ausgewählt nach unserem guten Geschmack, unsere Kunden musikalisch verzaubern. Wir möchten mit Künstlern, denen unser Herz gehört, zusammenarbeiten und mit ihnen in langfristiger Kooperation zeitlose Musik herausbringen.

Durch breite Vermarktung, weltweiten Vertrieb und unsere Struktur von wenigen, aber sehr kompetenten, motivierten und leistungsfähigen Mitarbeitern, die Musik lieben, bieten wir Künstlern eine Struktur, die sich in der Schnittmenge zwischen kleinen Undergroundfirmen und den großen Major Labels befindet. Dadurch können wir mindestens genauso professionell wie „die Großen“ arbeiten und weltweit große Stückzahlen verkaufen.

Dennoch verzichten wir nicht auf typische Underground-Veröffentlichungen, künstlerisch anspruchsvolle, „kommerziell kleinere“, obskure Tonträger oder langfristige Aufbauthemen, die uns einfach am Herzen liegen, was vielen größeren Firmen auf Grund der hohen Verwaltungs- und Personalkosten nicht möglich ist. Zusätzlich behalten wir so einen direkten und herzlichen Draht zu unseren Künstlern.

Es war von Beginn an unsere Labelphilosophie, sich nicht auf ein bestimmtes Subgenre zu fixieren. Vielmehr findet man bei uns ein breitgefächertes Spektrum, das von düsterem Metal über Folk und Gothic bis hin zum progressivem oder Independent Rock reicht. Letztlich sind jedoch all diese Veröffentlichungen als aus dem Hause Prophecy entstammend erkennbar; eine Tatsache, die uns zweifelsohne mit Stolz erfüllt und dazu geführt hat, dass Prophecy heute als weltweite Marke einen hohen Rang hat.

Könntest Du uns bitte die bekanntesten Bands unter Vertrag nennen?

EMPYRIUM, DORNENREICH und THE VISION BLEAK dürften wohl die bekanntesten sein.

Und welchen Künstler würde Prophecy gern unter Vertrag nehmen, sprich: was wäre Euer Traum-Signing und warum?

„Traum-Signings“ zu benennen ist natürlich immer eine schwierige Sache, da die Musik zwar letztendlich der entscheidende Aspekt ist, wir jedoch natürlich auch gut mit den entsprechenden Musikern zusammenarbeiten können müssen, was eine gewisse menschlich-persönliche Komponente voraussetzt. Gerade auch, weil wir momentan an dem ein oder anderem Traum arbeiten, möchte ich laufende Bemühungen nicht durch konkrete Namensnennungen gefährenden.

Nach welchen Kriterien werden überhaupt die Bands aufgenommen?

Es gibt kein festes Kriterium, außer dass uns die Musik durch dieses schwer in Worte zu fassende „Etwas“ außergewöhnlich bewegt und begeistert. Das kann wiederum ganz unterschiedlich ablaufen: manchmal berührt uns eine schlichte Melodie so tief, dass sie einem einfach die Tränen in die Augen treibt; andere Musik verstärkt Deine Vorstellungskraft und lässt z.B. durch eine nostalgische Atmosphäre bestimmte Bilder vor Deinem inneren Auge entstehen; ganz andere Musik reißt Dich einfach mit, füllt Dich aus und gibt Dir Kraft. Hätten wir feste Kriterien für unsere Suche, dann würden wir sicher Gefahr laufen, zu einem Ramschladen mit vorhersehbaren Produkten von der Stange zu verkommen. Da lassen wir uns doch selbst lieber immer wieder überraschen!

Wie ist Dein Verhältnis zu den Prophecy-Musikern?

Bei einer Vielzahl von Menschen liegt es in der Natur der Sache, dass es ganz verschiedene Verhältnisse gibt. Wir haben es mit ganz normal verrückten Menschen zu tun, die trotz und wegen ihres Musikerlebens auf die eine oder andere Weise mehr oder weniger gewöhnliche Wesenszüge haben, die wir auch bei anderen Menschen schätzen oder auch mal seltsam finden. Grundsätzlich lassen wir uns gerne von der Kreativität und Begeisterungsfähigkeit anstecken, aber im Grunde genommen befruchten wir uns da wohl häufig gegenseitig. Und es ist in etlichen Fällen schön zu erleben, dass sich ein geschäftliches und ein freundschaftliches Verhältnis nicht ausschließen. Wir haben einfach mit zu vielen Menschen zu tun, um da jetzt besondere Verhältnisse heraus zu heben.

Was würdest Du zu Prophecys Meilensteinen zählen? Welche Alben bzw. welche Begebenheiten in der Labelgeschichte markieren solch einen Meilenstein?

Eigentlich stellt jedes Prophecy Album für mich einen kleinen Meilenstein dar. Zu den wichtigsten Begebenheiten zählt auf jeden Fall die Entscheidung von 1996, den Vertrag mit EMPYRIUM zu verlängern und damit Prophecy langfristig als Label zu betreiben. Zudem wurde 1998 die Kooperation mit Markus Stock und seinem Klangschmiede Studio E beschlossen. Wir hatten vorher viel Ärger mit schlechten Studios und Tonmeistern, durch Markus konnten wir eine feste Größe in Sachen Qualität und Verständnis unserer Musik-Produktionen gewinnen.

Lupus Lounge, Auerbach Tonträger und Ember Music – worin unterscheiden sich die Sublabels voneinander und warum überhaupt diese Aufteilung?

Die Label dienen in erster Linie als Orientierungshilfe für Kunden, denen die Bandbreite des Hauses Prophecy den Überblick erschwert und die sich z.B. für Künstler aus dem Black Metal Milieu (Lupus Lounge) oder dem ohnehin schon weiten Folk-Umfeld (Auerbach) interessieren, nicht aber unbedingt für – im weitesten Sinne – eher „rockige“ Bands, die auf Prophecy beheimatet sind. Darüber hinaus freut sich auch in weiten Teilen die Musikindustrie über solche Label, die eine einfachere Kategorisierung erlauben, sei es nun die Presse, die gezielter an uns heran treten kann, der Vertrieb, der seine Kunden konzentrierter bedienen kann oder auch der gute, alte Plattenhändler, dem die Einordnung eines Titels leichter fällt. Es sind also konkret praktische Gründe, die uns diese Unterteilung vornehmen ließen. Das heißt nicht, dass wir selbst Freunde der Kategorisierung von Musik sind – eher im Gegenteil!

Ember Music lässt auf sich warten…was erwartet uns mit diesem Sublabel?

Tja, ursprüngliche Pläne haben sich im Laufe der Zeit geändert, und um ganz ehrlich zu sein, steht die Zukunft von Ember Music in den Sternen (mal davon abgesehen, dass es eh noch nie eine ‚richtige‘ Gegenwart hatte…). Momentan jedenfalls können wir mit Prophecy und unseren anderen beiden Sublabels unseren stilistischen Rahmen adäquat abdecken.

Wie viele Angestellte zählt das Label? Könntest Du uns bitte in ein paar Worten den Firmenaufbau erklären?

Im Büro arbeiten zur Zeit neben mir eine weitere Vollzeit- und eine Teilzeitkraft sowie ein Auszubildender. Zudem haben wir noch einige freie Mitarbeiter, die uns auf verschiedene Weisen zuarbeiten. Vor diesem Hintergrund den Firmenaufbau zu erklären, würde den Rahmen sprengen, da man dafür wohl erst noch einen Exkurs über Aufgabenbereiche in der Musikindustrie machen müsste. Jedenfalls haben alle Mitarbeiter weiträumige Verantwortungsbereiche, die komplexer sind als bei manch größerem Unternehmen, wo jeder Angestellte ein klar umrissenes Arbeitsfeld hat.

Welche Jobangebote gibt es und nach welchen Voraussetzungen wird man ins Team aufgenommen?

Direkte Jobangebote gibt es bei uns eigentlich nicht, d.h. wir sind nicht aktiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Interessanterweise haben alle meine festen Mitarbeiter mit einem Praktikum bei Prophecy angefangen, ohne die konkrete Absicht zu haben, auch hier zu bleiben. Zwar waren sie im Vorfeld schon meist mit dem Labelprofil Prophecys vertraut, aber wie gut man mit jemandem zusammenarbeiten kann, zeigt sich immer erst in der Praxis.

Was alle Mitarbeiter eint, ist dass wir uns nicht nur beruflich, sondern auch privat sehr gut miteinander verstehen, dass sie eine ausgeprägte Liebe zur Musik haben und darüber hinaus hochmotiviert sind.

Herrscht bei Prophecy stilistische Offenheit? Falls nein, warum und wo liegen die Grenzen?

Wir sind stilistisch offen, das aber wiederum nicht in jeglicher Hinsicht. Zugegeben: wir können Erbsenzähler sein, die noch in der besten Suppe ein Haar finden. Allerdings ist das meines Erachtens nach auch unser Vorteil: wir geben uns nicht mit halbgaren Produkten zufrieden und scheuen uns nicht, uns gegenseitig zu kritisieren oder Konflikte mit Musikern auszutragen, wenn wir sowohl aus Erfahrung als auch schlicht und einfach aus Liebe zur Musik wissen, dass mehr möglich ist als das bisher Erreichte. Grenzen setzen wir uns absichtlich keine und wirklich jede Demo-CD, die hier eintrifft, wird auch angehört. Warum? Schon allein, weil es so für uns selbst spannend bleibt! Schau Dir das Programm anderer Labels an und dann das unsere – unheimlich emotionale Musik verträgt sich nicht mit Grenzen, sondern nur mit Abenteuerlust, Leidenschaft und eben dem Willen, eigene und etablierte Grenzen zu überwinden!

Was zählst Du zu den größten bisherigen Erfolgen?

Das kommerziell erfolgreichste Album war „Songs Of Moors & Misty Fields“ von EMPYRIUM. Als größter Erfolg ist jedoch die Tatsache anzusehen, dass es uns stets gelungen ist, die Veröffentlichungsqualität über einen solch langen Zeitraum auf konstant hohem Niveau zu halten. Unsere Künstler sind alle mit Herz ausgewählt und wir mussten nie irgendwelche kommerziellen Kompromisse bei der Auswahl eingehen. Prophecy ist wirtschaftlich unabhängig und komplett eigenfinanziert, wir müssen nichts veröffentlichen, um Banken oder andere Dritte zufrieden zu stellen.

Wie sieht Dein Alltag im Geschäft aus?

Ach, wer will schon über Geschäftsalltag reden… 😉 Der ist ziemlich unspektakulär und hat nichts mit glamourösem und dekadentem Rumhängen mit Musikern zu tun. Aber eigentlich kann ich diese Frage auch gar nicht adäquat beantworten, da es einen Alltag mit sich ständig wiederholenden Arbeitsmustern gar nicht gibt. Mal arbeitet man den halben Tag an Künstlerabrechnungen, mal werden über Stunden Marketingmaßnahmen für kommende Veröffentlichungen durchgesprochen, und manchmal habe auch ich als Chef meine Freude daran, einfach Hunderte von Promo-CDs für unsere Medienpartner einzutüten.

Unterm Strich ist so ziemlich das Einzige, was sich jeden Tag wiederholt, das massenhafte Lesen und Beantworten von E-Mails und Telefonieren.

Erzähl uns bitte kurz über die Zusammenarbeit mit den weltweiten Vertriebspartnern.

Das ist sogar noch unspektakulärer als unser Büroalltag… 😉 Da wir unsere Veröffentlichungen weltweit promoten und bewerben, möchten wir natürlich auch, dass sie für Fans rund um den Erdball erhältlich sind. Unsere Vertriebe kennen sich bestens in ihren Territorien aus und sorgen dafür, dass ein Fan die Alben unserer Bands in seiner Stadt käuflich erwerben kann, ohne dass er sie bei uns in Deutschland mit hohen Portokosten bestellen muss.

Dieses Jahr wird Prophecy 10 Jahre alt. Können wir mit etwas Besonderem zu diesem Anlass rechnen?

Auf jeden Fall, ein solchen Jubiläum muss ja schließlich gefeiert werden! Zum einen werden wir am 21. Oktober bei uns in Zeltingen-Rachtig ein Prophecy-Festival veranstalten, für das bis jetzt bereits DORNENREICH (erstes Konzert seit ca. fünf Jahren) und THE VISION BLEAK in großer Besetzung (mit Streichern und klassischen Sängern) zugesagt haben. Weiterhin sind zum jetzigen Zeitpunkt SECRETS OF THE MOON, DARK SUNS und KLIMT1918 bestätigt. Dazu wird es noch 1-3 weitere eher ruhige Bands aus unserem Repertoire zu sehen geben, die das Nachmittagsprogramm noch abrunden werden.

Veröffentlichungsmäßig werden die letzten Monate des Jahres auch noch hochinteressant werden, da drei unserer beliebtesten Bands (u.a. DORNENREICH) schon neue Platten zugesagt haben. Aber darüber mehr, wenn die Zeit reif ist…

Wie sehen die Zukunftspläne im Generellen aus?

Wir planen nicht so viel konkretes für die Zukunft… Solange wir weiterhin mit angenehmer Regelmäßigkeit neue Alben von Künstlern veröffentlichen können, deren Musik uns am Herzen liegt, sind wir eigentlich (fast) wunschlos glücklich. Ein rein wirtschaftliches Ziel wäre vielleicht noch, unsere Marktpräsenz im nicht-deutschsprachigen Ausland zu verbessern, aber das dürfte für die Leser von Metal.de von nicht allzu großem Interesse sein…

Wie ist Deine Meinung über Webzines?

Heutzutage ist man wohl gerade als kleines „Szene-Label“ genauso auf Webzines angewiesen wie man es vor zehn Jahren auf Print-Fanzines war. Natürlich kann man bei Online-Magazinen nur schwer ihre tatsächlich Reichweite und „Wichtigkeit“ ermitteln, aber ich schätze, dass es heute einfach zu einem „runden“ Promopaket dazugehört, auch Webzines zu bemustern.

Was sind Deine persönlichen Musikfaves? Und welche Prophecy Bands hörst Du selber am liebsten?
Ehrlich gesagt höre ich im Moment außer unseren eigenen Veröffentlichungen sehr wenig Musik; meine Prophecy Lieblinge sind momentan Alben von KLIMT 1918 und TENHI.

Martin, ich danke Dir für Deine Zeit und alle Antworten. Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, viele tolle Verträge und viele Kunden! Willst Du noch etwas hinzufügen?

Vielen Dank, Karolina, für Deine Unterstützung und Dein Interesse an Prophecy Productions!


2) Prophecy Productions gesehen mit den Augen eines Mitarbeiters – Stefan Belda

Stefan, Wie bist Du zu Prophecy gekommen?

Ich bin ganz klassisch in die Prophecy-Welt reingewachsen… Angefangen vom EMP-Kauf von EMPYRIUMS „A Wintersunset…“ über Stammkundschaft im Prophecy-Mailorder, Abonnement, Praktikum, diverse kleinere Jobs und Verantwortungsbereiche neben der Uni bin schließlich zur Festanstellung. Immer einen Schritt weiter…

Worin besteht Deine Arbeit und wie sieht Dein „Prophecy-Alltag“ aus?

Wie Martin auch schon geschrieben hat, gibt es im Grunde genommen keinen routinierten Alltag bei Prophecy. Aber ich denke, für die Medienbranche ist das auch ganz üblich.

Meine regelmäßige Hauptaufgabe besteht im Kontakthalten zu nationalen und internationalen Kioskmagazinen. D.h. konkret, dass ich dafür sorge, dass unsere Bands in den „wichtigen“ Magazinen die bestmögliche redaktionelle Abdeckung haben, schalte Anzeigen und kümmere mich um die allgemeine Korrespondenz. Darüber hinaus betreue ich intern einen Teil unserer Bands (konkret ANTIMATTER, AUTUMNBLAZE, DARK SUNS, ELENE, KLIMT1918 und VÄLI), deren Veröffentlichungen ich plane und deren sonstige Aktivitäten ich überwache.

Erzähl uns bitte in ein paar Worten etwas zum Prophecy Team, der Zusammenarbeit und der Arbeitsatmosphäre.

In dieser Hinsicht ist alles wunderbar und könnte besser kaum sein… Im Büro sitzen vier Leute, die nicht nur in derselben Firma arbeiten, sondern auch darüber hinaus ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben. Die Firmenhierarchie ist zudem angenehm unausgeprägt. Klar, die Entscheidungskompetenzen sind recht klar verteilt, aber bei uns kann auch mal der Praktikant dem Geschäftsführer die Meinung sagen, ohne dass sich das in irgendeiner Weise negativ auswirkt. Durch diese allgemein sehr offene und direkte Kommunikation gestaltet sich unsere Zusammenarbeit generell sehr fruchtbar und konstruktiv.

Fallen Dir irgendwelche besonderen beruflichen Tiefen und/oder Höhen aus dem Prophecy-Geschäft ein?

Ehrlich gesagt: nein. Die „besonderen Höhen und Tiefen“ überlassen wir gerne der Börse.

Dann vielleicht irgendwelche witzigen Geschehnisse?

Ich persönlich halte ja so ziemlich jeden meiner eigenen Witze dafür, aber das sehen die lieben Kollegen wohl anders. Die meisten Momente, in denen die gesamte Belegschaft herzlich lacht, ergeben sich meist aus Situationskomik und Insiderspäßen, die man in diesem Kontext hier unmöglich adäquat rüberbringen kann.

Was sind die Hauptmedienpartner, mit denen Du zu tun hast? Und wie sieht die Zusammenarbeit mit ihnen aus?

Wie schon gesagt, ich arbeite mit den größeren Kioskmagazinen zusammen. Den Metal.de-Lesern dürften da wohl in erster Linie deutsche Magazine wie Metal Hammer, Rock Hard, Orkus, Sonic Seducer und Legacy bekannt sein. Wie die Zusammenarbeit aussieht, habe ich ja schon vorhin umrissen. Eine Routine, die man sich antrainieren kann, gibt es dabei letztendlich aber auch nicht.

Wenn Du das Label von der kritischen Seite betrachten müsstest… was würde Dir an dieser Stelle einfallen?

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist eigentlich nahezu optimal. Manchmal wünschte ich mir, die Arbeit mit manchen Medienpartnern, Musikern und sonstigen Industriekontakten würde genauso reibungslos verlaufen, aber darauf hat man ja leider keinen Einfluss…

Was sind Deine persönlichen Musikfaves?

Neben vielen Prophecy-Bands haben mich in den letzten Jahren – ohne bestimmte Reihenfolge – am meisten THE SMITHS, DREDG, DAMIEN RICE, DEATHSPELL OMEGA, WATAIN und THE DIVINE COMEDY begeistert.

Und was wäre Dein Tipp, wenn Du Dich für einen Künstler/ein Album aus dem Prophecy-Haus entscheiden müsstest?

Freilich unmöglich zu beantworten… Wenn es in den letzten zehn Jahren nur eine Band – oder gar nur ein Album! – von Prophecy gegeben hätte, die mich wirklich berührt hätte, säße ich heute bestimmt nicht hier. Aber um Farbe zu bekennen, nenne ich jetzt einfach mal EMPYRIUM und deren „Songs Of Moors & Misty Fields“-Album. Mit Assoziationen und Erinnerungen zu diesem Album könnte ich Seiten füllen…

Danke Dir für alle Infos! Wünsche Dir noch viele schöne Momente und viel Erfolg bei Prophecy! Deine letzten Worte an unsere Leser?

Da nicht für… 😉 „Letzte Worte“, die jetzt nicht albern oder erzwungen witzig klingen, hab ich leider keine.


3) Prophecy Productions gesehen mit den Augen eines Prophecy-Musikers:

Maik Knappe (DARK SUNS), Uwe Nolte (ORPLID, BARDITUS), Markus B. (AUTUMNBLAZE, PARAGON OF BEAUTY)

Wie bist Du zu Prophecy gekommen und warum hast Du Dich für genau dieses Label entschieden?

Markus: Mit den THE VISION BLEAK Jungs verstehe ich mich ausgezeichnet, vor allem mit Markus Stock, mit dem ich ja über mehrere Jahre zusammengearbeitet habe und den ich als Musiker und Mensch sehr schätze. Leider sehen wir uns nicht mehr so oft, was ich persönlich bedauerlich finde.

Mit THE THIRD AND THE MORTAL, EWIGHEIM und ANTIMATTER sind wir ja getourt und auch deren Mitglieder sind mir allesamt positiv in Erinnerung. DARK SUNS und KLIMT 1918 haben wir erst kürzlich kennen gelernt, scheinen jedoch auch nette Jungs zu sein. Alles in allem würde ich sagen, dass Prophecy Künstler keine Arschlöcher sind. 😉

Uwe: Ich kenne kaum jemanden der anderen Interpreten aus dem Hause Prophecy. Wenn, dann waren es bestenfalls flüchtige Begegnungen, die keine tiefergehenden persönlichen Einblicke zuließen. Meistenteils nähere ich mich anderen Menschen ohnehin nur über eine Zusammenarbeit, bzw. lerne sie kennen. Ein kurzes Bla, bla – Gespräch hat nichts zu sagen und Aussagen frei nach dem Motto: „Der ist doch ganz nett!“ sind in meinen Augen bestenfalls eine Beleidigung.

Was sind die größten Vor- und Nachteile des Labels aus Deiner Sicht?

Maik: Mit dem bisherigen Wissen ist es ehrlich gesagt schwer, Nachteile zu finden. Die Vorteile hab ich ja schon erwähnt: Bandauswahl, Überschaubarkeit, Kommunikation, Gemeinsame Planung/Zusammenarbeit. Einziger Nachteil vielleicht: Willst du eine Antwortmail von Martin, musst du deine Frage klar hervorheben! 🙂

Markus: Ich empfinde die persönliche Betreuung als größten Vorteil. Da kann man auch mal Kritik üben und sie kommt wenigstens beim Chef an und bleibt nicht bei irgendeinem A&R hängen.

Uwe: Es handelt sich bei Prophecy um einen unpolitischen, künstlerisch offenen, geschäftlich engagierten Verlag, der mir aber leider noch nicht ermöglichte die finanzielle Basis für einen lebenslangen Tauchurlaub in der Südsee zu schaffen. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten!

Hörst Du selber andere Pophecy-Bands? Falls ja, welche?

Maik: Ich mag die Sachen von ANTIMATTER und GREEN CARNATION sehr (auch wenn ich grad gar nicht mehr sicher bin, ob die Norweger noch dabei sind), TENHI ist eine sehr geile Band, sehr sehr stimmungsvoll, was die Finnen machen und ich freue mich aufs neue Album! Über IN THE WOODS brauch‘ ich keine Worte verlieren, aber die sind ja leider nicht mehr tätig als Band, ich hab aber mal vom Karmakosmik-Label ein paar Sachen gehört, was mir auch gefallen hat.

Markus: ANTIMATTER finde ich überragend.

Uwe: Ich mag nach wie vor das EMPYRIUM-Album „Where at night the wood grouse plays“ sehr gerne. Ansonsten beschäftige ich mich kaum mit Musik, zumal bei mir vor ca. einem Jahr der Blitz einschlug und sämtliche elektronischen Geräte lahm legte. Seither bin ich sozusagen musikentwöhnt.

Ich danke Euch für Eure Antworten und wünsche weiterhin eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Label!

Maik: Bitte schön und danke!

Markus: So soll es sein.


4) Prophecy gesehen mit den Augen eines Medienpartners

Marcel Tilger (Legacy), Sebastian Schult (Vampster.com), Klaus Reckert (Gaesteliste.de, Popfrontal.de, Progressive-Newsletter.de, noisyNeighbours.de), Aldo Mancusi (Metal Shock)

Was hältst Du von Prophecy Productions?

Marcel: In habe besonders die Zeit, als Prophecy noch ganz am Anfang standen, in guter Erinnerung. Sie deckt sich beinahe mit den ersten selbst unternommenen Versuchen, ein Fanzine herauszugeben. Mittlerweile hat sich in Zeltingen-Rachtig freilich einiges getan: Diejenigen, die zu Beginn Mailorder- und Promotionsabteilung betreuten, sind inzwischen flügge geworden, haben sich eigene Standbeine geschaffen, gar die Seiten gewechselt. Die generelle Haltung des Unternehmens ist indes weitestgehend unverändert geblieben – trotz des Download-Booms, der damit einhergehenden allgemeinen Rezession bei Plattenverkäufen, der in der Öffentlichkeit schwer zu verankernden außerordentlichen Bedeutung von Kunst und Kultur. Nach wie vor nehmen sich Prophecy in diesen Zeiten heraus, eigenwillige Musik zu verlegen, mit Magazinen zu kooperieren, deren Auflagenzahlen nicht einmal an die Tausendermarke grenzen, die aber um einen wahrhaftigen Zugang zur Kunst bemüht sind. Manchmal schon musste man sich verduzt die Äuglein reiben, welche wagemutigen Projekte da von Prophecy gefördert und befürwortet wurden.

Bei diesen verlegerischen Eskapaden immer auch den Sinn für das Geschäftliche zu bewahren, ist eine besondere Stärke Martin Kollers. Man darf nämlich nicht verklären: Bei Prophecy handelt es sich um ein Unternehmnen und um keine autonome Künstler-Community. Oberflächlich betrachtet mag das zwar mit dem Bild kontrastieren, das Prophecy in der Öffentlichkeit durch ihren Slogan „eerie-emotional music“ zu forcieren suchen, aber das Label arbeitet sehr bodenständig, sehr realitätsnah. In der Tat sorgt diese mitunter herrlich gelassene, bedachte Politik, die Martin Koller jetzt seit immerhin schon 1996 betreibt, dafür, dass Prophecy seit ehedem die Möglichkeit haben, Kunst zu veröffentlichen, die ich nicht immer wertschätzen muss, die aber sicher immer eine Richtung hat, eine Meinung vertritt, ästhetisch oft aus dem Rahmen fällt. Martin Kollers Gelassenheit wird manchen Künstler in den Wahnsinn getrieben haben; von anderen weiß ich ganz sicher, dass es genau das ist, was ihnen an Prophecy am Herzen liegt. Denn er baut denjenigen, die bei Prophecy zu unterzeichnen sich anschicken, keine Luftschlösser, stellt ihnen vielmehr die heutige Marktsituation genau dar, versucht dann aber, in diesem Rahmen das Bestmögliche zu leisten, ein hochwertiges, angemessen gestaltetes Produkt herauszubringen, zu vertreiben und zu vermarkten. Die Unterstützung, die vielen Künstlern so zuteil wird, geht durchaus weit darüber hinaus, was Usus ist.

Vermutlich lässt das sich darauf zurückführen, dass Martin Koller keinesfalls etwa zeichnen würde, das schnellen finanziellen Profit verspricht, das ansonsten jedoch nicht seinem persönlichen Geschmack entspräche, dessen künstlerische Stoßrichtung er nicht zumindest für konsequent hielte. An der engen Bindung zu einem künstlerischen Chamäleon wie Schwadorf kann darüber hinaus abgelesen werden, dass es ihm auch darum geht – der Begriff sei trotz des noch jungen Alters gestattet -, ein Lebenswerk zu verlegen, egal, welche Schwankungen, Wandlungen es vollführen mag. Prophecys Handeln und Denken ist also – um es noch einmal klar herauszustellen – auf Bestand, auf Dauer angelegt; Prophecys Perspektive ist somit eine, die auf langfristige Zusammenarbeit, langfristige Entwicklung, langfristige künstlerische Qualität baut.

Ich erinnere noch sehr gut, dass Martin Koller einst sagte, er sei bemüht darum, niemals ein Interview mit einem Künstler, der bei ihm unter Vertrag steht, lesen zu müssen, und ob dessen Aussagen das Gefühl zu haben, vor Scham am liebsten im Boden versinken zu wollen. Sicher, man könnte das als elitär auslegen und ich wage nicht zu mutmaßen, ob es das ein oder andere Mal nicht doch dazu gekommen ist … Es bleibt jedoch eine lobenswerte Maxime, die den Künstler als Ganzes sieht, dessen Ansicht nicht immer vertreten können muss, dessen Perspektive aber, wenn sie schon erwähnt, reflektiert, geäußert wird, dezidiert begründet wissen will. Eine ausschließliche Orientierung an kommerziellen Interessen schließt das aus.

Sebastian: Das Label besitzt definitiv ein sehr ausgeprägtes Profil, soll heißen, dass man zum einen von Anfang an eine recht genaue Vorstellung von der Musikrichtung einer Neuveröffentlichung hat und zum anderen von einem gewissen Qualitätsniveau ausgehen kann, das dann meistens auch gehalten wird.

Klaus: Entschieden ein Premium-Partner & ein Lichtblick im teilweise trüben Label- und Agenturenmeer.

Aldo: Prophecy Productions gehört heutzutage zu den interessantesten und wichtigsten Indie Labels in Europa. Ich arbeite häufig mit verschiedenen Labels, aber die Professionalität und Qualität von Prophecy sind wirklich selten!

Was unterscheidet das Label von anderen, mit deren Material Euer Magazin bemustert wird?

Marcel: Es sind, wie vorher schon angeklungen sein sollte, vor allem die Menschen, ihre Einstellung zur Musik, zur eigenen Arbeit, die Prophecy von vielen anderen Firmen unterscheidet und abhebt.

Dass Martin Kollers Musikgeschmack, der für das Programm Prophecys in gewisser Weise entscheidend ist, mit meinem viele Berührungspunkte aufweist, trägt sicher dazu bei, dass mir einige der Veröffentlichungen aus Zeltingen-Rachtig eine schlichtweg diebische Freude bereiten! Ich meine einmal gelesen zu haben, wie ein Journalist Prophecy mit einer alten Truhe verglichen hat, die in der hintersten Ecke des Dachbodens ungeheure Schätze birgt, den dort umherstreifenden Kinder wunderbare Stunden bereitet, falls ihre Fantasie sich auf die vielen skurrilen Schrulligkeiten, die in diesem alten Kasten sich verstecken, einlassen kann.

Im Hinblick auf Prophecy trägt dieser Vergleich ziemlich weit, indem er andeutet, dass dort Kunst veröffentlicht wird, die manchmal aus der Zeit fällt, manchmal kurios, manchmal gewagt anmutet. Das Programm erscheint dadurch indes sehr mannigfaltig und bunt, gleichzeitig aber auch homogen und organisch.

Sebastian: Mein persönlicher Eindruck ist der, dass unsere journalistische Arbeit fast schon mit Argusaugen beobachtet wird. Prophecy ist das einzige mir bekannte
Label, von dem persönliche Reaktionen auf veröffentlichte CD-Kritiken kommen. Während andere Promoter oft schlicht froh sind, dass sie ein Häkchen
auf ihrer Liste machen können, kann es schon vorkommen, dass man als Reaktion auf ein Review eine Mail mit Fragen oder – stets freundlich formulierter und sachlich gehaltener – Kritik erhält. Das empfinde ich als durchaus angenehm, weil man so in einen fruchtbaren Dialog gerät und gelegentlich auch Missverständnisse aufklären kann.

Klaus: Die Ansprechpartner beim Label sind und handeln wie Profis (Kompetenz, Verbindlichkeit und Reaktionsschnelle von Auskünften) und außerdem total nette „Musikverrückte“.

Aldo: Der erste und wichtigste Unterschied zu der Konkurrenz ist die Produktionsqualität. Jede Veröffentlichung von Prophecy ist etwas Besonderes. Zum Beispiel habe ich diesen Monat folgendes zugeschickt bekommen: GAE BOLG, ANTIMATTER und THE VISION BLEAK. Drei verschiedene Alben, drei sehr gute Veröffentlichungen. Das ist das Geheimnis des Labels – weniger, aber dafür sehr coole Veröffentlichungen.

Wo liegen in Deinen Augen die Vor- und Nachteile des Labels?

Sebastian: Das kommt auf die Perspektive an. Musiker, die Wert legen auf angemessenen

Umgang mit ihren künstlerischen Taten, finden bei Prophecy allem Anschein nach eine passende Heimstatt für ihre Veröffentlichungen, auch wenn andere Labels sicher größere Sprünge machen können. Als Musikjournalist freue ich mich immer wieder, dass Prophecy unbekannte Juwelen wie TENHI ans Tageslicht
befördert, außerdem ist insgesamt das Level der Veröffentlichungen überdurchschnittlich, auch wenn einiges, wie z.B. AUTUMNBLAZE, immer wieder Geschmackssache bleibt. Durch den Qualitäts-TÜV kann man aber nahezu alle Releases des Labels ohne große Bedenken schicken.

Klaus:

Positiv:
– Klar erkennbarer und nachvollziehbarer Fokus auf handwerklich brillant gemachte, aber fast immer „düster“ bis zumindest melancholische Musik.

– Buchprojekte wie „Lords Of Chaos“ sind wohl einzigartig in der deutschen Landschaft.

– Ganz ausgezeichnete Waschzettel als Beigabe zu den Promos.

Negativ:
– Vermag ich Nichts zu entdecken. Mit dem gewählten Fokus werden die Propheten wohl nie steinreich und ein arrogantes „Major“ Label werden – jottlob. Long May You Run…

Aldo: Das ist eine sehr interessante und schwierige Frage. Also ich sag mal so: ich mag

THE VISION BLEAK, DARK SUNS, EWIGHEIM, AUTUMBLAZE, ELEND, KLIMT 1918 und… aber von BLAZING ETERNITY und TENHI bin ich nicht so überzeugt…

Könntest Du uns noch Deine Prophecy-Tipps verraten?

Marcel: Ohne andere Gruppen, die über Prophecy ebenfalls schöne Musik vorgelegt haben, ausschließen zu wollen, hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Musik gegeben, die mich besonders überraschte, bewegte, forderte. Von den jüngsten Veröffentlichungen sind ganz sicher SECRETS OF THE MOON und ihr in jeder Hinsicht atemberaubendes „Carved In Stigmata Wounds“ zu nennen; sie führen alle Stränge des Black Metal zusammen, sind Ikonoklasten, Avantgardisten, besessene Musiker und sorgen damit für Feuer und Fortschritt in einem Genre, das mancher für erkaltet hielt. Aber ebenso muss man NOEKK, ANTIMATTER, SUN OF THE SLEEPLESS oder NACHTMAHR herausstellen. Überrascht haben mich einerseits BLAZING ETERNITY und auf der anderen Seite EWIGHEIM mit dem faszinierenden „Heimwege“-Album, das immer noch missverstanden wird, nach „Mord nicht ohne Grund“ nicht weniger als ein Quantensprung war. TENHIs „Väre“ sowie EMPYRIUMs „Where At Night The Wood Grouse Plays“ und natürlich „Weiland“ sind inzwischen Klassiker; IN THE WOODS… stimmten mit „Three Times Seven On A Pilgrimage“ ihren herrlichen Schwanengesang genau auf dem richtigen Label an; über das Ableben von Nox Morits entrüsteten sich nach der wunderbaren „7 Lies“-Platte zu wenige Menschen. Ein Werk jedoch, das alleine auf weiter Flur steht, quasi erratisch hervorragt, ist DORNENREICHs „Her von welken Nächten“, das selbst nach ungezählten Begegnungen noch eine beklommen machende Intensität hat, ewig jung, unverwüstlich erscheint.

Sebastian: Meine aktuellen persönlichen Favoriten im Labelprogramm sind ANTIMATTER, aber auch „Light of Day, Day of Darkness“ von GREEN CARNATION und „Songs of Moors and Misty Fields“ von EMPYRIUM sind grandios. Außerdem sind die Akustiktouren einiger Acts bislang jedes Mal extrem lohnenswert gewesen.

Klaus: Strunzsubjektive Auswahl: Danke dem Label auf Knien, dass ich durch sie die gottvollen ANTIMATTER kennengelernt habe. Aber auch so wunderbare Exoten wie die Fado-Künstler „DWELLING“ kamen über den Prophecy(Vertriebs)-Kanal…

Aldo: Meine allerliebste Prophecy Band ist THE VISION BLEAK!!! Das Debütalbum der Band ist eine der interessantesten Veröffentlichungen des Millenniums und das neue Album ist noch besser als das Debüt! Oh, THE VISION BLEAK sind so cool! Damals war IRON MAIDEN meine Lieblingsband heute sind es THE VISION BLEAK!

Und noch ein paar Insidertipps:

Auch unsere Leser haben ihre Tipps abgegeben, indem sie bei der Umfrage: „Welchen Prophecy-Künstler würdest Du weiter empfehlen?“ mitgemacht haben.

Und hier gibt es die Ergebnisse.

Die Geheimfavoriten unserer Redaktion lauten: DORNENREICH, EMPYRIUM, THE VISION und EWIGHEIM.

Und ich? Ich empfehle DARK SUNS und ANTIMATTER weiter…

25.07.2006

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