Queens Of The Stone Age

Band

Queens of the Stone Age ist eine 1996 von Josh Homme gegründete Band aus Palm Desert, Kalifornien, die sich grob der Alternative-Rock- bzw. der Stoner-Rock-Szene zurechnen lässt. Einziges ständiges Bandmitglied ist Josh Homme.

Geschichte

Anfänge und Queens of the Stone Age (1996–1999)

Nachdem sich Josh Homme ehemalige Band Kyuss 1995 nach internen Streitigkeiten aufgelöst hatte, spielte er als Aushilfsmusiker bei einigen befreundeten Bands (Screaming Trees, Earthlings? und Soundgarden), merkte aber bald, dass er nur mit einer neuen eigenen Band wieder glücklich werden könne. Daher gründete er 1996 mit dem Screaming Trees-Mitglied Van Conner und Session-Schlagzeuger Victor Indrizzo die Band Gamma Ray. Da es aber bereits eine Band dieses Namens in Deutschland gab, benannten sie sich in Queens of the Stone Age um. Der Name kam von Chris Goss (Masters of Reality, Freund und Produzent der Band), der meinte „god, you sound like the queens of the stone age“. Das gefiel den Bandmitgliedern so gut, dass sie bei diesem Namen blieben. Als Bassist fungierte Nick Oliveri, der wie Homme bei Kyuss gespielt hatte.

Die ersten Lieder, die sie zusammen spielten, waren noch Überreste der letzten Kyuss-Sessions. Beim Versuch, sich musikalisch von Kyuss abzugrenzen, setzten die Musiker verstärkt auf zähen Rock, kompliziertere Gitarrenriffs und minimalistisches Schlagzeugspiel. Josh Homme bezeichnete den Stil später aufgrund des einfachen Schlagzeugs als „Robot-Rock“, Nick Oliveri aufgrund der teilweise psychedelischen Riffs als „Kokain-Pop“.

1998 erschien das selbstbetitelte, auf 3000 Kopien beschränkte Debütalbum, auf dem Homme Gitarre und Bass alleine einspielte, da Oliveri gerade mit seinem Nebenprojekt Mondo Generator beschäftigt war. Das Album wurde von Presse und Fans begeistert aufgenommen, was den Queens of the Stone Age eine zweijährige Tournee rund um die Welt ermöglichte.

Rated R und Songs for the Deaf (2000–2004)

Im Jahre 2000 erschien das zweite Album Rated R mit der äußerst erfolgreichen Single Feel Good Hit of the Summer (in Kooperation mit Rob Halford von Judas Priest), deren Text ausschließlich aus einer Aufzählung von Drogen besteht.

Noch 2001 begann die Band, verstärkt durch Mark Lanegan am Mikrofon, ihr nächstes Album Songs for the Deaf einzuspielen, welches 2002, inzwischen mit Dave Grohl (Foo Fighters und ehemals Nirvana) am Schlagzeug, veröffentlicht wurde. Das mittlerweile dritte Album und die erste Single No One Knows wurden weltweit, sowohl von den Fans als auch von der Musikpresse, begeistert aufgenommen. Grohl verließ die Band allerdings unmittelbar nach dem Ende der Aufnahmen und dem Dreh für das erste Video wieder.

Am 11. und 12. Februar 2004 wurde bekannt, dass sich Nick Oliveri „nach mehreren Vorfällen in den letzten 18 Monaten, nach denen keine Zusammenarbeit der beiden Hauptmitglieder mehr möglich sei“ (Management der Band) von den Queens of the Stone Age getrennt hat. Einige Zeit später gab Homme in einem Interview bekannt, er habe Oliveri aus der Band geworfen, weil ihm Gerüchte zu Ohren gekommen waren, dass der Bassist gegenüber seiner (Oliveris) Frau regelmäßig handgreiflich geworden sei, was Oliveri nicht habe entkräften können.

Lullabies to Paralyze und Era Vulgaris (2005–2010)

Im März 2005 versöhnten sich Josh Homme und Nick Oliveri zwar, gingen aber musikalisch weiterhin getrennte Wege. Auch Mark Lanegan hatte die Band zwischenzeitlich verlassen, um sich wieder verstärkt um seine Solokarriere zu kümmern, war jedoch auf dem Album Lullabies to Paralyze, welches im März 2005 in die Läden kam, noch auf einigen Titeln zu hören. Auch auf dem Album Era Vulgaris, erschienen am 8. Juni 2007, setzte die Band die Tradition der vielen Gastauftritte fort und arbeitete mit Mark Lanegan, Trent Reznor von den Nine Inch Nails und Julian Casablancas von The Strokes zusammen.

Das bereits im Jahre 2000 herausgebrachte Album Rated R wurde am 6. August 2010 als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Das Re-Release enthält neben dem regulären Album auch eine zweite CD, auf der sich B-Seiten und Live-Aufnahmen befinden.

Am 7. März 2011 wurde das selbstbetitelte Album als remasterte Version inklusive dreier Bonus-Tracks wiederveröffentlicht.

…Like Clockwork (2011–2016)

Im Dezember 2011 gab Josh Homme bekannt, dass die Musiker an einem Studioalbum arbeiteten und dieses „früh 2012“ veröffentlichen würden. Später wurde diese Angabe genauer spezifiziert, das Album solle im Juni 2012 erscheinen. Auch dieser Termin verstrich aus zunächst unklaren Gründen.

Am 6. November 2012 wurde bekannt, dass Joey Castillo während der Aufnahmen die Band verlassen hatte und sein Vorgänger Dave Grohl einspringen und für fünf Songs als Studio-Schlagzeuger fungieren würde; touren sollte jedoch Jon Theodore, Mitglied der Bands Life Coach, One Day as a Lion sowie ehemals The Mars Volta. Außerdem sollten unter anderem Trent Reznor und Elton John auf dem Album mitwirken. Der 2004 gefeuerte Nick Oliveri steuerte zu dem Song If I Had a Tail den Backgroundgesang bei. …Like Clockwork erschien schließlich am 31. Mai 2013. Nach einer zweijährigen Tournee kündigte die Band 2015 an, eine Auszeit zu nehmen.

Villains (ab 2017)

Zu Beginn des Jahres 2017 wurde durch Troy Sanders, der durch die Band Gone Is Gone mit Queens of the Stone Age verbunden ist, bekannt, dass im Laufe des Jahres ein neues Album erscheinen soll. Das Album erschien am 25. August des gleichen Jahres mit dem Albumtitel Villains.

Diskografie

Studioalben

Livealben

EPs

Weitere EPs

  • 1996: Gamma Ray
  • 2013: iTunes Festival: London 2013 – EP
  • 2013: …Like Cologne

Singles

Weitere Lieder

  • 1997: 18 AD
  • 1998: If Only
  • 1998: I Was a Teenage Hand Model
  • 2000: Feel Good Hit of the Summer
  • 2000: Never Say Never
  • 2000: Infinity
  • 2001: Back to Dungaree High
  • 2001: Monsters in the Parasol
  • 2002: Millionaire
  • 2002: Who'll Be the Next in Line
  • 2005: Everybody Knows That You're Insane
  • 2006: Burn the Witch
  • 2007: You Know What You Did
  • 2007: The Fun Machine Took a Shit & Died
  • 2011: How to Handle a Rope (A Lesson in the Lariat)
  • 2012: Outlaw Blues
  • 2013: The Vampyre of Time and Memory
  • 2013: If I Had a Tail
  • 2013: My God Is the Sun
  • 2013: I Sat by the Ocean
  • 2017: The Way You Used to Do

Literatur

  • Joel McIver: No One Knows – Die Story der Queens of the Stone Age. Bosworth Music, 2006, ISBN 978-3-86543-219-3.

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