Bullet
Interview mit Bassist Adam Hector zum neuen Album "Storm Of Blades"

Interview

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„Full Pull“ brachte BULLET vor zwei Jahren vielleicht nicht ganz an die Spitze der europäischen Hard-Rock-/Heavy-Metal-Szene, aber doch ein ordentliches Stück weiter. Nun haben die Schweden jüngst nachgelegt – mit einem Album, das so klingt, wie es heißt: „Storm Of Blades“. Da müssen wir natürlich nochmal nachhaken – Bassist Adam Hector stand uns Rede und Antwort:

Bullet

Zunächst erstmal danke für das Interview.
Euer neues Album heißt „Storm Of Blades“, wie seid ihr auf den Titel gekommen?

Hallo und danke, dass ihr uns interviewt!

Ich glaube es war Gustav [Hjortsjö, Schlagzeuger – Anm. d. Red.], der den Titel einfach ausspuckte. Das Riff, das Alex spielte, erinnerte ihn an Messer und festen Stahl und so. Du weißt schon, „Manowar stuff“, haha! Es war nur ein Gag und wir haben auch nicht weiter darüber nachgedacht. Es ist ein Titel, der sich gut anhört!

Wie ist dieses Album im Vergleich zu eurem Vorgänger „Full Pull“ anders?

Generell denke ich, dass die Songs besser komponiert worden sind. Wir haben uns mehr Gedanken zu den Gitarrenparts gemacht und haben die Art des Zusammenspiels der Twin-Guitarren besser durchdacht. In meinen Ohren ist die Produktion fehlerfrei. Das Album hat Power, einen großartigen Sound und es ist Up-To-Date, aber nicht modern. Ich glaube, dass in den Songs und generell im ganzen Album mehr positiver Geist steckt. Ich mag das!

Wie verläuft generell euer Songwriting Prozess? Habt ihr die Ideen schon vor dem Gang ins Studio und müsst das Album dann einfach nur noch aufnehmen oder trefft ihr euch im Studio, jammt zusammen eine Runde und guckt dann mit was ihr so aufkommt?

Wir schreiben 80 Prozent im Proberaum. Im Studio sind dann nur noch Basslines, Gitarrensoli, Backgroundgesang, Percussions und vielleicht ein paar Choruses zu erledigen. Aber an sich sind die Songs schon fertig, bevor wir ins Studio gehen. Um in einem richtigen, professionellen Aufnahmestudio zu sein, ist schon ein Vermögen notwendig, also ist man besser gut vorbereitet.

Wenn wir Songs schreiben, fängt es meist mit einem Riff von jemanden an, oder vielleicht mit einer Idee für einen Chorus, zu dem man ein paar passende Worte hat. Jeder von uns schreibt mehr oder weniger, somit ist es ein Job, bei dem man zusammenarbeiten muss. Wir schreiben aber weniger unsere Tracks von Anfang bis Ende. Normalerweise hat einer ein Riff und dann macht der Andere weiter und fügt etwas hinzu.

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Welche neuen Aspekte hat „Newbie“ Alexander Lyrbo in den Songwritingprozess eingebracht?

Er ist ein freier Spieler und inspiriert mit seiner Spontanität und Verspieltheit. Er trägt viele Riffs bei, spricht immer seine Meinung und kommt mit vielen Ideen auf. Zum Beispiel hat Alex das Leadriff in „Riding High“ geschrieben. Und das ist eine großartige Harmonie!

Was sind eure Erwartungen an das neue Album „Storm Of Blades“?

Ich hoffe, dass es von unseren Fans gut aufgenommen wird, und dass es uns in ein paar neue Länder bringt. Vielleicht sogar auf einen anderen Kontinent!

Jetzt eine Frage für die „Gear Nerds“: Was habt ihr im Studio an Equipment benutzt?

Ich kann nur für die Instrumente und Amps sprechen, da ich kein Computer/Gear Typ bin. Ich weiß, dass Mankan [Spitzname des Produzenten Magnus Sedenberg – Anm. d. Red.] einen Macintosh benutzt hat, haha! Wir haben hauptsächlich die Sachen benutzt, mit denen wir auch live spielen. Ich glaube, [die Gitarristen] haben ein paar verschiedene Gitarren ausprobiert. Hampus hat eine Gibson SG 1962, welche er, glaube ich, für ein paar Songs benutzt hat. Marshall JMPs, Marshall JCM 800er für die Gitarren und ich spiel über einen Ampeg VR mit einem Fender P-Bass von 1975. Für die Drums haben wir Gustavs Tama Superstar aus den frühen 1980ern verwendet.

Was hat Produzent Magnus Sedenberg, neben den massiven Sound, zum neuen Album beigetragen?

Er hatte wirklich gute Ideen und es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Sehr ruhig und verständnisvoll, ein großartiger Zuhörer. Er muss eine Art von magischem Ohr haben, denn er konnte den allerkleinsten Fehler hören und du musstest es nochmal machen. In erster Linie brachte er also eine qualitative Perspektive ein, indem er nichts durchgehen ließ. Er nahm das Projekt unter seine Arme und gab alles. Er sollte eigentlich im Mai mit seinem Sohn in den Urlaub nach Nashville fahren, aber er hat ihn abgesagt, weil wir noch seine Hilfe brauchten. Das sagt sehr viel über seine Hingabe zu seiner Arbeit aus. Verrückt netter Typ!

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Es wird eine Europa Tour geben, die diesen Monat startet bzw. schon begonnen hat. Was sind eure Erwartungen in Bezug auf die Tour?

Wir haben viele neue Elemente für die Bühnenshow, die die Zuschauer unterhalten sollen. Zudem spielen wir ein längeres Set, welches anderthalb Stunden geht. Somit sollten wir die Möglichkeit haben, alle Alben zu repräsentieren, obwohl wir viele neue Sachen von „Storm Of Blades“ spielen werden. Ich hoffe, dass die Leute kommen, um uns und die anderen Bands zu sehen. Ich freue mich darauf, diese neuen Songs auf der Bühne präsentieren zu können und mit all den lustigen Menschen abzurocken, die wir so auf Tour treffen.

Und last but not least: Beschreib euer neues Album „Storm Of Blades“ mit nur einem Wort.

„Crushing“

Nochmal vielen Dank für das Interview mit euch.

Danke auch!

Galerie mit 23 Bildern: Bullet - By Blood and Vengeance European Tour 2018
19.09.2014

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