Hallatar
Kein Easy Listening

Interview

Ein paar Fragen zum Personal: Wann hast du dich entschieden, dass du Tomi Joutsen (AMORPHIS) und Gas Lipstick (ex-HIM) mit dabei haben möchtest und warum gerade die beiden?

Die Idee, die beiden zu fragen, kam ziemlich schnell nachdem ich die Musik geschrieben hatte. Beides sind gute Freunde von mir und Tomi war auch gut mit Aleah befreundet, nachdem sie auf dem letzten Album von AMORPHIS gesungen hat. Ich weiß, dass Tomi und Gas sehr sensibel sind, wenn es um Musik geht und dass sie auch keine Scheu haben, das zu zeigen. Auch im Nachhinein kann ich mir keine besseren Menschen und Musiker vorstellen können, um dieses Album mit mir aufzunehmen, denn sie haben so viel Herz hineingesteckt. Es war für alle Beteiligten kein einfaches Album und darum habe ich auch großen Respekt vor Tomi und Gas, dass sie dieses Album mit mir zusammen aufgenommen haben. Ich werde ihnen ewig dankbar sein, dass sie diesen Weg mit mir gegangen sind.

Heike Langhans, die man von den letzten DRACONIAN-Releases kennt, hat den größten Teil der weiblichen Vocals aufgenommen. Wie bist du auf sie gekommen?

Ich wusste, dass Aleah und Heike gut befreundet waren und ich mochte auch ihre Stimme sehr. Zudem sind sie beide aus Südafrika und waren auch ansonsten in vielerlei Hinsicht Schwestern im Geiste. Ich weiß, dass sie in der Zukunft zusammen Musik machen wollten und da das nicht mehr passieren wird, habe ich Heike gefragt, ob sie am Album mitarbeiten würde – glücklicherweise hat sie zugesagt, da auch sie ihre verstorbene Freundin ehren wollte. Für mich ist Heike die einzige Sängerin, von der ich denke, dass sie mit ihrem Gesang den gleichen Eindruck hinterlässt wie Aleah und das hat sie eindrucksvoll aus diesem Album bewiesen. Ich bin so stolz, dass sie Teil des Albums ist und sie hat auch wirklich einen großen Teil dazu beigetragen.

Mir ist aufgefallen, dass Fursy Teyssier das Artwork des Albums gestaltet hat. War er deine persönliche Wahl? Wie ist der Kontakt mit ihm zustande gekommen?

Als Aleah und ich überlegten, wer am besten dazu geeignet sei, das Albumcover zum TREES OF ETERNITY zu gestalten, dachten wir beide zuerst an Fursy, da wir seine Kunst sehr schätzen, gerade seine Arbeit für ALCEST. Deswegen habe ich mit Fursy stundenlang über Aleah geredet, als er das Cover für TREES OF ETERNITY gestaltete und natürlich wollte ich ihn auch für HALLATAR haben, weswegen ich glücklich darüber bin, dass es geklappt hat. Er ist einer meiner Lieblingskünstler und hat viel Arbeit in das Artwork gesteckt, da auch er Aleah auf diese Weise ehren wollte.

Hallatar - Bandfoto - 2017

Juha Raivo – Mastermind hinter HALLATAR

Was sind eure Pläne für die Zukunft? Werdet ihr live auftreten, vielleicht neue Songs aufnehmen? Oder war das ein einmaliges Projekt?

Das wissen wir noch nicht, aber wir wollen in der Zukunft auf jeden Fall mehr Musik machen und auch auf die Bühne. Tomi wird nächstes Jahr viel mit AMORPHIS beschäftigt sein und Gas hat auch eine Menge zu tun, also weiß ich nicht, inwiefern wir es schaffen werden, einige Shows zu spielen, aber hoffentlich gibt es ein paar Möglichkeiten auf Festivals im nächsten Sommer. Es wird aber auf jeden Fall schwierig, gerade weil Tomi so viel zu tun hat, aber wir alle wollen gerne live auftreten und weitere Musik aufnehmen – also schauen wir mal, was passiert.

Danke, dass du diese Fragen beantwortet hast. Die letzten Worte des Interviews gehören dir, also fühl dich frei zu sagen, was auch immer du unseren Lesern mitteilen willst.

Das Album ist sicher kein Easy Listening, aus so vielen verschiedenen und schmerzhaften Gründen. Aber Aleah wollte immer, dass die Leute ihren Blick nicht von der Dunkelheit abwenden, sondern ihr direkt ins Auge zu sehen und sie zu akzeptieren, denn das ist der einzige Weg sie gänzlich zu überwinden und schließlich das Licht auf der anderen Seite zu sehen. Deswegen hoffe ich, dass die Leute ihren Blick nicht von der Dunkelheit auf diesem Album und seiner brutalen Ehrlichkeit abwenden. Wenn du die Musik des Albums und Aleahs Worte in dein Herz lässt, dann wird sich die Dunkelheit in etwas bedeutsames und schönes verwandeln – so hoffe ich.

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Quelle: Interview mit Juha Raivo, Oktober 2017
06.11.2017

Stellv. Chefredakteur

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