One Machine
Interview mit Steve Smyth zu "The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth"

Interview

One Machine

Bei ONE MACHINE handelt es sich um die neue Band von Initiator Steve Smyth (ex-TESTAMENT, ex-NEVERMORE, ex-FORBIDDEN, ex-VICIOUS RUMORS) an der Gitarre, Mikkel Sandager (ex-MERCENARY) am Gesang, Jamie Hunt (ex-BIOMECHANICAL) an der Gitarre, Tomas „O’Beast“ Koefoed (ex-MNEMIC) am Bass und Michele Sanna am Schlagzeug. Eingetrommelt hat das Debütalbum „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“ allerdings ihr Ex-Drummer Raphael Saini (CHAOSWAVE). Herausgekommen ist ein starkes Album des Progressive Thrash Metals auf hohem Niveau. Wir sprachen mit Bandleader Steve.

One Machine

Bitte erzähle uns, wie es zu der Idee kam, mit ONE MACHINE eine neue Band zu starten? Wie seid ihr alle zusammengekommen?

Ich hatte immer die Idee im Kopf, eines Tages meine eigene Band wieder zu gründen, und die Entscheidung dazu, das wieder zu machen, fiel im Jahr 2008, als ich in Jamie Hunt einen Partner gefunden hatte, mit welchem ich an 6 Stücke arbeitete, die ich schon hatte, als auch an einigen weiteren. Wir holten Mikkel 2009 an Bord, nachdem wir gehört hatten, dass er MERCENARY verlassen hat. Er flog rüber und prüfte, was wir am Start hatten, und von da an gingen wir den Weg gemeinsam weiter, das Album zu komplettieren. Tomas kam 2012 durch Empfehlung von Mikkel dazu, nachdem er festgestellt hatte, dass Tomas im Jahr zuvor MNEMIC verlassen hatte. Er zeigte sich sehr interessiert, nachdem er gehört hatte, woran wir arbeiteten. Für die Albumaufnahmen hatten wir Raphael Saini am Schlagzeug, er kam auf Empfehlung eines Bandkollegen von CHAOSWAVE, aber er zog es vor, weiter Session zu spielen, empfahl uns aber als Ersatz Michele Sanna, und das hat bisher Live sehr gut funktioniert! 

In welchem Zeitraum wurden denn die Stücke für „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“ geschrieben

Ich hatte die Ideen für einige der Stücke schon seit ziemlich langer Zeit, und hatte sie immer für mich gesammelt. Ich wusste, dass der Grossteil dieser Songs niemals zu einer Band oder einem Projekt, in welchem ich involviert war, gepasst hätte. Aber sie passten perfekt dazu, was ich in dem Sound haben wollte, was letztendlich ONE MACHINE wurde. 

Mit Jamie Hunt (ex-BIOMECHANICAL) hast du einen zweiten Gitarristen neben dir. Wo siehst du selbst die Unterschiede, und wo die Gemeinsamkeiten in eurem Spiel?

Jamie ist etwas jünger als ich, daher hört man seine entsprechenden Einflüsse dort auch, aber er steht auch und respektiert den klassischen Metal, das Zeug mit dem ich aufgewachsen bin, und ist durch mein Spiel beeinflusst.

Wer hat denn die Songs geschrieben? War die ganze Band daran beteiligt?

Ich begann mit meinen sechs festen Songs, die auch schon die Texte enthielten, dann arbeiteten wir zusammen an diesen und weiteren Stücken. Jamie hat einen vollständigen Song namens „Defiance“ beigefügt. Mikkel und ich saßen zusammen und arbeiteten an den Texten, schmissen Ideen hin und her. Ich hatte auch einige feste Songtexte im Kopf, und Mikkel nahm diese und fügte ihnen noch eigene Sachen hinzu.

Offensichtlich kennen die Metalfans dich von deiner Arbeit mit TESTAMENT, NEVERMORE und FORBIDDEN. Ich kann auch von diesen Bands gewisse Einflüsse bei ONE MACHINE hören, aber gleichzeitig ist da auch eine große Portion Originalität in der Musik. Hattet ihr euch bestimmt darum bemüht, den Songs mehr Melodie und progressive Einflüsse hinzuzufügen, um ONE MACHINE von deinen bisherigen Arbeiten zu unterscheiden?

Ich denke, alles was ich in der Vergangenheit gemacht habe, wird mich mehr oder weniger immer begleiten wenn ich weitergehe, so wie es jedem Musiker geht, der lange Zeit Teil von solchen Bands war wie ich. An jeder der Bands war ich mindestens 3-5 Jahre beteiligt, auch wenn ich bei TESTAMENT nur an den Touren teilgenommen habe, nicht am Songwriting. Bei DRAGONLORD habe ich auch Songs geschrieben. Ich denke, das, was du jetzt hören kannst, ist der Einfluss von all den Leuten, die ich für diese Band zusammengebracht habe, und woher wir alle kommen, und es zeigt Seiten von uns selbst, die die Leute bisher nicht gehört haben.

Gibt es eigentlich ein allgemeines Konzept oder gemeinsame Themen in den Texten auf  „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“?

Das ist definitiv kein Konzeptalbum, aber ein Statement über die Menschheit im Jahr 2014, und wie es darum steht. Es gibt politische Texte, andere stehen direkt mit der menschlichen Erfahrung nach dem Leben in Verbindung, also außerkörperliche Erfahrung, hinterfragen des Lebens nach dem Tod, während wieder andere von den Gegebenheiten und Effekten des täglichen Lebens handeln, von Kriegen, Korruption, Habgier.

Was denkst du bringt Mikkel Sandagers einzigartige Stimme dem ONE MACHINE Sound?

Ich hatte ihn immer in meinem kleinen Büchlein markiert als ein Sänger, mit dem ich, sollte sich mir die Möglichkeit eröffnen für eine gemeinsame Zusammenarbeit, unbedingt etwas machen wollte, ich würde mein Bestes geben, damit es passiert. Er hat eine großartige Stimme, solide, wandlungsfähig, große Bandbreite, und dem Talent, noch mehr Charaktere mit seiner Stimme zu erreichen als er in der Vergangenheit gezeigt hat. Das war etwas, wovon ich versuchte hatte ihn zu überzeugen, genauso wie mehr als Frontmann hervorstechen, mit mehr Melodien, die er alleine singen sollte. Ich glaube, er hat eine hervorragende Leistung hingelegt. Während des gesamten Albums wird er als Frontmann präsentiert, und einige Leute erkennen und begrüßen das, während wieder andere lieber das hören möchten, was er in der Vergangenheit gemacht hat. Aber das war gestern, dies ist jetzt.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Roy Z für den Mix von „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“  zustande?

Ich kenne Roy nun seit ungefähr 10 Jahren, seit wir gemeinsam auf der „Metal Gods“ Tour mit HALFORD und TESTAMENT gespielt haben. Ich habe immer seine Produktion als auch seine Mix-Arbeiten sehr respektiert, daher war er also in meinen Gedanken als jemand, der uns einen klassischen Sound verpassen kann, der aber auch modern ist und in Verbindung mit der Heavyness des Albums ist. Er hat einen unglaublichen Job gemacht!

ONE MACHINE hatten ihr Live-Debüt in Dänemark auf dem Midwinter Meltdown. Wie war diese Erfahrung und wie war die Chemie innerhalb der Band?

Die Show verlief tatsächlich viel besser als wir angenommen hatten, und ich erzähle dir auch warum. Wir wurden gefragt, ob wir das Festival headlinen, und dazu kam, dass viele der Leute vielleicht maximal einen oder zwei Vorabsongs unseres Albums gehört haben, das machte es zu einem nervenaufreibenden Event, haha! Ich hatte keine Vorstellung, wie die Leute reagieren würden, ob wir genug geprobt hatten, ob wir gut für die Leute klingen würden? All diese Dinge schossen mir vorher durch den Kopf, und dann legte ich einfach los, wir gingen auf die Bühne, und alles verlief wirklich gut. Wir hatten von Anfang an tolle Reaktionen, spielten 9 Songs vom Album, und hatten ein gute Zeit!

Was habt ihr in nächster Zukunft mit ONE MACHINE geplant?

Im Moment planen wir gerade Touren. Wir haben einige Shows im April in Dänemark, dann planen wir in Großbritannien, Italien und anderen Ländern Europas im Laufe des Jahres zu spielen. Wenn wir in Nordamerika gut ankommen, würden wir es lieben auch dort zu spielen, und überall dort, wo wir positive Reaktionen bekommen. Nur die Zeit wird uns darüber Aufschluss geben, und wir arbeiten hart daran um sicherzugehen, dass jeder Metalhead von uns hört.

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

Viel Liebe an die deutschen Metalheads! Ihr wart immer freundlich und habt immer alles unterstützt, wovon ich Teil war, und ich hoffe, ihr werdet euch auch mal ONE MACHINE anhören, und füttert die Maschine!

19.03.2014

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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