Destruction
Tattoo The Planet

Konzertbericht

Billing: Biohazard, Cradle Of Filth, Destruction und Slayer
Konzert vom 2001-09-23 | Philipshalle, Düsseldorf

Metalgreg sah es wie folgt: Direkt nach dem Einlass habe ich erst einmal Azazel verloren, was wahrscheinlich für die nächste Stunde auch ganz gut war, hatte ich doch keine Lust, mir von ihm den nun zu aller Überraschung jetzt schon anstehenden DESTRUCTION-Gig niedermachen zu lassen. 🙂 Mal ehrlich, welcher geistig umnachtete Veranstalter stellt DESTRUCTION bei einem solchen, im Vorfeld total verunglückten Festival an den zweiten Platz im Set?! Eigentlich sollte er sich glücklich schätzen, in so kurzer Zeit einen solch namhaften Ersatz wie eben die deutschen Thrash-Ikonen gefunden zu haben. Nein, stattdessen lässt man Schmier und Co. noch vor BIOHAZARD auf die Bretter und verpasst ihnen dann auch noch einen beschissenen Sound, eine ziemlich erbärmliche Lightshow und zwingt sie, ihre Shirts für 50 DM zu verkaufen. Hierbei spielten die Mannen um Schmier dann aber nicht mehr mit, verzichteten auf Merchandise an den Ständen und verteilten lieber am Ende ihres Gigs Shirts in den ersten Reihen. Eine gelungene, fanfreundliche Aktion, wie ich finde. (Sag jetzt bitte nix, Azazel!) Ach ja, fast hätte ich es vergessen, musiziert wurde auch noch. Wie gesagt, der Sound war wirklich nicht der beste: Schmiers Bass war so gut wie gar nicht zu hören. Meistens dominierten die Uffta-Uffta-Sounds (gell, Azazel!) des Schlagzeugs und die Gitarre war mehr beiläufig zu vernehmen. Wer die Lieder kannte, konnte trotzdem seinen Spaß haben und bangen, was das Zeug hielt. In den vorderen Reihen um mich herum waren das nicht wenige und die Publikumsreaktionen waren trotz des miesen Sounds sehr positiv. Ist ja eigentlich auch kein Wunder bei einem Greatest-Hits-Programm, bei dem neue Songs wie „Nailed To The Cross“ und „Thrash Til Death“ einträchtig neben Granaten älteren Jahrgangs wie „Total Desaster“, „Curse The Gods“ und dem abschliessenden „Mad Butcher“ standen. Alles in allem ein mittelmäßiger Gig, wofür die Band aber nichts konnte. Dass Schmier verständlicherweise einen ziemlichen Hals auf die Veranstalter hatte, wurde in seinen Ansagen nur zu deutlich, was mittlerweile zwei Tage später wieder den erneuten Absprung DESTRUCTIONS von der Tour zur Folge hatte. Direkt nach dem Gig, fand ich dann auch Azazel wieder. Über unsere Fachsimpeleien über dieses Konzert hülle ich nun den Mantel des Schweigens. Es ist viel Blut geflossen! 🙂 Nun machten wir uns erstmal auf zum Bierstand, um ein 0,3l-Becks für 5.50 DM zu erstehen (wobei es tatsächlich Leute gibt, die erst nach 10 vernichteten Bieren mit dem zählen bei 1 beginnen… – Anmerkung Azazel).

Destruction

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30.09.2001

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