Uada und Afsky
Tournee-Auftakt im Berliner Maschinenhaus

Konzertbericht

Billing: Afsky und Uada
Konzert vom 23.03.2023 | Maschinenhaus, Berlin, Berlin

Ein sehr stimmiges Paket der neuen Black-Metal-Generation bietet die Crepuscule Europe Tour mit dem Support Act AFSKY und dem Headliner UADA. Schon drei Wochen vor dem Konzert im Berliner Maschinenhaus, in der Kulturbrauerei Prenzlauer Berg, konnte der Veranstalter den Stempel mit dem Aufdruck „Ausverkauft“ auf die Tour-Poster setzen. Während UADA gerade eine erfolgreiche Tournee mit ROTTING CHRIST, CARACH ANGREN und GAERA in Nord Amerika beendeten, feierten AFSKY vor kurzem ihre Veröffentlichung des neuen Albums „Om hunredre ar“.

AFSKY überzeugen mit besonderer Atmosphäre

Um kurz nach acht kommen AFSKY um den Mastermind Ole Perdersen Luk aus dem Nebenraum des voll besetzten Konzertsaales auf die Bühne und fängt nahtlos, nach Begrüßungsgeste an, den melancholisch, fast tragisch und traurig wirkenden Black Metal aus Dänemark zu zelebrieren. Auffällig ist hierbei, dass der Sound von der ersten Sekunde an komplett überzeugen kann. Die Instrumente sind ausbalanciert wahrzunehmen und die Stimme des Sängers kommt klar und sauber im Publikum an. Außerdem sind im Hintergrund zwei große verzierte Holzständer mit leuchtenden Kerzen und reichlich Nebel zu sehen, was zu einem nicht übertriebenen, aber angemessen Ambiente führt. Vor allem aber trägt Ole Pedersen Luk mit seiner Performance zu diesem gelungenen Auftakt bei. Die teilweise schmerz verzerrte Gestik und Mimik des Frontmanns sorgt für eine besondere Atmosphäre der dargebotenen Songs. Seine herrlich nach Verzweiflung klingenden Vocals tun ihr übriges. Man nimmt ihm zu jeder Zeit die Identifizierung mit der Musik ab. Aber auch seine Mitmusiker machen einen tollen Job und wissen zu überzeugen. Sichtlich Spaß hat zudem der Bassist, der immer wieder seine Faust gen Zuschauerinnen und Zuschauer reckt. Diese wiederum belohnen das mit lautstarkem Klatschen und Jubelrufen. Generell kann das Publikum den Emotionen von AFSKY nicht wiederstehen, verschließt die Augen und lässt sich von der emotionalen Atmosphäre leiten. Packend. Mit den akustischen Outro von „Angst“ verlässt die Band dankbar die Bühne. Bestätigung erfahren die Musiker auch am Merchandise-Stand, wo reichlich Bewegung herrscht.

Setlist AFSKY

  • Stormfulde
  • Hav Tyende sang
  • Stemninger Tak for alt
  • Vættekongen
  • Et sidste farvel
  • Angst

Hakeliger Start für UADA

Kurz nach dem Auftritt der Dänen vernimmt man schon einige Techniker, die auf der Bühne den Auftritt von UADA vorbereiten. Es scheint alles so wie immer. Das schöne lila und blau gehaltene Backdrop mit einem Dämon ähnlichen Charakter kann genaustens begutachtet werden und macht von seiner Optik reichlich was her. Später stellt sich heraus, dass es sich um das Artwork zum kommenden Album „Crepuscule Natura“ handelt. Nach einiger Zeit herrscht Unruhe auf der Bühne und auch im Publikum macht sich langsam etwas Ungeduld breit. Band und Roadies scheinen ein Problem mit der Technik zu haben, für das vermutlich ein fehlendes Kabel verantwortlich ist. Fast eine ganze Stunde vergeht, bis die Band zu ihren Instrumenten greift. Dick in Kapuzen verhüllt, beginnt die aus Portland stammende Gruppe mit dem Opener des letzten Albums „Djinn“. Dominant peitschen sich die Gitarren, manchmal leicht übersteuert, mit ihren melodischen Parts durch den Song, bis weitere Ernüchterung einkehrt. Die Vocals von Sänger und Gitarrist Jake Superchi sind kaum zu vernehmen. Ein Problem, dass sich im Verlauf des Konzerts leider nicht mehr beheben lassen soll. Die Band lässt sich jedoch nichts anmerken, was auch an reichlich Nebel auf der Stage und einer engagierten Performance liegt. Immer wieder wechseln sich Mitglieder ab und stehen vorne an der Bühne, um mit dem Publikum zu interagieren. Als Antwort gibt es entgegengestreckte Fäuste. Man scheint es der Band nicht zu verübeln, dass es zum Tour-Auftakt noch ein wenig „hakt“. Schön. Zudem gibt es für die Anwesenden noch einen neuen Song zum kommenden Album, der ordentlich Lust auf mehr macht. Auch wenn an diesem Abend nicht alles reibungslos für die Band verläuft, merkt man den Männern um Jake Superchi an, dass sie Vollprofis sind und souverän mit der Sache umgehen. Nach etwa einer Stunde verschwindet die Band in den dunklen Räumen der Kulturbrauerei in Berlin.

Setlist UADA

  • Djinn
  • The Great Mirage
  • In the Absence of Matter
  • Retraversing the Void
  • Cult of a Dying Sun
  • Black Autumn, White Spring
03.04.2023

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Afsky und Uada auf Tour

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