Abscess - Dawn Of Inhumanity

Review

Definition Abszess: Um kapselte Eiteransammlung aufgrund entzündeter Gewebseinschmelzung. Sieht verdammt eklig und abstoßend aus. Definition ABSCESS „Dawn Of Inhumanity“: Klingt eklig, abstoßend und verstörend… aber verdammt, genau so soll es auch sein!

Obersicko Chris Reifert und seine Mannschaft kotzen mit dem Schlachtfest „Dawn Of Inhumanity“ ihr bereits achtes Album aus, und das wieder einmal mit solcher musikalischer Vehemenz, dass Zartbesaitete sicherlich gleich nach den ersten Klängen das Weite suchen, oder alternativ ihre Eingeweide auswürgen, was sicherlich im Sinne des Schöpfers wäre.

Auch mit der neuen Platte bleiben ABSCESS der eigenen Linie treu: Ungezügelter Old School Death Metal der dreckigen, rohen, brutalen und extrem direkten Sorte mit deftiger Schlagseite in Richtung rotzigen Hardcore-Punk und latenten Doom-Anleihen. Die gesamte Rhythmus-Bandbreite ist wieder vertreten, auch die prägnanten, direkten Riffs, die abgefahrenen Soli (mal harmonisch, mal disharmonisch). Selbstredend ist eine gewisse Ähnlichkeit mit der kultigen „Vorgängerband“ AUTOPSY vorhanden. Das liegt nicht nur an der musikalischen Ausrichtung, sondern natürlich auch am kranken, fiesen Growling von Chris. Übrigens wird dieser gesanglich auf „Dawn Of Inhumanity“ von Nocturno Culto und Fenriz unterstützt, beide bekanntermaßen das Duo Infernale von DARKTHRONE und die Macher von Tyrant Syndicate Productions, einem Sub-Label von Peaceville. Die Stimmen fügen sich perfekt in die dunklen Old-School-Bretter ein und bilden einen „schönen“ Kontrast zu Chris.

Wie gesagt, es gibt keinerlei grundlegenden Änderungen. Verglichen zum Vorgänger „Horrorhammer“ ist die Produktion noch eine Spur rauer. Die Songs selbst empfinde ich als etwas abwechslungsreicher.

„Dawn Of Inhumanity“ ist ein unbarmherziger, musikalischer Alptraum, ein tiefer Abgrund, für jedes Wesen, welches nicht total auf Death Metal der alten Schule abfährt. ABSCESS sind das eitrige Geschwür an deinem Arsch, das Messer, dass in deine Gedärme fährt, der Zombie, der dich in Stücke reißt. Authentisch, brutal, hässlich, abgefahren, auf ihre eigene Art und Weise aber auch so sympathisch und in diesen Tagen einfach total wichtig. Killer!

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05.03.2010

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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