After Dusk - Hybris

Review

Hierzulande sagt man Griechen ja immer wieder nach, dass sie nicht gerade die allerfleißigsten Arbeitsbienen unter der Sonne wären. Ein Klischee, das auf die aus Athen stammenden AFTER DUSK keinesfalls zutrifft, denn die Burschen legen sich mächtig ins Zeug um an ihrer Karriere zu feilen. Ihr aktuelles Album „Hybris“ stellt nämlich bereits das bereits dritte innerhalb von nur vier Jahren dar und sollte für die Jungs endlich auch internationales Ansehen einbringen.

Basierend auf episch angelegtem, teilweise gen Doom tendierenden, Heavy Metal in traditioneller Machart haben die Hellenen ein ansprechendes und imposantes Werk vorgelegt, das Beachtung verdient. Besonderes Augenmerk wurde auf Abwechslung gelegt, denn der, trotz der häufig recht gemächlichen Gangart, zumeist dynamisch und energiereich dargebotene Mix beinhaltet nahezu für jeden Geschmack etwas. So sind neben den erwähnten Anleihen auch Elemente des Thrash Metal, aber auch aus der Ecke Dark / Gothic, sowie aus dem Progressive Metal zu vernehmen, wobei es AFTER DUSK gelungen ist ihre Tracks durch die Bank auf intensive Weise vorzutragen.
Klingt eigenartig? Ist es mitunter tatsächlich, allerdings auch sehr originell und zumeist dennoch einigermaßen zugänglich. Zudem kann man feststellen, dass AFTER DUSK keineswegs überfrachtete Kompositionen abgeliefert haben, sondern immerzu auf den Punkt kommen und den Song selbst im Augen behalten haben.

Ein klein wenig Probleme könnte dem Zuhörer allerdings der Gesang von Paminos bereiten, denn der Knabe versucht sich leider sehr häufig an für ihn doch nicht ganz erreichbaren Höhenregionen, wodurch die Chose ein wenig schief klingt. Auf der Gegenseite weiß Paminos aber mit dermaßen authentischem OZZY-Timbre aufzuwarten, dass man sich diesen Burschen ganz hervorragend in jeder BLACK SABBATH-Coverband vorstellen kann, oder noch mehr, denn Paminos scheint geradezu prädestiniert dafür zu sein, bei eventuell anstehenden Gastspielreisen hinter dem Bühnevorgang den Gesangspart von Ozzy zu übernehmen.

Trotz der vereinzelten gesangstechnischen Schräglagen überwiegt ein überaus positiver Gesamteindruck, den AFTER DUSK vor allem durch das variantenreiche Gestalten ihrer Kompositionen hinterlassen können.

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12.12.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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