Ashbury - Eye Of The Stygian Witches

Review

ASBURY gehören zu den Bands, die dank Oliver Weinsheimer und seinem Keep It True Festival wieder in den Blick der Öffentlichkeit gerutscht sind. Ursprünglich 1977 von den Brüdern Bob und Randy Davis gegründet, haben ASHBURY ihr Debütalbum “Endless Skies” erst 1983 veröffentlicht. Da der Nachfolger “Something Funny Going On” (2004/2010) nicht als solcher gewertet werden kann, bzw. sollte, erscheint dieser Tage mit “Eye Of The Stygian Witches” also der langerwartete Erbe von “Endless Skies“.

Die Mischung

Was soll man sagen? Die beiden Buden haben nichts von ihrem magischen Songwriting verloren. Die Stücke auf “Eye Of The Stygian Witches” haben mit Moderne nichts zu tun, sondern knüpfen genau dort an, wo “Endless Skies” aufgehört hat. Das heißt es gibt auskomponierte Rocksongs, die von akustischen Gitarren getragen werden zu hören. Dabei kommen einem unweigerlich die Großen der Siebziger in den Sinn, aber auch Künstler wie Mike Oldfield. Im Prinzip gibt schon der Opener “End Of All Time” die Marschrichtung vor. Ein wenig Psychedelic, ein wenig harte Klampfen, immer in Harmonie mit den mehrstimmigen Gesängen und den akustischen Gitarren. Dabei haben ASHBURY das Augenmerk heute mehr auf Riffs und Licks gelegt, als noch in der Vergangenheit, wie der zweite Song “Good Guitar” klar stellt. Aber natürlich vergessen ASHBURY auch nicht die für sie typische Lagerfeuer Atmosphäre, die auch nur sie so auf Band bringen können.

Keine Trends

Daneben stehen Nummern wie “Waited So Long”, die einen deutlich progressiven Touch haben und das Gesamtpaket stimmig abrunden. Bob und Randy machen genau die Musik, die ihnen gefällt und lassen sich nicht von irgendwelchen Trends beeinflussen. Das würde der Band auch nicht gut zu Gesicht stehen. Stattdessen wird in “Faceless Waters” und “Searchin‘” wird kräftig gerockt und gerifft. Für mich haben ASHBURY hier eine super Mischung hinbekommen, die sich auch international nicht verstecken muss. Ein Alleinstellungsmerkmal haben sie mit den akustischen Gitarren außerdem.

Punktabzug

Einen Punkt Abzug gibt es allerdings für die MIDI-Drums, die nach den ersten Durchläufen einfach nur nerven. Das hätte ich von einer Band wie ASHBURY nicht erwartet. Einer der Gründe, warum ich Platte so lange habe liegen lassen. Unter dem Strich gewöhnt man sich aber daran und schafft es sogar die E-Drums zu ignorieren. Immerhin ist der Rest des Albums stark genug, um in der oberen Liga mitzuspielen. Freunde von “Endless Skies” oder das KIT-Publikum sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Hier gibt es einiges zu entdecken. “Eye Of The Stygian Witches” ist definitiv ein würdiger Nachfolger des Debütalbums.

11.10.2018

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