Asking Alexandria - The Black

Review

Galerie mit 17 Bildern: Asking Alexandria auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Über fünf Millionen Likes in einem einschlägigen sozialen Netzwerk und Gigs bei unter anderem Rock am Ring täuschen ein wenig über die Tatsache hinweg, dass ASKING ALEXANDRIA nach wie vor noch keine wirklich große Nummer im Core-Segment sind. Mit ihrem vierten Studioalbum „The Black“ und neuem Mann am Mikro unternehmen die fünf Herren aus dem britischen York nun den nächsten Versuch, in die Liga von BULLET FOR MY VALENTINE, BRING ME THE HORIZON, PARKWAY DRIVE & Co. vorzustoßen. Nach furiosem Auftakt geht der Truppe dabei allerdings ziemlich schnell die Puste aus.

Die Scheibe beginnt zunächst mit einem amtlichen Knall namens „Let It Sleep“: Mit hämmernden Drums und wütendem Gebell prescht der Opener voran, manövriert sich hernach gekonnt durch Highspeed- und Groove-Passagen und zündet schließlich einen starken Refrain, bei dem der neuverpflichtete Frontmann Denis Shaforostov (ehemals MAKE ME FAMOUS) eine erste Kostprobe seiner variablen Gesangs liefert. Etwas schwerer und düsterer geht es anschließend beim Titeltrack zu Werke – bis schließlich die letzten Pianoklänge des dramatischen Schlussparts den Abschluss eines gelungenen Auftakts bilden.

Und dann? Und dann wird’s Brühe. Gehen das rhythmisch dominierte „I Won’t Give In“ und das treibende „Sometimes It Ends“ (samt ein paar netten Grüßen von Ben Bruce in Richtung des Ex-Fronters Danny Worsnop) noch als mittelgute Allerwelts-Nummern durch, bietet die Scheibe im Anschluss fast nur noch Leerlauf. Das tatsächlich mit Rock-’n‘-Roll-Riffs gespickte „A Slave To Rock ’n‘ Roll“ ist dabei ebenso platt und belanglos wie das arg schmalzige „Send Me Home“ und die noch viel, viel schmalzigere, von Streichern und Piano bedeutungsschwanger in Szene gesetzte Ballade „Gone“. Und alles, was nicht auf die Tränendrüse drückt, ist – was Beats, Riffs, Chöre und Grundstruktur anbelangt – wiederum verdächtig nah an BRING ME THE HORIZON konzipiert. Im Falle von „Undivided“ sogar so nah, dass Sykes & Kollegen diesen Song besser nicht eingehend unter die Lupe nehmen sollten (siehe „Shadow Moses“ und „The House Of Wolves“).

Scheint, als wollten ASKING ALEXANDRIA ihrer Karriere mit aller Macht neuen Schwung verleihen. Ob sich jener einstellt, muss und darf angesichts dieser Leistung allerdings stark bezweifelt werden. Immerhin: Neu-Fronter Shaforostov erweist sich durchaus als Gewinn für das Klangbild der Briten. Nur bringt auch der beste Sänger nichts, wenn die Songs keine Identität haben. Zudem bewegt sich das Niveau des Materials im zweiten Abschnitt deutlich unter dem des Vorgängers. Fazit: Viel gewollt, wenig gekonnt.

Shopping

Asking Alexandria - The Blackbei amazon5,99 €bei EMP14,99 €
22.03.2016

"Am Ende isses immer Arbeit."

Shopping

Asking Alexandria - The Blackbei amazon5,99 €bei EMP14,99 €
Asking Alexandria - The Black Tassebei amazon8,80 €
Asking Alexandria - Black,thebei amazon21,00 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 31029 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

9 Kommentare zu Asking Alexandria - The Black

  1. Sebastian sagt:

    Leute, jetzt mal ernsthaft!!! Asking alexandria und „noch keine große nummer im core-bereich“?
    sie sind im bereich metal- bis Hardcore so ziemlich das bekannteste was es gibt! Deine vergleiche, Anton, mit parkway drive, bring me the horizon und bullet for my valentine hinken allesamt. parkway drive, gut, die spielen echten metalcore, haben seit dem neuesten album „ire“ einen echt guten sound, aber das davor war auch nur absoluter bullshit! Größtenteils nur breakdowns, kaum struktur in den songs, quasi keine abwechslung, usw… das ist doch kein vergleich mit asking alexandria!
    BMTH??? BFMV?? dein ernst? bullet for my valentine haben auf 4 von 5 alben, die sie bis jetzt rausgebracht haben keinen echten metalcore gespielt, sondern hard-rock angehauchte scheiße! das erste album ist absolut hammer, kann man nichts sagen, aber von allen anderen gibt es maximal zwei gute lieder auf einem album. und was ich von BMTH bis jetzt gehört habe ist nicht besser als die schlechtesten lieder von BFMV.

  2. Sebastian sagt:

    Man Vergleiche mal die aufrufzahlen von Parkway drive, BFMV und BMTH auf youtube:
    Platz eins: Asking alexandria geschätzt 400 Mio+
    Platz zwei: BFMV 281 Mio.
    Platz drei: BMTH 177Mio.
    Platz vier: Parkway Drive geschätzt 50Mio.
    da sieht man ganz eindeutig, dass asking alexandria um einiges bekannter ist, als die anderen drei. würde man sich die mühe machen die daumen hoch/daumen runter zu vergleichen, würde asking alexandria auch eindeutig als sieger hervorgehen (bei den alten alben mit danny jedenfalls).
    da sind wir gleich bei dem nächsten punkt: Denis ist eine bereicherung für asking??? machen wir mal einen kleinen danny-denis vergleich.

    Danny:
    sehr gute clean vocals (auch live) sehr gute screams (auch live) sehr gute growls (auch live, wobei er sie live nicht allzu oft eingesetzt hat)

    Denis:
    sehr gute cleans (auch live) gute screams (auch live) im studio gute growls (live voll fürn arsch)

  3. Sebastian sagt:

    wenn ihr es nicht glaubt, dann schaut euch mal ein paar live auftritte mit danny auf youtube an und vergleicht das mit ein paar live auftritten von denis. Mal ganz davon abgesehen dass denis einfach nicht zum stil von asking passt.
    und gleich der nächste punkt: du kritisierst, dass der stil von asking immer der gleiche ist, auch in rewiews der anderen alben von asking, sowie dass sie die gleiche musik spielen wie 90% der anderen bands im metalcore bereich.
    Gegen BFMV sage ich nichts, sie sind zusammen mit killswitch engage quasi die wegbereiter des modernen metalcore. aber wenn man sich mal durch BMTH durchhört, dann ist das eigentlich jedes mal das gleiche lied. die songs folgen immer dem gleichen schema, kaum abwechslung in der melodie, immer die gleichen breakdowns, immer der gleiche gesang. kurz gesagt, keine abwechslung. nicht innerhalb eines albums, nicht zwischen den einzelnen alben.

  4. Sebastian sagt:

    wenn man dagegen asking alexandria hört, dann ist da jedes lied ein anderes. man hört keine gleichen melodien, keine gleichen rhythmen, im gegenteil, es gibt eigentlich in jedem lied einen rhythmuswechsel, danny hat zwischen sanften cleans, brutalen growls und markerschütternden screams gewechselt. und das perfekt auf die musik abgestimmt. man konnte den wandel der band, wie sie erwachsener wird, wie die texte und das songwriting besser werden, man konnte das regelrecht in der musik FÜHLEN! auf dem ersten album sind ein paar richtig gute songs dabei, mit not the american average, the prophecy und the final episode haben sie meilensteine im metalcore bereich geschaffen, vergleichbar mit your betrayal von BFMV. klar, sie bleiben immer im gleichen stil, sie ändern ihren stil nicht wirklich, aber wenn man sich mal reckless and relentless anhört, ist quasi jeder song auf dem album ein absoluter hammer (okay, mal mit ausnahme von someone,somewhere),

  5. Sebastian sagt:

    und sie haben dennoch abwechslungsreiche lieder drauf. man kann jedes lied an den ersten paar takten erkennen, was durchaus schon eine leistung in dem genre ist! ich denke man kann asking alexandria durchaus als die ac/dc des metalcore bezeichen. wie ac/dc haben sie ihren stil bis zu diesem album nicht geändert, und dennoch waren es allesamt gute lieder.

    meiner meinung nach haben sie sich mit dem verlust von danny und der verpflichtung von denis ihr eigenes grab geschaufelt. Sie haben den grundsatz „never change a running system“ verletzt, man sieht ja, was dabei rausgekommen ist. hab mir mal die mühe gemacht und die meisten kommentare unter den videos von ihnen durchgelesen, die große mehrheit der fans sind meiner ansicht. denis passt einfach nicht zu asking alexandria.

    Over and Out,
    Sebastian 😀

  6. Impaled sagt:

    Zum Depp sein Sohn über mir sage ich besser mal nix. Zur Rezi kann man nur sagen: Treffend. Ein gewaltiger Rückschritt zu „From Death To Destiny“, wo man erfolgreich begann, gute Songs und nicht nur Metalcore-Einheitspampe zu fabrizieren.

  7. Doktor von Pain sagt:

    Huiuiui, da hat sich Asking-Alexandria-Cheffanboy Sebastian aber ausgelassen. Joa, Parkway Drive haben vor „Ire“ nur Bullshit gemacht, Youtube-Klicks sagen was über die Qualität der Band aus, Asking Alexandria haben voll den Länfsten un überhaupt. Is‘ klar.

  8. david sagt:

    Also ich muss sagen, ich habe mich echt auf das Album sehr gefreut, es hat auch gut begonnen aber umso mehr Tracks zur Promo veröffentlicht wurden umso schlechter wurde es wobei Leit it sleep ein sehr gutes lied ist. 2-3 Lieder sind Versuche in eine andere Richtung die man aber über den Haufen werfen kann, z.b. Gone und . Am meisten hat mich jedoch die Aufnahmequalität gestört, habe es vorhin im Auto nochmal gehört, da diese Anlage wirklich gut ist aber innerhalb von 10 Minuten hab ich es wieder ausgeschaltet. Zu viel kommt aus einem zentralen Punkt, der Gesang ist teilweise dadurch so undeutlich und das Gesamte rauscht extrem für ein aufwendig produziertes Album. Es fehlen einfach Parts, in denen mal die Drums, dann mal der Gesang,etc. im Vordergrund stehen und ein Gänsehautfeeling geben. Immerhin haben sie sich im spielerischen gesteigert und das Lied besteht nicht nur aus 3 griffen und einem dissonanten Breakdown, wobei ich das Gitarrenheulen bei ,,just a (..)“ schlecht finde.

  9. Hasron sagt:

    Ja, das Album ist tatsächlich im Großen und Ganzen nicht der absolute Hammer. Es gibt zwei, drei Songs die es in meine Playlist schaffen weil sie doch sowas wie Ohrwurmcharakter haben.

    Ich muss aber auch eines monieren: Asking Alexandria sind schon weder unbekannt noch keine größe im Core-Bereich. Da muss man über den Tellerrand bzw. mal über den Ozean schauen – da sind die schon mit festes Inventar der Szene, vor allem da die Kurzlebigkeit vieler Bands dort arg zugenommen hat.