Asking Alexandria - See What's On The Inside

Review

Soundcheck Oktober 2021# 26 Galerie mit 17 Bildern: Asking Alexandria auf dem Summer Breeze Open Air 2016

ASKING ALEXANDRIA sind zwar mit neuem Label, aber mit gewohnter Stärke zurück. Ihr siebtes Studioalbum “See What’s On The Inside“ entstand Anfang 2021 in einem Haus in Tennessee. Dort fand sich das Quintett zum ersten Mal seit einer Dekade gemeinsam im gleichen Studio zusammen, um sich ihren musikalischen Wurzeln wieder zu nähern.

“Alone Again“: Ein passender Titel, in schwierigen Zeiten

Das Highlight des Albums, “Alone Again“, ist bereits als Single-Auskopplung vor dem Album erschienen. Der Song beginnt mit sanften Melodien einer Akustikgitarre, welche von Streichern melancholisch untermalt werden. Darüber bauen sich leichte und atmosphärische Gitarren auf. Der Sound ist langsam, aber heftig und steigert sich schrittweise. Die tiefen rhythmischen Gitarren bilden die perfekte Mischung aus hart und gefühlvoll und erinnern hier an Größen wie METALLICA oder LED ZEPPELIN. Der Thrash-Metal-Einfluss ist nicht zu überhören.

Thematisch geht es in dem Song darum, sich mit sich selbst auseinander zu setzen: “Bring me hope, bring me home/ I think I’m ready to be on my own/ Close my eyes lay me down/ I think it’s time that I take some time to be alone again.“ “Alone Again“ ist das perfekte Intro für ein gefühlvolles und düsteres Album.

ASKING ALEXANDRIA und der Kampf gegen sich selbst

Der zweite Titel auf “See What’s On The Inside“ trägt den Namen “Faded Out“. Hier werden tiefe, heavy Rhythmus-Gitarren mit hohen schneidenden Lead-Gitarren kombiniert, um einen rundum fetten Klang zu erzielen. Das Songwriting ist simpel, aber entfaltet eine große Wirkung. Der Song bleibt im Kopf und erzeugt eine unfassbare Energie. Textlich gesehen, handelt er von dem langen und traurigen Kampf gegen sich selbst: “I’m fading out/ I keep trying to stand but I’m falling down.“

Alternative-Rock mit einer Nu-Metal-Note

Mit “Never Gonna Learn“ präsentieren ASKING ALEXANDRIA eine weitere Facette von sich. Der Gesang erinnert an Größen wie Chester Bennington von LINKIN PARK, ohne dabei seine Eigenständigkeit zu verlieren. “If I Could Erase It“ hat die selbe klangliche Ästhetik wie der vorherige Track. Der Breakdown sticht besonders heraus. Mit einem 90er-Nu-Metal-Flair bricht der Song in der Mitte auf und entlädt eine enorme Energie.

“See What’s On The Inside“ : eine Hoffnung für die Fans

“You’ve Made It This Far“ bricht aus der hoffnungslosen Stimmung des Albums aus. Sänger Danny Worsnop gibt hier stimmlich alles. Er findet außerdem hoffnungs- und vor allem verständnisvolle Worte, welche an die Fans gerichtet sind: “You’re not the only one who thinks like they’re alone“. Gemeinsam allein sein macht die Einsamkeit ein wenig erträglicher und so findet sich mit diesem Track erneut eine Anspielung auf “Alone Again“.

ASKING ALEXANDRIA liefern ab

Mit “See What’s On The Inside“ liefern ASKING ALEXANDRIA ein weiteres starkes Album. Der Sound ist ausgereift und die Songs harmonieren perfekt miteinander. Von lauten bis leisen Tracks ist alles dabei und auch die Thematik schwankt von schwer zu leicht. ASKING ALEXANDRIA sind schon seit Jahren in dem was sie tun extrem erfolgreich und werden den hohen Erwartungen mit diesem Album definitiv gerecht.

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04.10.2021

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