Atomic Flower - Ungrateful...

Review

Stöbert man in der Vergangenheit der Schweizer von ATOMIC FLOWERS, erfährt man von einer 14-jährigen Bandgeschichte. In dieser Zeit stellen nunmehr zwei Alben, sowie die zweite und damit neue EP mit dem Titel „Ungrateful…“ ein durchaus überschaubares Sammelsurium an Veröffentlichungen dar.

Doch Lineup-Wechsel hin oder her, solch langjährige musikalische Erfahrung hört man einfach heraus – so auch bei den knapp mehr als 20 Minuten Spielzeit. Wurde in der letzten Rezension zu „Mercenary“ noch die Frage hinsichtlich der schwer erkennbaren stilistischen Ausrichtung gestellt, so zeigt „Ungrateful…“ reinen und rockigen Heavy Metal mit einer leichten Prise Dark Metal. Prinzipiell erhält man eine solide kleine Show von ATOMIC FLOWER: Eingängige Melodien beim Opener, abwechslungsreiche Arrangements im Gesamten, Midtempo-Einlagen bei „Final Call“, thrashiges Riffing bei „Ungrateful Sin“. Ist Marco Predicatoris Stimme zu Beginn der EP noch etwas verhalten und fügt sich nur schwer in den Gesamtsound ein, wirkt diese gen Ende doch kraftvoll und stimmig – auch wenn man sich fragt, ob die Hetfield-Ähnlichkeit nun wirklich natürlicherweise vorhanden, oder absichtlich inszeniert ist.

Davon abgesehen birgt die Scheibe natürlich ein erwähnenswertes Highlight: In diesem Fall handelt es sich um den zudem verbildlichten Song namens „Ungrateful Sin“. Kennt man diesen, kann man „Ungrateful…“ eigentlich ganz gut einschätzen.

Im Grunde genommen passt bei „Ungrateful…“ alles. Die EP ist stimmig, der eigene Stil von ATOMIC FLOWER spür- und hörbar und auch über manch kleinen Holpler, wie beispielsweise einen schiefen hohen Ton oder einen „leeren“ Übergang innerhalb eines Songs, kann man problemlos hinwegsehen. Aber das durchgehend langsame Tempo lässt doch eines schwerlich vermissen: Den Biss. „Ungrateful…“ ist – vielleicht eben aufgrund des langsamen Tempos – ein wenig harmlos, fast schon zahnlos, weswegen man es für Heavy-Metal-Fans zwar als nette Beschäftigung attestieren, jedoch darüber hinaus leider nicht als revolutionären Anspiel-Tipp anraten kann.

08.04.2015

The world is indeed comic, but the joke is on mankind.

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