Atomwinter - Catacombs

Review

Kinder, zieht euch warm an – denn der ATOMWINTER steht vor der Tür! Keine Sorge, es handelt sich nur um die neue Platte der Death Metal-Band aus Göttingen und nicht um tatsächliche radioaktive Nachwirkungen. Was zunächst verwundert, ist der Name des Labels, denn Trollzorn Records verbindet man eher mit einer Reihe mittelmäßiger bis sehr guter Veröffentlichungen im Pagan Metal-Sektor. Beim zweiten Blick klärt sich dieses Mysterium, denn seit einigen Jahren existiert mit Black Skull Records ein Schwesterlabel, bei dem bereits das letzte Album der Niedersachsen erschien. Warum genau man sich jetzt für eine Veröffentlichung unter dem Trollzorn-Banner entschieden hat, bleibt aber unklar.

ATOMWINTER is coming…

Was den Zuhörer auf „Catacombs“ erwartet, klärt sich hingegen bereits durch einen Blick auf die Trackliste: „Dark Messiah“, „Necromancer“ und „Funeral of Flesh“ weisen bereits in Richtung Old School-Death Metal. Dass sich zudem noch ein Track namens „Sadistic Intent“ auf dem Album befindet, macht deutlich, womit der Äther durchgeschüttelt werden wird, sobald der erste Song beginnt. Richtig schön ruppiger Death Metal, der in der Tradition eben jener Bands wie den zitierten SADISTIC INTENT steht, die auch dann noch trendfreien Todesstahl in Form gegossen haben, als es die wahrscheinlich uncoolste Musikrichtung der Welt war.

Atomwinter - Promo 2018

Die sympathisch Grabschänder und Sadisten von ATOMWINTER!

Von anderen Old School-Kommandos unterscheiden sich ATOMWINTER aber durch einen druckvolleren Sound. Die Riffs wummern richtig schön schwer aus den Boxen, angetrieben von präzisen Schlägen auf die Schlagzeugfelle. Als Vergleich kommen einem direkt ASPHYX und BOLT THROWER in den Sinn, vor allem was den Gesang angeht. Aber auch die Einflüsse alten Schwedentods sind erkennbar, zum Beispiel dann, wenn der Gitarrist sein Instrument zu einem kurzen und knackigen Solo á la „Left Hand Path“ aufheulen lässt.

Trendfrei und sympathisch!

ATOMWINTER reihen sich mit „Catacombs“ in die stetig wachsende Schar hochwertiger deutscher Death Metal-Bands ein, gehen die Sache aber etwas zwangloser an und machen einfach nur schnörkellosen Death Metal alter Schule. Wirklich neu und frisch ist das alles natürlich nicht, aber durchaus unterhaltsam. Wer nicht genug von klassischem Death Metal bekommen kann und noch einen Soundtrack für die letzten dunklen Wintertage sucht, der sollte hier zugreifen oder zumindest im unten verlinkten Video Probe hören.

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02.02.2018

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