Basanos - Instincts

Review

„Ungefiltert, roh und ehrlich wie der Hieb eines Vorschlaghammers auf den Mastdarm“, so beschreiben die Wiener BASANOS im Promo-Text ihre Musik. Das klingt zwar nach jeder Menge Schmerzen in der Magengrube, bezieht sich aber zum Glück nur auf die überaus aggressive Gangart, mit der die Truppe losbrettert.

Die musikalische Darbietung selbst ist dagegen zum Glück weit davon entfernt auch nur im Ansatz Schmerzen zu bereiten, sieht man einmal von einer überstrapazierten Nackenmuskulatur ab, die bei mangelhaftem Aufwärmprogramm durchaus Schaden erleiden könnte.

Ganz so harmlos ist die Sache aber auch wieder nicht, denn zu „Instincts“ bangt man sich über die gesamte Laufzeit der elf Tracks förmlich in Richtung des nächsten Chiropraktikers. Vorausgesetzt natürlich, man kann sich mit der Gangart der Burschen identifizieren und die ist in Summe brachial.

Die Wiener haben sich nämlich mit Haut und Haar dem fett groovenden Metal in unterschiedlicher Form, aber durchwegs brutaler Machart verschrieben. Damit werden sie vorwiegend jene Klientel ansprechen können, die neben den derberen PRONG und früheren MACHINE HEAD, vorwiegend auf PANTERA, THROWDOWN und Konsorten eingeschworen ist, sowie darüber hinaus auch aufgeschlossene und Groove-affine Hardcore-, aber auch Doomcore-Maniacs.

Die Riffs donnern in Manier einer Straßenwalze über den Zuhörer hinweg und jeder, der davon noch nicht geplättet ist, wird es von der dazugehörigen ultra-tighten Rhythmusfraktion, die ebenso für Punch ohne Ende sorgt. An Abwechslung mangelt es aber dennoch nicht, zumal BASANOS ihr Tempo immer wieder ganz famos zu wechseln wissen und vor allem dann, wenn sie gen Doom abdriften, dermaßen intensiv wüten, dass es eine wahre Freude ist ihnen zuzuhören und mitzuleiden.

Gerade durch die „Handbremsen-Manöver“ kommen auch die daran anschließenden schnelleren Passagen noch ein wenig mächtiger aus den Boxen und nicht zuletzt dieses Wechselspiel in Harmonie mit der unbändigen Kraft die über die gesamte Spielzeit aus den Boxen kommt, lässt mich des Öfteren an meinen Geographie-Kenntnissen zweifeln. Oder liegt New Orleans wirklich näher bei Wien als ich dachte?

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13.05.2010

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