Beheaded - Only Death Can Save You

Review

BEHEADED stammen aus Malta und spielen (Brutal) Death Metal nach amerikanischem Vorbild. Obwohl die Kombo schon seit 1991 existiert und bereits auf eine Historie von bis dato sechs Studioalben zurückblicken kann, kennt sie gerade in deutschsprachigen Landen sicher nicht jeder Metalhead. Auch bei metal.de wurde die Truppe bisher nicht gerade ausufernd (in der Tat lediglich das über 20 Jahre alte Demo „Souldead“) rezensiert . Ein Grund mehr, das aktuelle Opus „Only Death Can Save You“ mal genau unter die Lupe zu nehmen.

„Only Death Can Save You” zeigt sich thematisch langweilig, aber musikalisch souverän

Laut Aussage der Band ist der rote Faden des Albums die große Grenzerfahrung, die ein jedes Menschenleben bereithält: der Tod. Soweit so generisch für eine Death-Metal-Kombo. Das Thema reißt sicher niemanden mehr vom Hocker. Musikalisch sieht das aber schon anders aus. Denn was BEHEADED in dieser Hinsicht vorlegen, ist durchaus aller Ehren wert.

Mit dem Opener „The Charlatan’s Enunciation” holen die die Jungs nach nur sekundenlangem Intro auch direkt die grobe Keule raus. Der Track gibt vom Start weg richtig Gas und gefällt zwischendurch mit schweren Breaks, die das Highspeed-Massaker durchschneiden. Dieses simple doch effektive Muster spiegelt auch das musikalische Gesamtkonzept ganz gut wieder. Die Songs werden von Vollgas-Riffs und Blastbeatgewitter dominiert, aber immer wieder von schleppenden Parts aufgelockert, was für Abwechslung im Ohr des geneigten Todesmetallers sorgt.

Ein ganz charakteristisches Beispiel ist da unter anderem die Single-Auskopplung „A Greater Terror“. Dieser folgt auf dem Album mit „Unholy Man“ ein Track, der der bewährten Rezeptur noch eine Prise Hardcore hinzufügt. Das harmoniert perfekt mit der vor Aggressivität strotzenden Gesangsgewalt von Chefkreischer Frank Calleja und unterfüttert diese mit amtlichem Groove. Das anschließende „Embrace Your Messiah“ stapft betont schwerfällig nach vorne, langsam aber unaufhaltsam. Der Rest des Albums ist mit Ausnahme des Interludes „Gallows Walk“ wieder dem Hochgeschwindigkeits-Death-Metal verschrieben und knüppelt erbarmungslos alles nieder.

BEHEADED überzeugen mit Aggressivität

Mit „Only Death Can Save You” liefern die – um mal RTL-Trash-TV-Sprech zu bemühen – mordlüstigen Malteser einen wirklich starken Release ab. Stilistisch bewegt sich die Truppe zwischen modernem Death Metal und Brutal Death, verheiratet damit aber teilweise auch gekonnt die rhythmischen Stärken von Hardcore und – in Ansätzen – Groove Metal. Positiv hervorzuheben ist darüber hinaus die unheimliche Aggressivität, die die Songs ausstrahlen, an der auch Vocalist Frank einen großen Anteil hat. Aber auch die übrigen Jungs verstehen ihr Handwerk. Technisch ist die Platte einwandfrei, sowohl was die musikalische Umsetzung wie auch die Produktion angeht. Da muss man sich vor einer Kaufempfehlung nicht scheuen.

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05.06.2019

NO FUN NO CORE NO MOSH NO TRENDS

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