Blood Stain Child - Mozaiq

Review

Oh nein, schon wieder verkleidete Japaner… Geht das gar nicht in „normalem“ Metal-Layout? Egal, bin zu alt dafür. Musik der Zukunft soll das also sein? BLOOD STAIN CHILD spielen Melo-Death (gottseidank kein Black oder Visual Kei), und zwar in der Schnittmenge CHÜLDREN OF BODOM, IN FLÄMES und SOILWÖRK. So weit, so gut. „Mozaiq“ nennt sich das Werk, was diese Band von der kämpferischen Insel der roten Sonne nun auf die Hörerschaft loslässt. Auf das „stylishe“ Layout der sechs Japaner, das stark von der Weiß-Phase von Friden und Co. beeinflusst ist (die Krawatten haben sie AKERCOCKE geklaut), gehe ich nicht weiter ein; es passt halt irgendwie, irgendwo, was weiß ich.

Was wir zu hören bekommen? Screams, die Anders Friden genauso bereits vor Jahren vorgemacht hat, aufdringliche elektronische Spielereien der plastikmäßigsten Sorte, meine Güte, was sind IN FLAMES gut dagegen: dort werden die Elektro-Intermezzi zumeist ergänzend, ornamentierend, jedoch selten führend eingesetzt. Die Tracks von BLOOD STAIN CHILD haben Hall, viel Gefiepe und reichlich schwächelnden Klargesang sowie Soli und Riffs eins zu eins zitiert nach IN FLAMES‘ Vorgaben. Die gesprochenen Passagen sind vollkommen unpassend; soll da jetzt noch einer auf MICHAEL JACKSON gemacht werden oder was? SOILWORK finden sich seltener, dafür fehlen einfach diese ganz großen Choruslinien und das stumpfe Bergstrand-Element: denn BLOOD STAIN CHILD sind auf technischen Hochglanz produziert; das dumpf produzierte Bergstrand Riffing der IN FLAMES-Neuzeit fehlt, stattdessen mischen die Japaner die frühen IN FLAMES-Produktionen nach Nordström-Art mit dem neueren Songmaterial der Schwedischen Vorbilder. Das geht schief, ich darf es mal vorwegnehmen. Und diese permanent eingesetzten Sandkasten-Elektrospielchen, die unwillkürlich die sich drehende Glaskugel der Dorfdiskothek unangenehm in das widerstrebende Gedächtnis zurückbringt, die enervieren einfach nach wenigen Minuten. Oder Sekunden?

Die fette Produktion und die technisch ganz nett umgesetzten Melodic Death-Passagen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es diese Art Musik so schon viel besser gegeben hat, und zwar von mindestens einhundert Bands. „Follow The Hollow“, „Clayman“, selbst „Reroute To Remain“, von mir keinewegs als Highlight der Karriere von IN FLAMES betrachtet, sind Monster gegen BLOOD STAIN CHILDs „Mozaiq“. Ich schwöre hiermit, mich in Zukunft immer erst genauestens zu informieren, WOHER eine zu besprechende CD kommt. Japaner bespreche ich nur noch im Notfall, versprochen.

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02.08.2007

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5 Kommentare zu Blood Stain Child - Mozaiq

  1. Anonymous sagt:

    "Japaner bespreche ich nur noch im Notfall, versprochen." <- Was haben Typen wie du mit Reviews am Hut? Denn Sinn dieser scheinst du garantiert nicht verstanden zu haben.

    6/10
  2. sliv3r sagt:

    follow the hollow is doch kein in flames album, das isn song von soilwork. weiß nich ob ichs richtig verstanden habe aber…naja.

    5/10
  3. dexter sagt:

    Vielleicht solltest du auch nur noch im Notfall Reviews schreiben. Ein Fall von würde sich gerne auskennen und doch nur die vorgekauten Happen einwerfen. Mal wieder In Flames auspacken für diesen spaßigen J-Pop/Industrial/Metalbastard, Vergleiche ziehen und Deckel zu. Schade wenn der eigene Musikgeschmack zur Bewertung wird. Follow The Hollow ist übrigens ein Track von Soilwork und kein Album (Nein auch nicht von In Flames). Viel Spass noch beim vergleichen …

    8/10
  4. Anonymous sagt:

    Und du darfst Reviews schreiben?
    Du sagst "Follow the Hollow" ist ein In Flames Album und Clayman ist einer der Tiefpunkte in ihrer Karriere? Sag mal gehts noch?
    Ich finde die Musik für zwischendurch ganz in Ordnung.

    7/10
  5. Anonymous sagt:

    Wenn man so wenig Ahnung hatte, sollte man es verboten bekommen, ein Review zu schreiben. Genau, "Follow the Hollow" und "Clayman" sind die eindeutigen Tiefpunkte in In Flames‘ Karriere. Man o man, wie dumm man sein muss 😀

    Nun zu Mozaiq. Eigtl. ein gutes Album. Klar wurde hier und da geklaut, aber die Japaner verstehen ihr Werk, und die Elektro-Einflüsse sind auch ziemlich erfrischend. Schade dass der Keyboarder seinen Job manchmal ein bisschen zu ernst nimmt.

    8/10