Bodom After Midnight - Paint The Sky With Blood

Review

Das ist es also, der zumindest vorerst letzte Teil des musikalischen Vermächtnisses des viel zu früh verstorbenen Alexi Laiho. Die EP „Paint The Sky With Blood“ des CHILDREN OF BODOM Nachfolgers BODOM AFTER MIDNIGHT.

Das Ende in Etappen

Im November 2019 verkündeten CHILDREN OF BODOM, dass Jaska Raatikainen, Henri „Henkka T. Blacksmith“ Seppälä und Janne Wirman die Band zum Jahresende verlassen werden. Das letzte gemeinsame Konzert fand am 15. Dezember desselben Jahres in Helsinki statt. Da jedoch die Rechte am Bandnamen bei Raatikainen, Seppälä und Wirman lagen, wurden CHILDREN OF BODOM aufgelöst. Das Ende einer gemeinsamen Geschichte, die 1993 begonnen hatte. Daher gründete Alexi Laiho Anfang 2020 BODOM AFTER MIDNIGHT, zusammen mit dem vom alten COB-Line-Up übriggebliebenen Daniel Freyberg (Gitarre), sowie den neuen Mitgliedern Mitja Toivonen (Bass, Ex SANTA CRUZ) und Waltteri Väyrynen (Schlagzeug, PARADISE LOST). Hier wollte der begnadete Gitarrist und Frontmann nochmals neu durchstarten. „Paint The Sky With Blood“ wurde Ende 2020 in Finnland aufgenommen, und was als Beginn einer neuen Reise geplant war, ist nun deren Ende.

Laiho verstarb am 29. Dezember 2020 in Helsinki an den Folgen seines exzessiven Alkoholkonsums. Sein tragischer Tod hat die Metal-Szene erschüttert, und welches Talent von uns ging, macht die Debüt-EP und gleichzeitiger Schwanengesang „Paint The Sky With Blood“ von BODOM AFTER MIDNIGHT nochmals klar.

„Paint The Sky With Blood“ – die Weiterführung der musikalischen Ambitionen von Alexi Laiho

Die 14-minütige 3-Song-EP führt vor Ohren, wie Alexi sich die Weiterführung seiner musikalischen Ambitionen vorstellte. Der Titelsong selbst eröffnet den Reigen. Hochmelodischer, temporeicher Death Metal in typischer Manier der frühen CHILDREN OF BODOM mit diesem typischen Vibe. Liegt irgendwo zwischen „Hatebreeder“ und „Follow The Reaper“. Selbstredend Gitarrendominiert, melodischer Refrain, tolles Gitarrensoli und sehr eingängig. Das zweite, etwas rauere Stück namens „Payback’s a Bitch“ gefällt mit massivem Thrash-Riffing, hat weniger Melodie, dafür mehr Schwere in den Strophen und das Keyboard darf sich bei BODOM AFTER MIDNIGHT mal etwas stärker austoben. Charakteristisch hier mal wieder das herausragende Solo-Duell zwischen Gitarre und Keyboard. Abgeschlossen wird „Paint The Sky With Blood“ mit dem Cover des unsterblichen Klassikers „Where Dead Angels Lie“ von DISSECTION. Grundsätzlich bleiben BODOM AFTER MIDNIGHT dem düsteren Original relativ nahe, betonen aber stärker dessen melodische Natur.

Aus

BODOM AFTER MIDNIGHT, das letzte musikalische Vermächtnis von Alexi Laiho, folgte dem eingeschlagenen Pfad von CHILDREN OF BODOM. „Paint The Sky With Blood“ ist ein tolles letztes Lebenszeichen, ein schöner Schwanengesang eines begnadeten Gitarristen und Songwriters, der uns fehlen wird. Ruhe in Frieden!

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15.04.2021

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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