By The Patient - Servants

Review

Die dänische Combo BY THE PATIENT hat bereits letztes Jahr mit ihrer EP “Catenation Of Adversity“ versucht, in der internationalen Metalszene Fuß zu fassen. Da dies nicht so richtig gelang und die Band hierzulande wahrscheinlich (noch) den Wenigsten ein Begriff ist, setzen die fünf Burschen nun erneut zum großen Wurf an. “Servants“ lautet der Titel ihres ersten Longplayers, der neun Titel brutalen Death Metal enthält.

Beim Opener “Aberration Of The Hopeless“ gehen BY THE PATIENT sofort in die Vollen und knüppeln ordentlich drauf los. Schon nach den ersten Takten ist klar, dass hier Brutalität regiert. Der Song besteht größtenteils aus Blastbeats, gepaart mit schnellem Gitarrenriffing. Nur selten wird Schlagzeuger Adam eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Die Shouts und Growls des Vokalisten sind nicht weniger aggressiv. Somit entsteht ein sehr raues Gesamtbild. Die anschließenden Lieder folgen diesem Schema kompromisslos und sind ähnlich ungehobelt. Auffällig ist dabei, dass BY THE PATIENT trotz des hohen Tempos keinesfalls wild oder gar planlos agieren. Vielmehr sind ihre Kompositionen gut strukturiert und durchdacht, so werden die Gitarrensoli fast ausnahmslos über die zahmeren Parts gelegt. Zum Einen wird dadurch eine gewisse bedrückende Stimmung erzeugt, zum Anderen verleihen diese gemäßigten, oftmals melodischen Passagen den Songs die nötige Eingängigkeit, die man bei so vielen anderen Bands dieses Genres oft vermisst.

Die Vocals könnten für Genre-Traditionalisten etwas gewöhnungsbedürftig sein, da sie über weite Strecken sehr hoch angesiedelt sind und im Verbund mit den zahlreichen Blastbeats stellenweise an THE BLACK DAHLIA MURDER erinnern. BY THE PATIENT sind jedoch insgesamt deutlich weniger melodiös, somit bleibt der Gesang die einzige Gemeinsamkeit.

Schwachstelle des Albums ist eindeutig der Song “Constituted In Bloodshed“, der tendenziell etwas langsamer ausgefallen ist und leider mit recht eintönigen Gitarrenriffs aufwartet, die zu allem Überfluss auch noch in die Länge gezogen werden. Hiervon einmal abgesehen, ist BY THE PATIENT ein solides Debüt gelungen, das technisch einwandfrei ist und durch die Co-Produktion von Jacob Bredahl (THE KANDIDATE, ex-HATESPHERE) auch standesgemäß aus den Boxen ballert.

14.10.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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