Caelestia - Beneath Abyss

Review

Auf den ersten Blick stellen sich CAELESTIA als ausgesprochen ambitionierte und vor allem professionelle Truppe dar: Schmuckes Digipack mit Artwork von Seth Siro Anton (u.a. SEPTICFLESH), Endorsement-Deals mit renommierten Qualitätsmarken, Gastmusiker vom Schlage eines Björn „Speed“ Strid (SOILWORK) und Mastering von Tony Lindgren (u.a. KATATONIA, ENSLAVED). Ein Blick in die Credits lässt dann allerdings erste nachdenkliche Falten auf der Stirn erscheinen: Ganze drei Dummer sind auf „Beneath Abyss am Werk, darunter Markus Freiwald (SODOM) und Kostas Savvidis (ex-NIGHTFALL). Und die aus Athen stammenden Melodic-Deather werden nicht Müde zu betonen, was für unglaubliche Prominenz sie da auf ihrem Erstling versammelt und wo diese im Laufe der vergangenen Jahre überall gespielt hat. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verhärtet sich der Verdacht, dass hier ein Release eventuell künstlich aufgeblasen wird, das ansonsten substanziell nicht viel zu bieten hat.

Eine Ahnung, die sich beim ersten Durchlauf der Scheibe bestätigt: Zerfahrene Songs ohne roten Faden, bemüht progressive Melodiefolgen und massig Keyboard-Kleister sowie chaotisches Geriffe bestimmen das Bild. Die „Krönung“ allerdings sind die unfassbar schlechten Gesänge auf „Beneath Abyss“: Fronterin Dimitra Vintsou leiert sich dermaßen unbeholfen durch die Songs, dass immer wieder – beispielsweise im von Freiwald eingetrommelten „Secret Rite“ – der Punkt erreicht wird, an dem das Ganze einfach nicht zu ertragen ist. Dünn, fistelig, manchmal auch dezent schief – zu keiner Phase bildet die Fronterin eine Einheit mit dem Instrumentarium – und irgendwie entsteht alsbald der Eindruck, dass die gute Frau (wie so vieles auf dieser Platte) lediglich die Optik aufhübschen soll.

Bezeichnend ist, dass die Kooperationen mit SOILWORK-Fronter Strid in „Blessing Of Tragedy“ sowie ALTERSELF-Schreihals Andrew Geo im Titeltrack die einzigen halbwegs hörbaren Momente bescheren. In zweitgenanntem Track klingen CAELESTIA sogar hin und wieder schön morbide und fies, allerdings verliert sich letztlich auch dieser Song ab der Hälfte in konfusem Gebolze.

Sorry, Leute. Aber hier hat eine durchschnittlich talentierte Band lediglich ordentlich Kohle in die Hand genommen, um damit die eigenen Schwachstellen zu verstecken. Der Plan war wohl, mit „Beneath Abyss“ in Sphären von FLESHGOD APOCALYPSE und SEPTICFLESH vorzustoßen – in der Realität ist die Scheibe aber schlichtweg nur ein absoluter Rohrkrepierer.

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05.03.2015

"Am Ende isses immer Arbeit."

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