Car Bomb - Centralia

Review

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Wer sich gerne mal Jazz reinzieht, aber immer ärgert, wenn er nicht zugleich seinen Nackenwirbelbruch-Fetisch ausleben kann, für den gibt es jetzt eine weitere Lösung. CAR BOMB aus New York sind gewissermaßen das Pendant zu Berlins Knüppel-Break-Knüppel-Untergrundkapelle BOLZ’N. Auf „Centralia“ gibt es gepflegtes Geballer zu hören, das weit weniger kontrolliert wäre, wenn die Gestaltung der Dynamik nicht an Strukturen des Jazz denken lassen würde. Da bei dieser Musik vermutlich die wenigsten Rezipienten zum Nachdenken kommen, reicht es aber, wenn man weiß, dass eine Art Stop-And-Go-Grindcore vorgestellt wird, bei dem es auch nicht weiter auffallen würde, spränge die CD vor Freude ab und zu mit. Die Produktion ist jedoch relativ sauber und metallisch ausgefallen. Es knallt also ohne Unschärfen. Bei den Einflüssen wird neben MESHUGGAH und DILLINGER ESCAPE PLAN auch auf CONVERGE verwiesen. Speed-Mathcore wäre somit noch eine weitere Umschreibung, die man hier bringen könnte. In diesem Sinne: Jazz dir einen! Aber bitte mit Noise. Denn CAR BOMB haben auch ein Gespür für abgedrehte Zwischenklänge. Diese netten Details machen die Scheibe erst richtig rund, sind sie doch willkommene Abwechslung im Nervengezerre. Der Gesang wartet ebenfalls mit passenden Brüll-Kreisch-Varianten auf. Selten sind auch ein paar relativ klare Töne zu vernehmen. Insgesamt eine kurzweilige Angelegenheit, optimal für den kleinen Tobsuchtsanfall zwischendurch.

20.02.2007

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