Chronus - Idols

Review

CHRONUS sind mit ihrem zweiten Album “Idols“ zurück und präsentieren sich genauso traditionsbewusst wie auf ihrem Debütalbum. Die Schweden weilen weiterhin in den Gefilden des Hard Rocks und gewähren einen Einblick in ihre Soundentwicklung, auch wenn diese nur marginal ist.

CHRONUS stürmen vorwärts und stagnieren

“Idols“ startet mit dem sehr eingängigen Hard-Rock-Song “Mountains Of Madness“ . Der zeigt direkt mit welcher Leichtigkeit die Gruppe um Sebastian Axelsson Gitarren und Drums sprechen lässt. Stimmlich überzeugen der Frontmann über die gesamte Laufzeit, sodass der Gesang nie aufdringlich wirkt.

In “Ghost“ harmonieren Gesang und instrumentale Untermalung perfekt miteinander und werfen den Hörer durch antreibende Riffs aus dem Geschehen. “Black Water“ haut zunächst mit sehr knackigen Gitarreneinlagen rein, lässt im Refrain nur leider etwas nach.

Und hier kommen wir zum großen Problem von “Idols“. Viele Songs haben wirklich Potential, es fehlt nur irgendwie das gewisse Etwas. Überraschungen bleiben weitgehend aus, wodurch so manche Songs einfach dahinplätschern.

Vor allem “My Heart Is Longing For You“ wirkt irrelevant, hat jedoch trotzdem seine kleinen Momente. Leider werden diese nicht weitergeführt, oder interessant umgesetzt. “Pharos“ zeigt sich dabei etwas voluminöser, was gerade durch Axelssons Stimme nochmals an Gewicht zunimmt. CHRONUS fahren ihr wiederkehrendes Rezept und arbeiten dies strikt ab. Die Stimmung des Albums bleibt stets gleich, durchlebt trotzdem in den einzelnen Songs Höhen und Tiefen.

Im Vergleich zu ihrem Debüt, hat sich nur wenig geändert. So könnte jeder Song auf “Idols“ genauso gut auf die Vorgängerplatte passen. Lediglich die Riffs sind zum Ende hin einfallsreicher.

Lyrisch verbreiten CHRONUS typische Botschaften, die zwar gut arrangiert sind, aber schon einige Male durchgekaut wurden. “Idols“ vermittelt uns autonomes Handeln. “Heavy Is The Crown“ erzählt von Verantwortung, die Macht mit sich bringt und wie die Verantwortlichen sich dieser entziehen möchten.

“Idols“ ist stabil wie ein Stein

CHRONUS haben mit “Idols“ dennoch ein stabiles Album aufgestellt. Die Lyrik bleibt konstant. Das Album macht Soundtechnisch einen besseren Eindruck als der Vorgänger. Auch wenn die Ballade “Shepherd“ sehr durchschnittlich wirkt, geben uns CHRONUS immer einige schöne Gitarreneinspieler rein. Davon hätte mehr kommen müssen.

So wird es nämlich auch schwer, aus der Masse herauszustechen. “Ghost“ hat in dieser Hinsicht am meisten dargeboten, ohne in nerviges Gedudel zu münden. Oder ebenfalls “Sun“, welches als nettes Zwischenspiel dient und zu “Pharos“ überleitete.

Nur leider endet es hier schon. So viele schöne Momente wirken noch nicht ausgebaut genug, es fehlt einfach die überzeugende Note. Die stimmungsvollen Veränderung machen Spaß, wiederholen sich nur andauernd. Im Ganzen ist “Idols“ aber für Freunde des Hard Rocks dennoch zu empfehlen, vor allem da einem gesanglich etwas geboten wird. Richtig enttäuschen werden CHRONUS nämlich nicht.

Text: Erik Tillmanns

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24.04.2020

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