Civet - Hell Hath No Fury

Review

Reine Frauenbands sind im Rock- und Metalgeschäft so selten, dass auch Uneingeweihte auf spontanes Anfragen GIRLSCHOOL! und RUNANWAYS! rufen. Kennern fallen vielleicht noch RIOT GRRL ein, aber das war’s dann auch.

Tja, und jetzt gibt’s auch noch CIVET, vier tätowierte Drive In-Kellnerinnen, die irgendwann beschlossen, ihren musikalischen Helden von z.B. RANCID, MURDER CITY DEVILS oder auch MOTÖRHEAD durch aktive und lautstarke Huldigung Tribut zu zollen. Dass sie sich als Band CIVET erklärt mit einigem Humor das Selbstverständnis der Mädels. „Civet“ bzw. „Civet cat“ ist das englische Wort für „Katzenfrette“, ein alles fressendes, nachtaktives Nagetier mit einer besonderen Fähigkeit: durch ihre Analdrüsen können diese Tierchen einen starken, moschusartigen Duft versprühen und damit eventuelle Angreifer abwehren. Wie weit hier Parallelen bestehen kann ich nur mutmaßen.
Dafür kann ich zur Musik von CIVET Fakten nennen. Sie rockt, und das sogar sehr. Zwischen derbem, englischem 77er Punk und melodiösem Westküstenschreddermaterial haben die vier Mädels eine laute Nische gefunden. Punk, Rock’n’Roll und immer Vollgas sind die Zutaten von „Hell Hath No Fury“. Dieser Albumtitel basiert übrigens auf einem Zitat, dass fälschlicherweise William Shakespeare zugeordnet wird. Tatsächlich stammt es von William Congreve bzw. dessen Theaterstück „The Mourning Bride“ (1697) und lautet eigentlich: „Heaven has no rage like love to hatred turned / Nor hell a fury like a woman scorned.“ Öhöm.
Ist es – nebenbei gefragt – möglich, eine CD ohne klugschissliche Unterstützung des großen Onlinelexikons mit „W“ zu besprechen?

CIVET machen auf ihrer ersten Platte ein großes Fass auf und versprühen eine Menge Spaß. Vergleiche mit ihren mehrheitlich männlichen Musikkollegen müssen sie nicht scheuen; außerdem sehen sie besser aus. Wenn CIVET beim nächsten Album noch mehr Eigenständigkeit und Abwechslung zeigen, könnte aus dieser Band noch eine ganze Menge werden. Ein wohlwollendes Probehören wird hiermit empfohlen.

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02.10.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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