Conquest Of Steel - Storm Sword–Rise Of The Dread Queen

Review

Das klingt mal alles recht true: der Bandname CONQUEST OF STEEL, ein Albumtitel wie „Storm Sword – Rise Of The Dread Queen“, Songnamen wie „The Final Battle“, „Conquest Through Fire And Steel“, „Spirit Of War“ usw.
Die lyrische Seite erfüllt den True Metal-Status auf jeden Fall, musikalisch müssten die Briten aber noch ein wenig klischeehafter zu Werke gehen. Letztendlich fehlt zur wahren True-heit etwas die Intensität, die Hymnik und (die gewollt übertriebene) Epik. Geboten wird also lediglich traditioneller Heavy Metal, der zwischen Old-School-Einflüssen und modernen, leicht progressiven Einschüben in einer Art Grauzone rangiert. Die progressiven Elemente sorgen gelegentlich für eine Vielfältigkeit und –schichtigkeit, behindern durch schlecht platzierte Breaks oft aber gleichzeitig die Eingängigkeit und den Songfluss, die manche dieser Kompositionen einfach benötigten. Auf der Plusseite lassent sich insgesamt nur ein einigermaßen variables Gitarrenspiel und solide Rhythmusarbeit verbuchen.

Als Gegenpol dazu ist der Gesang kaum über die gesamten 51 Minuten Spielzeit auszuhalten. Dabei hält es sich noch in Grenzen, wenn Dan Durrant in mittlerer Lage bleibt. Dann fehlt nur Ausdruckskraft. Die häufigen Ausflüge in hohe Bereiche sind aber nicht nur zu schrill, sondern oft auch arg schräg. Ich bin sicher, man bekommt einen halbwegs kauzigen 80er-Touch auch ohne solche Hochtönerattacken hin. Noch schlimmer wird es, wenn eine Gastsängerin einen ihrer wenigen disharmonischen Auftritte hat.
Knackpunkt Nummer zwei ist das Songwriting. CONQUEST OF STEEL gelingt es kaum mal, eine interessante Hookline zu initiieren. Von den 14 Stücken rauscht ein Großteil völlig eindruckslos am Ohr des Hörers vorbei. Gerade wenn man denkt, dass es ein bisschen druckvoller zu Werke geht, unterbricht ein völlig unnötiger Rhythmuswechsel den Drive. Einige Male geht dabei sogar der rote Faden einer Komposition verloren.
Wirkliche Anspieltipps gibt es nicht. „Spirit Of War“ kann mit einer brauchbaren Hookline und klugen Arrangements aufwarten, bei „Raise Your Fist“ pumpt die Rhythmustruppe mal ordentlich und bei „Lament Of The Steel“ darf kurz vor Ende doch noch etwas True-Metal-Theatralik ran. Herausragend sind diese Songs aber auch nicht und sie stehen zudem einer Mehrzahl richtig schwacher Stücke gegenüber.
„Storm Sword…“ baut auf einem durchgehenden Konzept auf, das musikalisch erzählt wird. Dennoch kann sich keine Atmosphäre entwickeln. Vieles wirkt konfus und irgendwie unwillkürlich zusammengesteckt. Es fehlt eindeutig ein klarer Musikfluss.

Insgesamt ist „Storm Sword…“ nur ein ziemlich mäßiges Album, dass wohl niemand in seiner Plattensammlung missen wird.

02.09.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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