Cosmic Wheels - Cosmic Wheels

Review

Kennt ihr das, wenn ihr euch den ersten Song eines Albums anhört und denkt: „Wow, nicht schlecht.“, euch jedoch ein paar Titel später fragt, was eigentlich „nicht schlecht“ war? So geht es mir mit dem neuen Album „Cosmic Wheels“ der gleichnamigen Band COSMIC WHEELS.

Der Opener „A1 UNTITLED 1“ – seltsame Namensgebung, ich weiß – startet mit einem kurzen Intro bis COSMIC WHEELS die Groove-Walze schwingen und man sich wie auf einem Jazz-Rock-Event der späten ’70er vorkommt. Die Musik der Band stellt einen Mix aus Einflüssen des härteren Blues Rock, Jazz Rock und klassischem Heavy Rock dar. Das klingt erstmal nett, scheitert aber an der Umsetzung von „Cosmic Wheels“. Das Album klingt auf knappen 45 Minuten Spielzeit wie eine ausgedehnte Nachmittags-Jam-Session, in der sich die Musiker austoben konnten und viel Spaß hatten. Das ist zwar schön für sie, der Hörer hat davon aber nichts.

Wenn man sich zwei, drei Songs des Albums am Stück anhört, können COSMIC WHEELS zwar mitreißen und gelegentlich habe ich mich mit wippendem Fuß erwischt, denn schlechte Musiker sind COSMIC WHEELS nicht. Versucht man jedoch sich das gesamte Album am Stück anzuhören, verliert man schnell den roten Faden. Auch wenn ich versucht habe, mir „Cosmic Wheels“ intensiv zu Gemüte zu führen, bin ich mit der Zeit gedanklich abgeschweift. Den (bis auf wenige Ausnahmen, wie z.B der letzte, mit einer ruhigen, psychedelischen Atmosphäre aufwartende Titel) immer gleichen Songstrukturen zu lauschen, wird halt langweilig. Daran ändert auch der charmante Groove der Band nichts. Besonders der Schlagzeuger klingt, als hätte er einen „Gottkomplex“. Anstatt sich zurück zu nehmen und seiner Linie treu zu bleiben, vergeht kaum ein Song, in dem er nicht irgendwann austickt und wild auf seinem Instrument rumknüppelt.

Man merkt zwar, dass COSMIC WHEELS als Band harmonieren, fähig an ihren Instrumenten sind und viel Spaß beim Experimentieren an ihrer Musik haben – als Hörer kann man das aber nur bedingt nachvollziehen. Für eine Hintergrundbeschallung an einen Nachmittag mit Freunden eignet sich „Cosmic Wheels“. Ansonsten wird es aber als Fusselfänger im Regal enden.

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26.05.2015

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