Crazy Rain - Life Illusion

Review

Beim Einlegen von „Life Illusion“, der dritten Veröffentlichung der bereits 1988 gegründeten italienischen Heavy-Metal-Band CRAZY RAIN, war ich sehr positiv überrascht. Der erste Song „Fallen Rain“ hat mich mit seinem weiblich-orientalischen Gesang und dem darauf folgenden Übergang in härtere, männliche Metal-Gefilde sofort gepackt. Besonders gefesselt haben mich die Gesangslinien ohne Text, die in ein Halbtempo münden, worauf der Refrain folgt. Ein ausgiebiges Gitarrensolo ist ebenfalls im Song vertreten, die eingängige Melodie macht ihn zum perfekten Albumstart.

Anschließend geht der Schuss allerdings eher nach hinten los, bereits ab dem zweiten Song zeigen sich CRAZY RAIN von einer eher durchschnittlichen Seite. Lediglich der letzte Song „After The Rain“ kann das Anfangsniveau noch einmal zurückbringen. Die Melodie kam mir schon beim ersten Hören bekannt vor, was – wie sich schnell feststellen lässt – daran liegt, dass es dieselbe wie bei „Fallen Rain“ ist. Der Song wurde verkürzt, langsam und gefühlvoll noch einmal aufgegriffen, wobei  der Gesang teilweise an Jens Faber von DAWN OF DESTINY erinnert. Diese beiden Songs bilden einen sehr schönen Rahmen, der leider ein nicht allzu außergewöhnliches Bild ziert.

CRAZY RAIN zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute und auf Erfahrung fußende Instrumentalarbeit und mal sehr guten, mal weniger guten Gesang aus. Dabei halten sich beide Elemente in etwa die Waage, denn die eher dominante Stimme von Giacomo Gianfranchi wird durch zahlreiche Instrumentalparts ausgeglichen. Diese sind durchaus variationsreich, aber  nicht immer ansprechend. Selbiges gilt auch für den Gesang, sowohl in den hohen, wie auch in den tiefen Lagen weiß er zu gefallen, es fällt jedoch auf, dass viele Endungen zu abgehackt gesungen werden. Dies mag ein gängiges Stilmittel sein und Gianfranchi beweist, dass er Phrasen auch kraftvoll aussingen kann, dennoch stört es einfach in vielen der Songs.

„Life Illusion“ bietet Heavy Metal pur mit wenigen Crossover-Elementen wie das bereits erwähnte orientalische Intro und andere Elemente. Davon hätte ich mir mehr gewünscht, es hätte ein Album erheblich aufgewertet, welches mit zu wenigen Glanznummern auskommen muss. Neben dem Opener und dem Schlussstück sind da das titelgebende „Life Illusion“, das akustisch startet, sich aber nach hinten hin enorm steigert, und das gefühlvolle „Front The Door“. Der Rest ist keineswegs schlecht, aber eben auch nichts Besonderes.

Im Großen und Ganzen ein gutes Album, aus dem man noch mehr hätte machen können, das sich aber recht gut zum Mitgehen eignet.

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24.07.2014

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