Crystal Eyes - Confession Of The Maker

Review

Tja, so kann’s gehen! Auf dem Vorgängeralbum durfte ‚Lost Horizons‘ Frontmensch Daniel Heiman noch ein kurzes Gastspiel geben; nun steht er in der ersten Reihe und lässt Mikael Dahl nur noch bei einem einzigen Song singen. Das Promoschreiben versetzt dem ganzen Jubel aber schließlich doch einen kleinen Dämpfer: „Daniel wird bei den kommenden Live-Auftritten mit von der Partie sein, ist aber kein festes Mitglied der Band.“ Schade!
Die Promobeilage verkündet aber auch andere Details, wie zum Beispiel dass sich die Schweden ’straighten Heavy Metal‘ auf die Fahne geschrieben haben. Theoretisch richtig, doch leider lässt der kleine Text außen vor, dass man sich mit eben diesem Genreziel bereits das Todesurteil für ‚Confessions of the Maker‘ eingefangen hat.
Doch gemach; zäumen wir das Pferd von hinten auf. Legt man die Scheibe zum ersten Mal ein, wird man geradezu erschlagen mit Ohrwürmern und verspielten Passagen. So eingängig wie der dynamische Opener ‚The Charioteer‘ zeigt sich so gut wie jedes andere Lied auf dem Album auch und bringt damit einen gehörigen Livefaktor mit sich. Vor allem was die Schweden mit der Leadgitarre anstellen ist allererste Sahne. Begnügen sich andere Bands bei Strophen mit reinem Rhytmusgeschrubbel, tänzelt sich Mikael Dahl stets nach vorne und kollabiert damit in Tausenden und Abertausenden Soli, die irgendwie über den eigentlichen Gesang gelegt wurden und damit ordentlich für Stimmung sorgen. Sowas könnte ich mir eigentlich bei jeder Heavy Metal Band vorstellen – Spaß machen tut’s nämlich wie Sau.
Ebenso wie das ganze Album. Leider aber nur die ersten beiden Durchläufe, denn die meisten Songs haben eine enorm kurze Halbwertzeit und können sich trotz der vielen Ohrwürmer nicht lange im Trommelfell festsetzen. Irgendwie ist alles schonmal gehört, alles zu ’straight‘ (von den erwähnten Leadsoli mal abgesehen) und kaum etwas wirklich neu. Daran können leider auch die wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel das tolle ‚The Fools´ Ballet‘, oder ‚Terminal Voices‘ nicht viel ändern. Klar will man als klassischer Heavy Metal Fan nicht plötzlich Dream Theater Geprogge aus den Boxen schießen hören, aber etwas mehr Experimentiergeist hätte der Platte schon ganz gut getan. Zumindest hatte es sie aus dem gehobenen Durchschnitt in höhere Regionen klettern lassen können.

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29.04.2005

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