Currents - The Way It Ends

Review

Galerie mit 15 Bildern: Currents - We Are Stronger Than Before Tour 2018

In gewisser Weise ist das Cover des neuen CURRENTS-Albums eine aus allen Perspektiven stimmig erscheinende Metapher für die künstlerische Einheit der Autoren und ihres neuesten Werkes: Alles endet im großen Mahlstrom. Die zwei unbekannten Gestalten, die schon die Hülle des Vorgängers „The Place I Feel Safest“ zierten, zieht es nun hinab in den alles verschlingenden Strudel aus Zeit und Materie.

Eine perfekte Gratwanderung

Es ist eine düstere, überwältigende Welt, die die Connecticut-Djenter auf „The Way It Ends“ beschreiben. Und das ist wahrlich nicht die einzelne Parallele, die sich bereits nach wenigen Minuten in Richtung einer Band wie ARCHITECTS auftut. Dabei heben sich CURRENTS auf ihrem dritten Full-Length-Album aber gleichzeitig durch einen musikalischen Facettenreichtum von den Genannten ab, den das seit nunmehr drei Alben perfektionierte und verfeinerte Soundrezept von Sam Carter und Co. mittlerweile kaum noch zulässt.

Neben groovigen Djent-Passagen und ausdrucksstarken Shouts, scheuen CURRENTS auch den in Core-Kreisen bisweilen etwas aus der Mode gekommenen Klargesang nicht. Gut so, denn hier wird er nicht als Airplay-Weichspüler eingesetzt, sondern organisch mit den brutalen Soundelementen verflochten. So legt „A Flag To Wave“ als erster regulärer Song der Platte die Messlatte für die perfekte Gratwanderung zwischen gefühlvoll-mächtigem Singalong und gnadenlos hackendem Deathcore bereits beängstigend hoch. Neben Brighton’s Finest (siehe oben) klingen hier auch jüngere Großtaten der Marke FIT FOR AN AUTOPSY durch. „Monsters“ geht noch einen Schritt weiter und erinnert mit unterstützenden Klargesangschören an RISE AGAINST, als sie noch so etwas wie melodischen Hardcore spielten.

CURRENTS setzen ein Ausrufezeichen mit Wiedererkennungswert

An anderer Stelle („Origin“) scheinen CURRENTS RAMMSTEIN zu referenzieren und siehe da: Das mit den Industrial-Anleihen im extremen Core funktioniert wohldosiert nicht nur bei HEAVEN SHALL BURN ausnehmend gut. „Kill The Ache“ profitiert ebenfalls von warm pulsierenden Synth-Flächen unter der geschrienen Verzweiflung und dem letzten aufbäumenden Geknüppel.

Nach knapp vierzig enorm kurzweiligen und intensiven Minuten verschlingt der Strudel auch das letzte nachhallende Geräusch. „The Way It Ends“ hält das hohe Songwriting-Niveau an der Schnittstelle von Djent, Deathcore und Progressive Death Metal, das Kollege Wischkowski bereits dem Vorgänger attestierte. Diesmal gibt es darüber hinaus eine ganze Reihe unleugbarer Hits. Mit ihrem dritten Langspieler setzen CURRENTS ein Ausrufezeichen mit Wiedererkennungswert, von der Sorte, wie sie der Szene sehr guttun.

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19.06.2020

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