Dark Buddha Rising - Mathreyata

Review

Die finnischen Doomer DARK BUDDHA RISING sind wieder da und haben nach fünf Jahren Wartezeit mit „Mathreyata“ ihre neue, mittlerweile siebte, auditive Lavawalze in Albumlänge mitgebracht. Die 2018er-EP „II“ kann hierbei durchaus als Anlauf zu diesem Album angesehen werden.

DARK BUDDHA RISING – ein Trip zum Mittelpunkt der Erde

Was direkt nach einem Durchlauf auffällt: ein gewisser Rückgang des Drone-Anteils und eine stärkere Hinwendung zu sludgigen Doom. Dies tut der Atmosphäre des Albums sehr gut, da hier ein ganz anderes Spiel mit Dynamiken möglich ist und auch rockige Ausbrüche in den Post-Metal erlaubt. Über allem aber liegt, wie ein dichtes Tuch, eine trippy, psychedelische Stimmung, welche durch diverse Synthie-Sounds und Effekte in den Gesamtsound eingewebt wurden. DARK BUDDHA RISING gehen den wesentlich dunkleren Weg, den sie mit der letzten EP eingeschlagen haben, unbeirrt weiter. Der Opener „Sungaya“ klingt mit seinen 13 Minuten Länge, wie NEUROSIS auf halber Geschwindigkeit, dafür aber angereichert mit reichlich psychedelischer Atmosphäre. Der anfänglich gespenstisch, klagende Gesang steigert sich im Laufe des Songs zunehmend zu einem wütenden Fauchen, um dann in tribalistischen Drums und abschließenden Feedback-Sounds zu versiegen.

Auch der zweite Song „Nagathma“ atmet eine ähnliche Dynamik. Die anfangs meditativ, beschwörende Stimmung bricht auseinander, und ein mit dunklen, knarzigen Synthies untermaltes Riff setzt ein und steigert sich zu einem Höhepunkt. Insbesondere diese Kombination aus repetitiven Gitarrenspiel und den schlüssig eingewobenen Synthesizersounds, wirkt monolithisch und ist eine Stärke von „Mathreyata“. „Uni“, der dritte Track, wirkt wie eine Brücke, die zum letzten Song „Mahathgata III“ führt, welcher den ausufernden Höhepunkt des Albums bildet. Hier führt die Band das weiter, was sie auf der 2018er-EP „II“ begann und treibt das bekannte Spiel mit der Dynamik auf die Spitze.

„Mathreyata“ – Riff-Gewitter und Synthie-Katharsis

DARK BUDDHA RISING scheinen sich wieder ein Stück mehr gefunden zu haben. Noch nie klangen sie gleichzeitig so verstörend und trotzdem auf den Punkt gespielt, wie hier. Einerseits ist ihr Sound düsterer und zwingender geworden und damit alles andere als leichte Kost. Andererseits ist „Mathreyata“ auch das zugänglichste Album ihrer Diskografie. Sie schaffen es, das Verstörende geschickt mit dem Interessanten zu verknüpfen und das Ganze in eine drückende, berauschende Soundwand zu pressen. Wer gewisse Längen, welche hier definitiv existieren, und so auch gewollt sind, eher als meditativ und nicht störend empfindet, sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Review von Thomas Mahnke

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16.11.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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