Deiquisitor - Downfall Of The Apostates

Review

Holla, DEIQUISITOR aus dem dänischen Ringsted sind definitiv keine Kinder von Traurigkeit. Jedenfalls ist ihr zweites vollständiges Album „Downfall Of The Apostates“ im Werbetext mit „fast, brutal and unearthly“ noch nett umschrieben. Dass der Drummer und der Gitarrist/Vorgrummler seit Anfang der Neunziger aktiv und überwiegend in Black-Metal-Bands unterwegs waren, merkt man. Das ist wirklich schnell, das ist richtig brutal.

DEIQUISITOR sind keine Kinder von Traurigkeit

Und technisch durchaus ansprechend: So gibt Drummer HBC aka Henrik Christensen aka Bestial Butcher nicht nur Blastbeat-Sperrfeuer vor, sondern auch mal verwinkelte Rhythmen („The Order Of Pegasus Light“) oder Stop-and-go. Vielseitigkeit ist hier allerdings relativ zu sehen, bewegen sich die Songs doch allesamt im Bereich zwischen Geschwindigkeitsübertretung und Überschall. So sollte man auch keine Wunderdinge bei den Riffs erwarten: Die sind engagiert gespielt, schleifen aber mehr, als dass sie virtuose Fähigkeiten preis geben. Soli gibt es deshalb auch keine, erwartet aber auch niemand. Passend dazu grummelt der Sänger so unverständlich, wie es sich bei einer brutalen und flotten Death-Metal-Scheibe eben gehört.

Was zählt, ist das Ergebnis, und das sind neun Songs, die das Inferno auf Erden gut abbilden und auch darüber hinaus eine Spur der Verwüstung ziehen. Die sich übrigens auch in den Texten von „Downfall Of The Apostates“ wiederfindet: Da wird die Erde und die Götterwelt gleichermaßen pulverisiert („Atom Synthesis“, Planetary Devastation“, „War On The Gods“). Ein gediegener Themen-Potpourri halt.

„Downfall Of The Apostates“ zieht eine Spur der Verwüstung

Insgesamt ist DEIQUISITOR also ein wirklich starkes Death-Metal-Album gelungen. Die Scheibe zeigt von Anfang bis Ende eine hochenergetische Leistung, die man von einer Triobesetzung nicht ohne weiteres erwarten würde. Grund dafür ist nicht nur die angesprochene Black-Metal-Vergangenheit der Mitglieder, sondern auch der brutale Sound, der den Instrumenten Raum und Unergründlichkeit zugleich lässt. „Downfall Of The Apostates“ darf man sich also getrost auf den Einkaufszettel schreiben, wenn man im Death Metal eine gewisse Untergründigkeit erwartet – und sich vom eher semitollen Cover nicht abschrecken lässt.

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27.05.2018

- Dreaming in Red -

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2 Kommentare zu Deiquisitor - Downfall Of The Apostates

  1. ClutchNixon sagt:

    Erinnert sich noch jemand an Swanös Spaßprojekt Infestdead? Nö, oder? Damit ist alles gesagt. Finger weg!

    1/10
  2. Sane sagt:

    Naja, bahnbrechend böse ist das jetzt nicht unbedingt..
    Das Cover finde ich eigentlich ganz geil..
    PS: liegt da ein Delfin auf dem Dach?? 😉