Depression - Ein Kakophonischer Lebenshauch

Review

Na endlich- dachte ich bei mir, als ich den Promozettel vom guten Besen las. Endlich mal wieder richtiger Grindcore und nicht dieser doofe Elektrogrind, den ich in letzter Zeit aus dem Hause Apathic View vernommen habe! Endlich wieder tiefe und dreckige Klampfen, stumpfes Drumming und geiles Gurgeln. Das dies in Form einer Live CD ist, sollte mich dabei keineswegs stören, ganz im Gegenteil, denn meist gefällt mir Grindcore live noch wesentlicher besser als auf Platte.

Und eigentlich würden auch alle meine Erwartungen und Hoffnungen erfüllt werden, wenn da nur eine Sache nicht wäre. Man hört den Gesang so gut wie gar nicht. Gerade das, was ich am Grindcore so sehr mag, nämlich richtig fieses Gegurgel, geht völlig unter und ist viel zu leise. Zwar kann man die durchaus lustigen Ansagen zwischen den Songs hören und sich auch bildlich vostellen, wie beispielsweise der ein oder andere Schwanz am Aufblitzen ist, nur leider nimmt es mir doch ein wenig die Hörfreude, wenn man bei den Songs dann eben nur Bass, Drums und Klampfen hört.Dabei ist die spielerische Leistung wirklich nicht zu verachten, denn der primitive Grindcore der Jungs gefällt mir gut. Gewiss, keine Spur innovativ, aber dafür schön direkt. Dabei wechselt man immer zwischen Blast Beats und Midtempo, verwendet dabei auch gelegentlich Thrashtakte und wirkt so durch und durch rockig. Wenn man sich “Dalai Dahmer“ (ein Bonustrack aus dem Studio) anhört, dann merkt man auch, dass das Ganze mit Gesang noch eine Spur geiler klingt, was das Fehlen eben dessen auf dieser Scheibe noch trauriger macht.

Im Endeffekt ist die Platte aber dennoch ganz witzig und macht Spaß, denn dadurch, dass alles völlig unbehandelt und absolut live klingt, man die spaßige Interaktion der Band mit dem Publikum mitbekommt und zumindest die instrumentale Leistung überzeugend ist, sollten sich Fans von geilem Grind mal überlegen, ob sie hier nicht ein paar Groschen investieren wollen. Ich für meinen Teil hoffe, dass die Band vielleicht eines Tage noch einmal auf die Bühne zurück kommt, dann kann ich mir sie nämlich auch mal ansehen. Tequila!

09.11.2007

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