Deranged - Struck By A Muderous Siege

Review

Jeder kennt sie, diese Bands auf den frühen und mittleren Positionen der Running Order eines Festivals. Die wissen einen oft nicht voll zu begeistern, bereichern aber durchaus das Billing. Man investiert sein Geld also eher am Bierstand als umgehend deren Scheibe beim nächstgelegenen fliegenden Plattenhändler käuflich zu erwerben. In genau diese Kategorie Bands fallen auch DERANGED, und das seit nunmehr schon 25 Jahren.

Kein Headliner, aber DERANGED bereichern das Billing

Auch mit ihrem mittlerweile neunten Longplayer “Struck By A Murderous Siege“ werden die Schweden an dieser Einstufung nicht viel ändern können. Das klingt jetzt negativer als es wirklich gemeint ist, denn größere Versäumnisse kann man den Jungs eigentlich gar nicht vorwerfen. Nach wie vor pendelt man ganz grob gesagt auch weiterhin zwischen brutalen CANNIBAL CORPSE und groovigen SIX FEET UNDER. Das kann man nach so langer Zeit entweder etwas wenig oder aber einfach nur konsequent nennen. Und eine solche engstirnige Konstanz können ja auch nicht allzu viele vorweisen, leider. Einerseits wären da also die stark kannibalisch angehauchten Brecher wie “The Frail Illusions Of Osteology“ oder “Cold Icy Hands“. Diese Songs sind schon ziemlich vorhersehbar, haben aber dennoch durchaus Plan und Struktur und würden auch auf CANNIBAL CORPSE-Scheiben keine schlechte Figur machen. Andererseits bieten DERANGED im nahezu stetigen Wechsel eher Groove betonte Midtempo-Stampfer wie “Hello From The Gutters“ oder aber “Toy Box Torture Chamber“ an, die so durchaus auch aus der Feder von Chris Barnes und Konsorten stammen könnten. Alles solide und kompetent gemacht. Doch leider fehlt den meisten Songs irgendwie das Besondere, um aus passablen richtig gute Stücke werden zu lassen. Als Ausnahmen oder besser gesagt Blaupausen wie es zukünftig gehen könnte kann man da “Reverent Decomposition“ und “Shivers Down Your Broken Spine“ anführen, denn hier kann die Band mit der einen oder anderen richtig coolen Idee punkten. Ansonsten hilft es auch leider eher wenig, wenn man zusätzlich zu den bereits genannten Kapellen auch noch IMMOLATION auf der Referenz-Liste stehen hat. Das ist dann eben doch bei zu vielen anderen auch der Fall.

Dennoch kann man DERANGED für “Struck By A Murderous Siege“ nun absolut nicht in die Pfanne hauen. Im Gegenteil, das Durchhaltevermögen der Jungs verdient schon Anerkennung. Und so einige Freunde des gepflegten Brutal Death werden mit dieser Scheibe sicher vollauf zufrieden sein. Aber vielleicht darf es dann beim nächsten Mal doch ein bisschen mehr sein? Wobei, vielleicht fühlt man sich ja auch auf genau diesen anfangs erwähnten Positionen in der Running Order äußerst wohl. Da bleibt schließlich nach dem eigenen Gig noch genügend Zeit, um die Getränkevorräte des Veranstalters zu plündern. Und das ist ja auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

19.10.2016

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