Dino King - Dino King EP

Review

Soso, DINO KING haben sich auf ein Dinosaurier-Thema eingeschossen und meinen, dass sie auch darüber singen würden, wenn sie es denn täten. Tun sie aber nicht. Sie spielen Instrumental-Prog, der näher an der eleganten wie filigranen Klangkunst von CALIGULA’S HORSE angelehnt ist als am überlebensgroßen Ur-Echsengehege des Jurassic Park. Hier passt thematisch ein bisschen was nicht zusammen, wenn nervöse Gitarren um präzise Rhythmen herum tänzeln, dabei die ein oder andere Brise Jazz und Blues mitnehmen. Zumindest Unsereins möchte dabei so gar nicht an Dinosaurier denken, geschweige denn an einen König unter den Urviechern.

Ein Saurier für den Porzellanladen

Und dabei ist der Sound der unter anderem als Referenz genannten ANIMALS AS LEADERS ja schon ziemlich wuchtig und würde in dieses Themengebiet hineinpassen. Aber sei’s drum: Instrumental-Bands haben es heutzutage ja schwer genug, wollen wir mal nicht so sein und schauen bzw. hören mal, was das Duo tatsächlich zu bieten hat. Wie bereits erwähnt spielen DINO KING einen ziemlich technischen Instrumental Prog, der den Frickeleien eines Sam Vallen recht nahe steht inklusive dessen Neigung, gerne mal leicht romantisierte oder wenigstens weitläufige, malerische Melodien in den Sound einzuarbeiten.

Das funktioniert insgesamt auf der selbstbetitelten Debüt-EP schon ziemlich souverän, um nicht zu sagen richtig gut. Die dynamische Instrumentalarbeit des Duos ist bemerkenswert, gerade wenn man bedenkt, dass es sich hier um die Debütveröffentlichung handelt. Was den Saurierafficionados halt insgesamt fehlt, ist das Spektakel. DINO KING riffen insgesamt noch ein bisschen zu trocken, so als handele es sich hier um einen reinen Testlauf. Gerade wenn man die eben doch immer wieder durchscheinenden Australier zum Vergleich heran- und deren Gesang abzieht, so blüht der Sound der letzteren doch etwas organischer und dramatischer auf.

DINO KING legen ordentlich vor

Das fehlt DINO KING noch etwas und ist wohl ein Element, das allein durch die Erfahrung kommt. Aber der Rest sitzt schon mal tight wie Arsch auf Eimer. In welche Richtung sich die Band weiterentwickeln wird, ist angesichts des verdammt hohen, technischen Niveaus also schon eine richtig spannende Frage. Werden sie sich tatsächlich ins Dinogehege wagen? Oder auf ein anderes, aufregendes Prog-Abenteuer gehen? Die Band scheint gerade erst losmarschiert zu sein. Warten wir also gespannt ab, wohin der Weg sie führt…

15.03.2020

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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