Disturbed - Believe

Review

Direkt mit dem Debüt mehrfach Platin einzusacken, ist nicht vielen Bands vergönnt. Die Amis von DISTURBED schafften in ihrem Heimatland dieses Kunststück, weil sie mit ihrer Art von Musik zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Fette Neo Thrash-Riffs, gepaart mit einer unheimlich kraftvollen und tighten Rhythmussektion und dem unvergleichlich-unverwechselbaren Gesang ihres Fronters David Draiman, der von psychotischen Schreiattacken bis hin zu zerbrechlich-zärtlichen Melodien alles in seinem Repertoire hat, ergaben auf „The Sickness“ eine Masse von Ohrwürmern und Hits, die gerechtfertigt wie eine Bombe einschlugen. Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Zweitwerk „Believe“ zu zeigen, dass man keine der häufig auftauchenden Erfolgseintagsfliegen ist. Eins vorneweg: Diese Aufgabe haben DISTURBED bravourös gemeistert. Und das Schönste daran ist, dass man sich nicht einfach nur stur darauf verlassen hat, dass sich ein „The Sickness“ Part II schon wieder genauso verkaufen würde. Nein, Draiman und Co. haben sich von direkt zündenden Hits etwas weg in Richtung zeitloserer, vielschichtigerer Kompositionen verlagert. Die Gesamtheit zählt auf „Believe“, nicht mehr der einzelne Song. Natürlich sind mit der ersten Single „Prayer“, dem fast schon melancholischen Titeltrack, dem ohne Ende rockenden „Rise“ und dem heftigen Stakkatokiller „Liberate“ wieder potentielle Abräumer am Start, aber eben nicht in dem Maße, wie es noch auf dem Debüt mit „Stupify“, „Down With The Sickness“ oder „Violence Fetish“ der Fall gewesen war. DISTURBED haben haben dabei ihre Trademarks größtenteils beibehalten und mit neuen Feinheiten, wie z.B. ein paar getrageneren, rockigen Einlagen oder dem Mut zur fast schon romantischen Melancholie, garniert. Über alldem thront jederzeit das majestätische Organ Draimans, der einmal mehr eine Meisterleistung abliefert und am meisten zu DISTURBEDs Wiedererkennungswert beiträgt. Um die Produktion, für die wie schon beim Debüt Johnny K. zuständig war, zu beschreiben, reicht ein Wort: FETT! Wenn dann mit dem unerwartet ruhigen „Darkness“ noch ein derart gelungenes Überraschungsexperiment mit an Bord ist, kann man nur sagen, dass DISTURBED ihre „Mission Erfolgsbestätigung“ einwandfrei erfüllt haben. „Believe“ ist übrigens auch als sehr edel aufgemachtes Digipack mit lohnender Bonus-DVD erschienen. Also schnell zugreifen, Leute!

17.10.2002

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2 Kommentare zu Disturbed - Believe

  1. alarmist sagt:

    Sehr gutes Album an dem man nichts auszusetzen haben kann!

    9/10
  2. 6dav1d6 sagt:

    Meiner Meinung nach klar das schwächste Album von Disturbed.
    Nachdem The Sickness extrem reingehauen hat, ist mir Believe einfach zu ruhig und langweilig ausgefallen. Klar, Lieder wie Liberate, Awaken oder Rise machen immer noch mächtig Laune. Dennoch gibt es einfach zu viele seichte Nummern auf Believe (Believe, Darkness, Remember etc.) Zum Glück ist das neue Material wieder mehr auf das erste Album angelehnt…

    5/10