Dodsferd - Spitting With Hatred, The Insignificance Of Life

Review

Nikos ‚Wrath“ Spanakis treibt mit seinem Projekt DODSFERD seit 2001 sein Unwesen und schleudert uns mit „Spitting With Hatred, The Insignificance Of Life“ sein sechstes Album entgegen. Wie kaum anders zu erwarten, gibt es mal wieder eine volle ladung dreckigen, wutschäumenden Black ’n Roll, wobei ich sagen muss, dass ich dem Projekt nie allzu viel abgewinnen konnte. „Spitting With Hatred, The Insignificance Of Life“ zeigt DODSFERD jedoch auf eine Weise, die ich keineswegs erwartet hätte.

DODSFERD’s neues Album ist nämlich ein ordentlich krachendes, deftiges und dabei doch originell zusammengestelltes Stück räudiger Black ‚N Roll geworden. Wrath fährt, was garstiges Gekeife und schrubbelige, punkig angehauchte Riffs anbelangt, ziemlich schwere Geschütze auf und schafft es hin und wieder sogar, mit ein paar Clean-Einsprengseln an der Gitarre und beim Gesang interessante Akzente zu setzen. Auch in puncto Produktion hat Wrath ein paar Scheite in’s Feuer geworfen und präsentiert sein neues Material in einem dreckigen, aber dennoch vorzeigbaren Klanggewand mit klar vernehmbarem Bass. Wenn das mal kein Fortschritt im Hause DODSFERD ist! Man merkt eindeutig, dass Wrath sich diesmal richtig in’s Zeug gelegt hat und aus sich ein Maximum an Professionalität herausgeholt hat, und das ist definitiv eine Erwähnung wert.

Generell lässt sich konstatieren, dass „Spitting With Hatred, The Insignificance Of Life“ eine sehr ausgewogene Balance aus puristischen Black-Metal-Salven, schwungvoller Rock-Dynamik und derber Punk-Attitüde bietet. Besonders hervorzuheben sind der vierte Song des Albums, „Preaching Death and Destruction“ mit seinen Ausflügen in nahezu dramatische Gefilde sowie der Titelsong, der von schaukeliger Rhythmik inerhalb kurzer Zeit in manische Raserei umschlägt. Auch wenn Wrath weit davon entfernt ist, eine Revolution im Black-Metal-Genre anzuzetteln, so beweist er doch neuerdings einen Riecher für interessante stilistische Mischungen.

Unter dem Strich würde ich sagen, dass DODSFERD mit „Spitting With Hatred, The Insignificance Of Life“ ein kurzweiliges, markantes Black ‚N Roll Album gelungen ist, das ich in dieser Form nicht im Geringsten erwartet hätte. Fragt sich, wie Herr Spanakis das wohl zustande gebracht hat. Vielleicht zählt der gute Wille doch?

12.03.2011

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