Dragonsfire - Metal Service

Review

Eine Dame am anderen Ende der “Metal Service“-Hotline führt mit klassischer Callcenter-Stimme ein in das zweite Langeisen der Hessen DRAGONSFIRE. Wie auch schon auf “Visions Of Fire“ vor zwei Jahren gibt es von den vier Herren wieder melodischen Heavy Metal mit Einflüssen aus dem Speed und Power Metal auf die Lauscher. Offensichtliche Vorbilder sind also etwa GRAVE DIGGER, IRON MAIDEN oder MANOWAR, aber auch Hard Rock-Zitate (“Call Of The Heart“) finden sich auf dem Album.

Speziell bei den ersten Liedern, wie dem bereits mit einem sehenswerten Videoclip (mit Lego-Männchen) versehenen “Raging Fire“, werden die leider selten packenden Refrains durch zu häufige Wiederholung ziemlich überstrapaziert und die Kompositionen damit noch weniger spannend, als sie ohnehin schon sind. Dem Material fehlt es schlicht und einfach an großen Momenten. Einige ordentliche bis gute Nummern gibt es aber immerhin dann im Mittelteil der Scheibe – grob geschätzt kann man wohl jede dritte dazu zählen. So legt “Devil“, Stück Nummer fünf, härtetechnisch ein Brikett nach und sorgt für stampfende Abwechslung, “Blood For Blood“ ist auch recht knackig, das flotte “Visions Of Fire“ wartet mit netter Mitgröhl-Passage auf und beim recht stark an die Eiserne Jungfrau erinnernden, wirklich gelungenen “Time Of Twilight“ schimmern zum ersten Mal doch tatsächlich echte Ohrwurm-Qualitäten durch. Leider bleibt es bei diesen zahlenmäßig arg überschaubaren Höhepunkten.

Obwohl man gute Ansätze nicht leugnen kann, wird der “Metal Service“ wohl nur die wenigsten Metalheads vom Hocker hauen. Außer dem guten “Time Of Twilight“ und mit mehr oder minder großen Abstrichen drei weiteren Stücken fliegt das Material am Hörer vorbei, ohne sich in dessen Ohr festzubeißen. Bis zu einer Veröffentlichung vom Kaliber “The Number Of The Beast“ oder – um eine andere Messlatte anzulegen – “Something Wicked This Way Comes“ scheint es für DRAGONSFIRE noch ein sehr langer, wohl zu langer Weg zu sein. Der Drache scheint etwas abgezehrt; sein Feuer flößt niemandem Furcht ein, denn es ist nur lauwarm.

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22.07.2010

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