Dying Humanity - Living On The Razor's Edge

Review

Ziemlich stumpf, martialisch und plakativ stellt sich der Bandname der noch recht jungen Truppe aus Chemnitz dar, doch ähnlich sehen die Jungs auch die alltägliche gesellschaftliche Umwelt, was sie ihren Hörern mit diesem Konzeptalbum verdeutlichen wollen. Es geht um die Geschichte einer Frau, die sich durch die Schattenseiten des modernen Lebens wie Drogen, Heuchelei, Gewalt oder Verrat hindurchwindet. Symbolisch sind DYING HUMANITY nach wie vor reichlich eindeutig in Metalcore und modernem Death Metal verwurzelt, doch musikalisch hat das dritte Album der Ostdeutschen rein gar nichts mehr mit Ersterem zu tun.

Im Sinne der konzeptionellen Besonderheit, startet “Living On The Razor’s Edge“ mit einem ruhigen und bedächtig wirkenden Intro, bevor es mit “Blinded“ nach passendem Übergang in die todesmetallischem Vollen geht. Es braucht nicht viele Sekunden und es wird klar, DYING HUMANITY haben sich nach oben entwickelt, mehr Klarheit in ihren Sound gebracht und verstehen es, den Hörer sowohl in ICE-Phasen als auch in den tollen melodischen Momenten mitzureißen. Am Mikrophon splittet man nach wie vor zwischen hohem, heiserem Gekeife und tiefen Growls, auch wenn sich an dieser Stelle nichts Herausragendes attestieren lässt, so ist auch dieser Bereich dennoch ordentlich akzentuiert.

Vor allem vom technischen Standpunkt sind DYING HUMANITY aktuell eine Ohrenweide, jeder Drumschlag sitzt perfekt, die Rhythmen und Melodien sind sauber eingezimmert und auch die Verbindung mit abwechslungsreichem, spannendem Songwriting ist weitgehend gegeben. Stellenweise enthält “Living On The Razor’s Edge“ noch ein paar Längen und eher blasse Momente, aber die absolute Steigerung im Hinblick auf die letzten Alben zerstören diese Gegebenheiten keineswegs. Letztlich ist die Scheibe nicht unbedingt etwas zum nebenher hören, erinnert ein wenig an AUGURY und Konsorten und kommt mit einer ordentlichen Portion Anspruch daher.

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18.10.2011

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2 Kommentare zu Dying Humanity - Living On The Razor's Edge

  1. Barry sagt:

    Die Band kommt aus Annaberg-Buchholz, nicht aus Chemnitz 😉

  2. Didi sagt:

    Net lappen!!! jeder hat mal klein angefangen! einfach mal live hören die sind einfach richtig gut! macht weiter so!!!! grüße aus anna