Empire - Chasing Shadows

Review

Geddy-Lee-Lookalike Rolf Munkes schlägt wieder zu und veröffentlicht mit seinem Allstar-Theater EMPIRE bereits das vierte Langeisen. Wie bei solchen „Semi-Projekten“ üblich, wurde auch im Falle von EMPIRE das Line-up im Vergleich zum Vorgängerwerk kräftig durchgeschüttelt. Und was so allgemein in der Szene teilweise für ein Kommen und Gehen an der Tagesordnung ist, sieht man auch an dem Umstand, dass Mike Terrana -selbst bis 2006 bei RAGE aktiv – André Hilgers ersetzt und Hilgers niemand Geringeres ist als… der neue Drummer von RAGE. Wesentlich wichtiger ist allerdings die Umbesetzung des Mikroständers, der bei den letzten beiden Alben noch in ex-BLACK SABBATH-Sänger Tony Martins Händen lag. Neuer Barde ist Doogie White (ex-RAINBOW, MALMSTEEN, CORNERSTONE) und dem hat Munkes einen ziemlichen Gefallen getan, denn das Songmaterial auf „Chasing Shadows“ klingt streckenweise extrem auf White ausgerichtet, wobei White selbst auch am Songschreiben beteiligt war. Die einzige Konstante in der EMPIRE-Besetzung – neben Munkes natürlich – ist Bassist Neil Murray, der seine Frührentenbezüge in erster Linie mit WHITESNAKE einfahren konnte.

Geboten wird solider, kurzweiliger, wenn auch nicht überragender Hard Rock der kernigeren Sorte. Als Referenz lässt man gerne RAINBOW gelten, was logischerweise auch am neuen Sänger liegt, entmetallisierte MASTERPLAN wären aber auch nicht weit entfernt. Typischer Midtempo-Hard-Rock möchte man sagen, aber daran ist auch nichts auszusetzen, denn das Songwriting des Gespanns Munkes/White überzeugt in acht von zehn Fällen, lediglich das zwar mal etwas flottere, aber trotzdem irgendwie recht schnarchige „Tahigwan Nights“ (ich hoffe, da geht’s nicht um Sextourismus) sowie der unspektakuläre Rausschmeißer „The Rulers Of The World“ kann man den Hasen geben. Alles andere reicht von gefällig bis spitze und letzteres attestiere ich insbesondere meinem Favoriten „Mother Father Holy Ghost“ mit seinen unwiderstehlichen Gitarrenleads und einem groovigen, nicht aus der Ohrmuschel bugsierbaren Refrain. Doch auch das langsame, fast elegisch-dramatische „Child Of The Light“ sollte neue Freunde finden, vor allem Doogie-White-Fans werden sich freuen, denn der Song ist doch sehr auf ihn zugeschnitten. Ein weiterer absoluter Ohrwurm ist „Manic Messiah“ mit seinem superben Refrain und nicht zu verachten ist auch die zweite und um Längen bessere Uptempo-Nummer „The Alter“, die gar ein bisschen Power-Metal-Flair verbreitet.

Insgesamt also eine runde Sache. Ein weiterer Pluspunkt von „Chasing Shadows“ ist übrigens das Drumming von Terrana. Der hat nämlich auf Epilepsieartiges Schlagzeugspiel oder „spannende“ Soloeinlagen komplett verzichtet und ordnet sich mit solider Hand- und Muskelarbeit dem Gesamtsound unter. Wohl doch kein so ein Egomane, wie von mir immer vermutet. Wie dem auch sei, wer auf den klassischen Hard Rock steht und eh nicht mehr weiß, wohin mit der Kohle, der stellt mir bitte einen Verrechnungsscheck… äh, nein, der kann (muss aber nicht) auf „Chasing Shadows“ gerne zurückgreifen. Ordentliche Nummer!

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22.11.2007

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