Evadne - The Shortest Way

Review

Eine einsame Person, eine im Nebel versinkende Stadt und alles um einen herum ist grau in grau… Also eines muss man den Spaniern EVADNE lassen: Bereits das Cover weckt Interesse an ihrem neuen Streich “The Shortest Way“, welcher als Eigenproduktion aufgenommen wurde und von Dan Swanö den letzten Schliff durch Mix und Mastering erhalten hat. Momentan ist die aus Valencia stammende Kombo auf der Suche nach einem Label, was mit diesem Brocken in der Hinterhand aber kein Problem sein sollte.

Bereits der Opener “No Place For Hope“ kann mit einem mächtigen Hauptriff aufwarten, welches wie ein schwarzer Monolith unter einem dunklen, wolkenverhangenen Himmel steht. Kalt und alles zermalmend frisst sich das Stück langsam durch die Gehörgänge in den Schädel und will nicht mehr verschwinden. Währenddessen versprühen die tiefen Growls von Sänger Albert innerhalb eines Satzes mehr Wut, Frustration und sonstige negative Gefühle als andere Bands auf einem ganzen Album unterbringen würden. Diese Trostlosigkeit reißt auch bei den folgenden Stücken wie “Dreams In Monochrome“ oder “One Last Dress For One Last Journey“ nicht ab, auch wenn sich mit laufender Spielzeit das einzige Manko von EVADNE ein wenig herauskristallisiert. Alles klingt zwar durchaus schlüssig, ist hervorragend komponiert und produziert, allerdings fehlt es an einer gewissen persönlichen Note, um nicht immer mit Bands wie SWALLOW THE SUN oder DOOM:VS verglichen zu werden. Das ist zwar bei so hochkarätiger Musik nicht weiter tragisch, aber ein wenig mehr Eigenständigkeit würde sicherlich auch nicht schaden. Dass die Musiker durchaus auch ihren eigenen Weg gehen können, zeigen Stücke wie “This Complete Solitude“ und “Further Away The Light“ recht eindrucksvoll. Also nur mehr Mut! Mit “Gloomy Garden“ gibt es einen exquisiten, melancholischen Abschluss, welcher “The Shortest Way“ perfekt abrundet und dafür sorgt, dass die Platte noch des öfteren im Player rotieren wird.

Tortz der an manchen Stellen fehlenden Eigenständigkeit ist “The Shortest Way“ ein sehr gutes Werk geworden, dass sich auf keinem Fall hinter Szenegrößen verstecken muss. Fans der oben genannten Bands und alle anderen Anhängern von Death Doom Metal sollten EVADNE eine Chance geben, hier kann man wenig falsch machen!

30.11.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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