Execrate - Aggressor

Review

Wie lebhaft und talentiert die einheimische Knüppelszene sein kann, zeigen EXECRATE den Nörglern und legen mit „Aggressor“ ihr zweites, wiederum selbst produziertes Album vor. Das Line-up des Vorgängerwerks „Weeping Angel“ aus dem Jahre ’98 wurde wiederum durcheinandergewürfelt, so dass mittlerweile noch zwei Gründungsmitglieder aus dem Jahre ’94 übrig sind. Dieser Wechsel hat sich allerdings in keinster Weise negative auf die Musik ausgewirkt, ganz im Gegenteil: Ein geiles Instrumental steht am Anfang der Scheibe; ein Vorbote von 40 Minuten verheißungsvollem Death Metal aus dem deutschen Underground.
Die Songs sind durchgängig recht flott ausgefallen, ohne in infernalisches Geballer auszuarten. Das liegt vorrangig am Drummer Hansi, der weniger blastet, sondern die Songs eher mit Doublebasssalven und Stakkatoparts unterlegt. Allein der Sound, speziell beim Schlagzeug ist ein bisschen zu steril, geht aber insgesamt, vor allem für eine Eigenproduktion in Ordnung. Die Growls der Frontfrau Masae und dem Gitarristen Andi unterscheiden sich bei erstem Anhören zwar kaum, sind aber dennoch klar, tief und druckvoll. Im Zusammenspiel von Gitarren und den Drums bieten EXECRATE einige kleine, aber feine Aspekte, die von den Normen abweichen. Sehr nett anzuhören sind die sauber gespielten Stakkatoparts wie etwa im Titeltrack „Aggressor“ oder in „Dead Souls Night Part I“. Gerade dieser Song bildet mit dem dazugehörigen zweiten Teil das Highlight des Albums. „Infected Voice“ beginnt mit einem flotten Flamencogitarren und mit „Fisting My Brain“ haben EXECRATE auch noch ein Schmankerl zum Schluss aufgehoben. Jetzt noch ein stabiles Line-up und keine sieben Jahre Wartezeit bis zur nächsten Platte, dann kann man sich von diesen Jungs (und Mädel) noch einiges erwarten. Ich bin gespannt.

05.10.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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