Execrate - Sweating Blood

Review

Forever Underground – Nicht nur Titel eines Albums der Amerikaner von VITAL REMAINS, sondern offenbar auch Bandmotto von EXECRATE, die mit “Sweating Blood“ ihr drittes Album präsentieren. Die Gruppierung existiert seit nunmehr 15 Jahren, doch bisher haben es die Westfalen weder geschafft, sich über regionale Grenzen hinaus einen wirklichen Namen zu machen, noch einem ihrer Alben einen Labelstempel aufzudrücken. Mit Neu-Vokalist und neuem Album unterm Arm erscheinen die Jungs nun wieder auf der Bildfläche, um eventuell endlich ihren eigenen Durchbruch zu initiieren.

Falls das mit “Sweating Blood“ gelingen sollte, so kann ich leider sofort attestieren, dass dazu noch ein paar wesentliche Bestandteile fehlen, obgleich EXECRATE einige gute Ansätze aufzuweisen haben. Auf positive Weise festzustellen ist soweit schon mal, dass die gesamte Truppe ein ansehnliches Maß an Erfahrung mitbringt, sodass man es hier keineswegs mit einer Band auf Schulniveau zu tun hat – weder kompositorisch noch musikalisch. Das drückende und gleichsam filigrane Intro macht sofort Lust auf mehr und beweist bereits, dass EXECRATE ein Gespür für nackenbrecherische Melodien haben. Der größte Kritikpunkt meinerseits kommt allerdings auch erst mit den folgenden Stücken zum Vorschein, und zwar dreht sich alles um den bestenfalls absolut unspektakulären Bellgesang, der so gut wie gar nicht mit dem Wort Variation vereinbar ist und nicht allein deswegen mit einigen tollen musikalischen Passagen im Konflikt steht.

Letztlich bleiben zwar einige gute Songs im Gedächtnis hängen, beispielsweise der fiese Titeltrack mit direkt in die Magengrube preschenden Stampfparts oder das melodiöse “Obsession“, doch fehlt es “Sweating Blood“ insgesamt etwas an Dynamik und Zusammenhang. So erschließen sich mir zumeist auch keine Verknüpfungen zwischen den einzelnen Stücken, wodurch die Platte eher wie eine stumpfe Aneinanderreihung unterschiedlicher Kompositionen wirkt, die recht belanglos am Hörer vorbeirauscht. So bleibt eine reinrassige Death-Metal-Scheibe mit dürftigem Gesang, einigen ansprechenden Instrumental-Einlagen und alles in allem zu identitätsfreien Kompositionen.

17.02.2009

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