Eyefear - The Unseen

Review

Manche Bands machen sich unnötig selbst das Leben schwer. Die Australier EYEFEAR gehören definitiv dazu. Nur ein Jahr ist es her, dass sie uns mit “A World Full Of Grey“ eines der besten Progressive-Power-Metal Alben des Jahres kredenzten. Knapp zwölf Monate später stehen die Jungs um Ex-PEGAZUS Sänger Danny Cecati nun mit dem Nachfolger “The Unseen“ wieder auf der Matte und was soll man sagen? Sie haben nichts verlernt.

Im Gegenteil. “The Unseen“ markiert von der ersten knappen Minute (dem Intro “Hypnosis“) an, eine Weiterentwicklung in Sachen Songwriting und Sound zum starken Vorgänger. Die Songs kommen dank des Mixes von Tommy Hansen (u.a. STORMWARRIOR, HAMMERFALL, HELLOWEEN, PRETTY MAIDS) um einiges druckvoller aus den Boxen als das noch auf dem Vorgänger der Fall war. In dieser Hinsicht haben die Jungs auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht.

Gleiches gilt für die Songs selbst. EYEFEAR haben in ihren Kompositionen noch einen Zahn zugelegt. Die Stücke wirken in sich geschlossener und ausgereifter. Auf “The Unseen“ haben die Jungs sich noch mal intensiver mit allen Facetten ihres Sounds auseinandergesetzt und die Stärken der Band zu gleichen Teilen noch weiter herausgestellt. Gemeint sind die drei Eckpfeiler Melodie, Progressivität und Härte.

EYEFEAR haben sich bei den Melodien noch mehr darauf konzentriert, diese eingängig zu gestalten. Wo man auf “A World Full Of Grey“ noch mehrmals hinhören musste bis sich die Melodien im Ohr festsetzten, schaffen es die Songs von “The Unseen“ sofort sich im Gehör zu verewigen. Was nicht heißt, dass die Melodien der Songs weniger anspruchsvoll sind. Man hört einfach heraus, dass sich EYEFEAR auch mit diesem Element eingehend auseinander gesetzt haben. Bestes Beispiel hierfür ist die Piano-Ballade “Waisting Away“, die alles andere als kitschig klingt und von Danny Cecati mit soviel Gefühl intoniert wird, dass dem Hörer wohlige Schauer über den Rücken laufen.

Die Balance zwischen Progressivität und Härte ist verglichen mit “A World Full Of Grey“ noch ein wenig ausgeglichener. Es finden sich in jedem Song die typischen Instrumentalparts des Progressive-Metal, die allerdings songdienlich eingesetzt werden und nie zu ausufernd werden. So kann man zwar die musikalischen Fähigkeiten der Australier bewundern, wird aber niemals von endlosen Frickelparts gelangweilt. Natürlich war das auch bei dem Vorgänger der Fall, aber hier haben EYEFEAR die Arrangements noch mal verfeinert.

Der Härtegrad hingegen hat sich erhöht, was Stücken wie “Bridge“, “Confessions“ oder dem Titeltrack (ein brachialer Metal-Song) hörbar gut tut. Die Riffs kommen schön knackig aus den Boxen und man kann zu dem Material auf “The Unseen“ schon mal öfter als vier Takte lang die Matte kreisen lassen. Ich bin mir sicher, dass die neuen Stücke live sehr gut ankommen werden.

EYEFEAR haben mich also erneut überrascht und ein sehr starkes Album auf den Markt gebracht, welches sich keineswegs hinter Szenegrößen wie SYMPHONY X zu verstecken braucht. Definitiv ein Kandidat für die Jahres-Polls und ein weiterer deutlicher Schritt nach vorne für EYEFEAR.

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07.12.2008

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