Faithful Breath - Skol

Review

FAITHFUL BREATH wurden Ende der Sechziger(!) in Bochum/Witten gegründet und hatten sich zunächst dem symphonischen/progressiven Rock verschrieben. Als dann Ende der Siebziger Heavy Metal im Begriff war das große Ding zu werden, sprang man auf den Zug auf und veröffentlichte vier Alben bis 1986. Danach erfolgte die Umbenennung in RISK (die leider mehr aufgrund ihrer LP-Cover als ihrer Musik bekannt wurden). Das letzte, vierte Album „Skol“ erfreut sich nun über eine Wiederveröffentlichung. High Roller Records haben sich dem Projekt angenommen und wieder einmal einen schönen Re-Release geschaffen.

Mehr als Teutonic Metal

Die Musik von FAITHFUL BREATH als teutonisch zu beschreiben ist fast schon untertrieben. Es finden sich auf „Skol“ die typischen Trademarks des Genres in jedem Ton wieder. Es gibt etliche Querverweise zu Bands wie ACCEPT, SCORPIONS und den anderen üblichen Verdächtigen. Hinzu kommt noch eine Prise MOTÖRHEAD zu „Overkill“ und „Bomber“ Zeiten und fertig ist der Sound von „Skol“. Balladeske Töne finden ich ebenso auf „Skol“, wie Uptempo-Nummern oder Midtempo-Rocker. Eine gute Mischung, da das vierte Werk der Band so sehr abwechslungsreich gestaltet wurde. Zwar zünden nicht alle Songs direkt auf Anhieb (besonders der Opener „Start It Up“ ist meiner Meinung nach schlecht gewählt), aber es finden sich doch etliche Perlen des Teutonic Metal auf dem Album. Allen voran der abschließende Titeltrack, der ALESTORM vorweg genommen hat. Aber auch „Crazy In Metal“ (was für eine Hymne!), „Backstreet Heroes“ oder „Double Dealer“ kommen echt kernig daher und machen richtig Spaß. „We Want You“ ist so etwas wie die Ballade auf dem Album und mit dem Opener de schwächste Song auf „Skol“. Thematisch geht es hier um die Zusammengehörigkeit im Metal. Das hätte man auch in ein anderes Songgewand packen können.

Schöner Re-Release

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass es schön zu hören ist, dass High Roller Records wieder einmal eine vergessene Perle aus der Versenkung ans Tageslicht gefördert haben. „Skol“ dürfte traditionellen Metalheads (allen voran True-Metallern) zusagen, da die Scheibe einfach Spaß macht. Ein schönes nostalgisches Zeitzeugnis aus den Achtzigern, in denen deutsche Bands abseits von den Zugpferden schon etliche tolle Platten veröffentlicht haben. Die deutsche Szene war eben schon immer mehr als nur die Protagonisten. Wie dem auch sei, „Skol“ gehört vielleicht nicht zwingend in jede Sammlung, aber es ist allemal ein spaßiges Album, dem man seine Ohren leihen darf.

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27.01.2021

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