Fleshgod Apocalypse - Veleno

Review

Soundcheck Mai 2019# 7 Galerie mit 20 Bildern: Fleshgod Apocalypse - MTV Headbangers Ball 2019 in Berlin

Drei Jahre ist es her, dass FLESHGOD APOCALYPSE mit „King“ ihr letztes Studioalbum veröffentlicht haben. Mit „Veleno“ folgt nun Album Nummer fünf. Es ist das erste seit der Trennung von Gitarrist Cristiano Trionfera und Frontmann Tommaso Riccardi im Jahre 2017. Letztere Funktion wurde von Bandgründer Francesco Paoli wieder aufgenommen, nachdem er sie 2009 abgegeben hatte. In einigen Albumtrailern, die verschiedene Hintergrundthemen behandeln und die man auf dem YouTube-Channel von Nuclear Blast ansehen kann, beschreibt Francesco Paoli unter anderem die Entscheidung, selbst wieder von den Drums zurück an die Front zu ziehen.

Update 25.05.2019: Wir haben es nun auch geschafft, uns FLESHGOD APOCALYPSE zum Interview zu schnappen. Schaut rein, um mehr über das Album zu erfahren.

„Veleno“ schraubt das Orchester etwas zurück

Mit „Fury“ starten FLESHGOD APOCALYPSE ihr Album mit einem sehr starken Track, der direkt mit Geballer und begleitendem Piano-Geklimper einsteigt. Letzteres verleiht dem Stück einen verspielten Vibe, der sich aber auch deutlich von der monumentalen Orchester-Begleitung unterscheidet, die es noch auf „King“ zu hören gab. Was nach wie vor eine große Rolle spielt, sind aber die klassischen Chöre, die auch im Opener von „Veleno“ vorhanden sind, und das technische Gefrickel an Gitarren und Co. Die nächsten beiden Tracks, „Carnivorous Lamb“ und „Sugar“ kennt man bereits als Vorab-Singles. Daran schließt sich das minimalistisch-orchestrale „The Praying Mantis‘ Strategy“ an, das als Intro zum darauffolgenden „Monnalisa“ verstanden werden kann. Zusammen bilden die Stücke eines der Highlights auf „Veleno“. Hier kommt am ehesten die Dramatik rüber, die man von FLESHGOD APOCALYPSE erwartet.

Nicht alles Gold bei FLESHGOD APOCALYPSE

Die wirklich brachialen, monumentalen Orchester-Momente, die es noch auf „King“ zu hören gab, finden sich so allerdings nicht mehr auf „Veleno“. Dafür wird verstärkt auf das Piano gesetzt, das auch mal ein wenig nervig werden kann, wenn es im Hintergrund vor sich hinklimpert. Die technischen Momente, die immer wieder aufpoppen und die nötige Härte einbringen, reißen aber wieder einiges raus. Damit glänzen unter anderem die Stücke „Worship And Forget“ und „Pissing On The Score“. Streicher bieten FLESHGOD APOCALYPSE nach wie vor, allerdings weniger pompös als zuvor und oft sogar gefühlvoll. So ist „The Day We’ll Be Gone“ das Balladen-Pendant zu „Paramour“ auf dem letzten Album. Zusammen mit „Absinthe“ ist es aber leider das schwächste Stück auf der aktuellen Scheibe, auf das man gut und gerne hätte verzichten können.

Ob es nun an der Veränderung des Line-Ups liegt oder andere Gründe hat, irgendwie kann „Veleno“ nicht halten, was „King“ noch versprochen hat. Das macht es nicht zu einem schlechten oder mittelmäßigen Album, stellt aber doch einen kleinen Wermutstropfen dar. Genrefans und natürlich Anhänger von FLESHGOD APOCALYPSE können dennoch bedenkenlos zugreifen und werden das Album auf jeden Fall genießen.

17.05.2019

headbanging herbivore with a camera

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32047 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Fleshgod Apocalypse auf Tour

26.06. - 28.06.20metal.de präsentiertFull Force Festival 2020 (Festival)The Ghost Inside, 1349, Bleed From Within, Dagoba, Dying Fetus, Excrementory Grindfuckers, First Blood, Frog Leap, Get The Shot, Imminence, Knocked Loose, Milking The Goatmachine, Northlane, Polar, Primordial, Rise Of The Northstar, Risk It, Rotting Christ, Silverstein, Soilwork, Swiss & Die Anderen, Killswitch Engage, Obituary, August Burns Red, Being As An Ocean, Boysetsfire, Counterparts, Emil Bulls, Gatecreeper, Heaven Shall Burn, Kvelertak, Meshuggah, Nasty, Neck Deep, Of Mice & Men, Thy Art Is Murder, ZSK, Amon Amarth, Amaranthe, Anti-Flag, Creeper, Dawn Ray’d, Deafheaven, Equilibrium, Fleshgod Apocalypse, Oceans, Suicide Silence, The Rumjacks, Unprocessed, Sylosis, Lingua Ignota, Fit For An Autopsy, Raised Fist und Cult Of LunaFerropolis, Gräfenhainichen
12.08. - 15.08.20metal.de präsentiertSummer Breeze 2020 (Festival)1914, Agrypnie, Alestorm, Amenra, Amon Amarth, Amorphis, Angelus Apatrida, Any Given Day, Architects, Avatarium, Belzebubs, Benediction, Benighted, Blasmusik Illenschwang, Bloodywood, Bodom After Midnight, Carbon Killer, Cattle Decapitation, Clutch, Combichrist, Conjurer, Cytotoxin, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Dawn Of Disease, Debauchery, Despised Icon, Devin Townsend, Djerv, Dwaal, Eisregen, Emil Bulls, Ensiferum, Fiddler's Green, Fight The Fight, Finntroll, Fleshcrawl, Fleshgod Apocalypse, Frog Leap, Gatecreeper, Gloryhammer, God Is An Astronaut, Gost, Gutalax, Haggefugg, Hatebreed, Havok, Idle Hands, Implore, Insomnium, I Prevail, Igorrr, Infected Rain, Jinjer, Kadavar, Kraanium, Leaves' Eyes, Lüt, Mass Hysteria, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Myrkur, Neaera, Necrophobic, Nekrogoblikon, Nytt Land, Opeth, Paradise Lost, Pipes And Pints, Primal Fear, Resolve, Russkaja, Sacred Reich, Saltatio Mortis, Shadow of Intent, Shiraz Lane, Siamese, Sonata Arctica, Slope, Static-X, Stray From The Path, Striker, Suffocation, Svalbard, Swallow The Sun, tAKiDA, Terror, The New Roses, The Night Flight Orchestra, The Oklahoma Kid, The Prophecy 23, The Vintage Caravan, The Wildhearts, Thundermother, Tides From Nebula, Triddana, Uada, Vitriol, Vulture, Wardruna, Warkings, While She Sleeps, Within Temptation und Wolves In The Throne RoomFlugplatz Dinkelsbühl, Dinkelsbühl
01.10.20Fleshgod Apocalypse - Veleno Across Europe Tour 2020Fleshgod Apocalypse und Ex DeoRockfabrik Übach-Palenberg, Übach-Palenberg
Alle Konzerte von Fleshgod Apocalypse anzeigen »

3 Kommentare zu Fleshgod Apocalypse - Veleno

  1. nili68 sagt:

    Ich sehe schon, was einem daran gefallen kann, aber für mich ist das Sound-Overkill. Warum nicht noch Explosionsgeräusche, Glöckenklänge und ’nen Kinderchor einbauen? Man hört ja fast garnichts vom Song ansich.
    Vor 10 Jahren hätte ich mich vor Begeisterung überschlagen.

  2. ClutchNixon sagt:

    Tatsächlich reduzierter als auf den vorangegangenen Releases ist mir das en Gros noch immer zu viel von allem und überschreitet die Grenze zum Kitsch im Minutentakt. Amtliches, hochpräzises Todesblei wie in Worship and Forget steht Songs wie dem nahezu unhörbaren Monnalisa gegenüber, welches natürlich toll geschrieben ist, aber ansonsten nichts weiter als extremen Death Metal – Pop bietet. Muss man sich auch erst einmal trauen.

    6/10
    1. ClutchNixon sagt:

      Ps: Mit „The day we’ll be gone“ leistet man sich sogar einen Totalausfall.