Fleshgrind - Murder Without End

Review

Century Media sind zurück im Land der Toten. Man hat sich doch tatsächlich entschlossen wieder eine Band aus dem extremen Hartwurstsektor unter Vertrag zu nehmen. Die Wahl fiel dabei auf das, aus dem US-Underground entstammende, Quartett Fleshgrind. Bereits seit 1993 düstern die Jungs durch die Keller diverser US-Clubs und konnten sich schon gleich mit ihrem ersten Demo Holy Pedophile, das sich beachtliche 2500 mal verkaufte, gehörigen Respekt erspielen. Nach einigen Touren (unter anderem mit Szenegrößen wie Malevolent Creation, Six Feet Under, Deicide oder gar Cannibal Corpse) und diversen Line-Up Wechseln wurde die Band in ihrem doch recht steilen Aufstieg jäh gebremst durch einen schweren Unfall des Sängers Rich Lipscomb. Die Band lag durch dieses Unglück mehr als 18 Monate auf Eis. Mit abermals neuem Line-Up sollte dann endlich im Frühjahr 2003 unter Regie von Chris Djuric der Nachfolger zu The Seeds Of Abysmal Torment eingeprügelt werden. In den 18 Monaten Pause muss sich wohl eine gehörige Portion Wut in den Bäuchen der vier Kranken angestaut haben. Sonst gibt es wohl kaum eine Erklärung für dieses Stück blanker Aggression, das sich gerade in meinem Player dreht. Die Jungs lassen wirklich nichts anbrennen und versuchen auch nicht irgendwelche Trophäen für das vertrakteste Riffing einzuheimsen, spielen aber allesamt technisch in der oberen Liga und lassen dies immer wieder durchscheinen. Das Schöne an dem Scheibchen ist vor allem der Langzeitspaß, den man gleich mit geliefert bekommt, da die Highspeed-Attacken, die sicher dominierend sind, immer wieder durch groovige Stampfparts und Breaks unterbrochen werden. Hier und da haben sich gar einige Melodien verirrt (ja man liest richtig Melodien), die den Songs wirklich gut zu Gesicht stehen, und in diesem Bereich etwas außergewöhnliches sind. Einer dieser Songs ist Displayed Decay, das absolute Überstück auf der Scheibe. Leider können nicht alle Stücke dieses Niveau halten. Trotzdem sind Fleshgrind eine der wenigen Ausnahmen, die ganz im Kontrast zu den unzähligen Veröffentlichungen in diesem Bereich, gnadenlos nach vorne donnern und alles niederwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt. Die Produktion geht vollkommen in Ordnung und lässt bis auf die Tatsache, dass die Regler für die Snare etwas im Keller sind, keine Wünsche offen. Freunde der Corpsegrinder-Fisher Ära dürften hier vor Freude im Dreieck springen.

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28.09.2003

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